Simile, ein Fenster zum Universum

 

Bill Gray

 

Die Geschichte der Wissenschaft ist so angelegt, dass Grundlagen des Wissens aufgebaut werden. Dennoch scheinen etablierte, wissenschaftliche Fakten eher mehr Fragen aufzuwerfen. Die Homöopathie macht hier keine Ausnahme.

 

Hahnemann befleissigte sich in seinen Studien des Empirismus und wendete unermüdliche, detaillierte Hingabe an, um seine Wissenschaft zu begründen. Er bestand darauf, dass die gesammelten Daten die Theorie zu formen hätten und nicht (etwa) eine Doktrin die Interpretation der Daten (zu) bestimmen. Sein Ähnlichkeits- Gesetz wurde zum grundlegenden Prinzip, das auch heutzutage von allen Homöopathen angewandt wird. Ich glaube, dass nicht nur ich allein mir die Frage stelle, was das wirklich bedeutet in Hinblick darauf, wie und warum Heilung funktioniert. Diese Frage wird in unseren Foren nicht oft diskutiert, während die tägliche klinische Beobachtung immer wieder Hinweise und Überraschungen bietet.

 

Die meisten Homöopathen sind Naturwissenschaftler, intensive Beobachter der Natur. Die Basis der Naturwissenschaften wie Botanik und Zoologie ist die Beobachtung und Benennung der individuellen Pflanzen und Tiere. Danach kommt dann die Kategorisierung in Stämme. Gattungen, etc., in der Hoffnung, dass dieses Vorgehen zu mehr Verständnis führt. Wir verhalten uns, als ob wir durch Identifizierung, Benennung und Kategorisierung zu einem grösseren Verständnis gelangen könnten.

 

Mein persönlicher Zugang zur Natur, ist davon verschieden, wie das wohl auch für andere gilt. Ein Teil von mir fragt sich immer, wie es wohl sein mag, als dieses Tier in jener Umgebung zu leben, oder als jene Pflanze in seiner speziellen Umgebung. Wie sind die Wahrnehmungen? Die Motive? Die Belastungen? Natürlich unterläuft es auch mir des Öfteren, dass ich mich selbst und meine eigene Vorstellung in diese Fragestellung hinein projiziere. Dennoch bleibt etwas darüber hinaus erhalten--- eine Fragestellung, die unabhängig und jenseits meiner eigenen Voreingenommenheit liegt.

 

Homöopathen erkennen diesen Vorgang als denselben, den wir bei der Fallaufnahme durchführen, wenn wir sie richtig vornemen. nehmen. Wir suchen nach der Wahrheit, nach dem, was eine Person bewegt, unabhängig von unseren Etikettierungen, Grundannahmen und persönlichen Befangenheiten. Wenn wir die Einzigartigkeit eines Patienten erkennen und sie mit einem Mittel in Einklang bringen, werden wir tatsächlich Heilung bewirken. Für mich ist dies nach wie vor ein Wunder!

Was hat es mit diesem Mechanismus auf sich?

 

Meistens ist unser Geist während des Fall- Studiums auf das Herausfinden des richtigen Arzneimittels gerichtet. Das ist nur natürlich. Manchmal allerdings nimmt mein fragender Geist wahr, dass das homöopathische Phänomen tatsächlich ein Fenster zum Universum selbst ist, im besten wissenschaftlichen Sinne.

 

Ziehen wir nur einmal in Betracht, was im Zusammenhang mit einer Arzneiprüfung geschieht. Wir dokumentieren während einer Arzneiprüfung eine Fülle unterschiedlichster Symptome und nutzen diese dann zur Verschreibung. Sind diese Symptome denn wirklich die Repräsentanten des Seins-Zustandes der Prüf-Substanz? Was ist mit den mentalen Symptomen? Repräsentieren sie manchmal den inneren Zustand der Wahrnehmung der Substanz selbst?

 

Beispiele:

 

Diese Fragen lassen sich am Einfachsten anhand der tierischen Arzneien beleuchten. Ich erinnere eine lebhafte persönliche Erfahrung, die ich machte, als ich das Blut eines jungen Grizzly- Bären triturierte. Mein Bewusstseins- Zustand veränderte sich auf eine Art, die üblicherweise definitiv nicht zu mir gehört. Ich fühlte mich größer, bezogen auf das Körpergefühl, oder vielleicht auch bezogen auf meinen Geist. Da war ein Empfinden von Überlegenheit, als könnte ich jede Herausforderung meistern. Ich hatte in mir ein Verlangen, über das /gewöhnliche Leben/ (irdische Leben) hinaus aufzusteigen, über Allem zu sein. Tatsache war, dass insbesondere dieses Grizzly Jungtier (von dessen Blut die Trituration gemacht wurde A.d.Ü.), die Gewohnheit hatte, auf jede Erhöhung in seiner Umgebung herauf zu klettern, einen Felsen, eine Kiste, und einfach nur dort zu bleiben. Er verteidigte diese Position und kämpfte mit anderen Bären darum.

 

Dies wurde vor einigen Monaten bedeutsam, als ich einen 6- jährigen autistischen Jungen behandelte. Er zeigte klassische autistische Anzeichen, jedoch beobachtete ich, dass er auf alle Möbel in meinem Praxis- Raum kletterte, und zwar nicht, um zu klettern, sondern um den höchsten Punkt auf dem Sofa im Raum zu erreichen und dort zu bleiben. Ich gab ihm das potenzierte Grizzly- Blut als Arzneimittel. Dieses spezielle Verhalten verschwand danach. Ich kann noch nicht berichten, dass sein Autismus geheilt ist, denn die Verlaufs- Beobachtungszeit des Falles beträgt erst ein paar Monate. Dieses eine Phänomen jedoch verschwand.

 

Eine Kollegin war Teilnehmerin an einer Prüfung des Stein- oder Goldadler. Sie wusste bis zur Anamnese am Ende der Prüfung nicht, was geprüft wurde. Während der Prüfung erlebte sie ein Empfinden von sowohl niedergehalten werden als auch von über Allem hinweg zu gleiten. Erstaunlicherweise verlor sie ihr Sehvermögen während der Prüfung während fast einer ganzen Woche auf einem Auge. Dies ängstigte sie sehr, und sie lehnte jede weitere Teilnahme an der Prüfung ab. Bei der Anamnese am Ende der Prüfung wurde ihr dann mitgeteilt, dass die Ausgangssubstanz der Prüfung die Feder des Steinadlers war, und dass insbesondere dieser Adler durch den Schuß eines Jägers am gleichen Auge erblindet war! Hat sie die innere Erfahrung genau dieses Adlers erspäht?

 

Rajan Sankaran präsentierte einmal während eines Seminars einen Fall, der mir gut in Erinnerung geblieben ist. Es war die Geschichte eines Generals der Indischen Luftwaffe, der an Blut- Hochdruck litt. Er hatte eine große Liebe zum Fliegen und war ein strikter, gebieterischer Vorgesetzter gegenüber seinen Untergebenen. Einmal wäre er beinahe gestorben, als sein Jet während eines Fluges einen Vogel erwischte, dieser gegen seine Kabinenhaube klatschte was ihm eine Kopfverletzung einbrachte. Ich glaube, es war der Steinadler, der diesen Fall heilte.

 

Jonathan Shore hat eine Anzahl Vogelprüfungen durchgeführt. Seine Zusammenfassung des Weisskopfseeadlers ist folgende:

 

Zwei Welten:

Hellsehen

Geistesverwirrung; Identität, bezogen auf seine

Delusionen, Imaginationen; Riss in seiner Seele, oder in seinem Universum

Delusionen, Imaginationen; verdoppelt; er ist

Delusionen, Imaginationen; abgeschnitten; Welt, von der, dass er

Delusionen, Imaginationen; Sonne; zwei Sonnen

Träume; Zwillinge, darüber

Träume; sich selbst von oben herab beobachten

Realität, Flucht vor

Schizophrenie

Gedanken; fortwährende; zwei Gedankengänge

gefangen in der Falle

Delusionen, Imaginationen; Gefangene, sie ist eine

Delusionen, Imaginationen; gefangen in der Falle, er ist

Träume; Gefangener; gefangen genommen werden

Traum Leben

Muss sich frei bewegen zwischen der Welt des Traums und dem täglichen Leben.

Sich über alle Schwierigkeiten erheben

 

Dr. Shore erwähnt auch einen Haliaeetus leucocephalus- Fall von Dr. Mariette Bernstein aus Kapstadt, Südafrika. Es ging bei dem Fall um einen 27- jährigen Mann mit Nackenschmerzen im Zusammenhang mit schwerem, körperlichen Mißbrauch in der Kindheit und mit Beziehungsproblemen. Der Fall war sehr detailliert aufgenommen, aber für unsere Zwecke läßt sich zusammenfassen: er liebte es sehr dahin zu gleiten, eine Abneigung, eingesperrt zu sein, eine starke Sensibilität gegenüber Ungerechtigkeiten und ein Verlangen, sich hoch in den Bergen aufzuhalten. Er reagierte gut auf die Arznei. Wir können hier in seiner Lebens- Orientierung jedoch ein Fenster wahrnehmen, dass uns die Sicht des Adlers auf die Welt sehen läßt! (Jonathan Shore MD, Birds, Homeopathy West, 2004).

 

Noch bessere Beispiele dafür sind in Massimo Mangialavoris Fällen von Mygale lasiodora zu finden.

 

Lucio ist ein Kind mit ausgeprägten Tiks im Gesicht, er benötigt eine dicke Brille und hat gelegentlich die Tendenz, aus dem Bett zu fallen. In der Schule spielt er meistens alleine. Er zeigte eine ausgeprägte Vorliebe für Seile. Er hatte eine distanzierte Mutter. Er hatte die Angewohnheit, den Lehrer nackt zu zeichnen und hatte Träume, dass der Lehrer ihn in einem Korb herumtragen würde. Später änderten sich die Träume dahingehend, dass er vom Lehrer auf dessen Bauch oder Rücken herumgetragen wurde. Nach der Arznei verschwanden die Ticks und er brauchte keine Brille mehr.

 

Hier ist es interessant, dass die Vogelspinne bekanntermaßen ein isoliertes Verhalten zeigt und dass sie eher dicke Seile anstelle von feinen Netzen spinnt, um ihre Opfer zu spüren. Sie sind groß und haarig, mit bis zu acht Augen, die groß und ineffektiv sind--- sie können nicht weiter als einen halben Meter voraus sehen. Da sieht man also, dass die Erfahrung des Jungen und sein Geisteszustand der Welt dieser Spinne recht ähnlich war. ( Massimo Mangialavori, MD, “Bitten in the soul”, Koine´, rev. 2009)

 

Ich selbst hatte einen ähnlichen Fall eines Kindes mit dem Tourette- Syndrom. Er hatte eine auffallende Neigung, unter Stress mit seinem Mund und seinem ganzen Kopf schmatzend herumzukauen.

Zum Teil sprang er sogar mit seinem ganzen Körper. Mygale heilte das Tourette- Syndrom. Später entdeckte ich, während ich über die Vogelspinne in der Literatur studierte, dass Springen ein charakteristisches Verhalten der Spinne selbst ist. Ihre spanischen Entdecker meinten, dass sie nach Vögeln spränge.

 

Mangialavoris Fall einer Mygale- Patientin, einer Prostituierten; sie machte ebenfalls einige ausgesprochen kennzeichnende Bemerkungen in Hinblick auf die Sichtweise der Spinne: Ein Traum: “Da waren diabolische Tiere, die mich angriffen und in meine Vagina eindrangen, in meine Ohren und in meinen Mund, keine meiner Körperöffnungen blieb davon verschont. Ich rannte weg und landete in einem Schlammloch. Am Ende konnte ich unter großen Mühen flüchten, aber ganze Brocken sehr schwerem Lehms blieben an mir hängen, was mich daran hinderte, schnell davonzurennen, und diese ekligen Tiere folgten mir. Ich sprang von einem Kliff herunter, um mich zu retten, in der Hoffnung, nicht durch den Aufprall auf das Wasser zu sterben Ich erwachte starr vor Angst bevor ich aufkam”. Dann beschrieb sie ihr Verhalten Männern gegenüber. “ Wie dem auch sei, ich kann sagen, dass ich weniger unruhig bin. Ich muß oft die Männer wechseln, um mich sicher zu fühlen… Das Gefühl, sie eingefangen zu haben ist wie gutes Jagen….Kürzlich empfand ich das Bedürfnis zu erfahren, was sie machen, woran sie interessiert sind. Ich wurde sogar eifersüchtig auf einen Mann, den ich vor einiger Zeit kannte. Ich war bisher nie eifersüchtig, mußte es nie sein. Letzten Endes sind Beziehungen für mich eine Art Spiel, ich liebe es zu spielen…

 

Ich hatte selbst einen anderen Mygale- Fall, einen Patienten, der nun seit 5 Jahren frei von seiner MS ist. Er ist ein Dichter und Leiter einer amerikanischen schamanistischen Bewegung, deshalb konnte er sehr differenziert über innere Erfahrungen berichten. Seine MS begann während einer schamanistischen Erfahrung in Afrika, bei der er nur die 2. Geige in einer Situation spielte, und fühlte “ die gewöhnliche, weiße, männliche Arroganz in mir aufsteigen, denn ich war ‘der Experte’, war größtenteils ein Teil der Eingeborenen- Welt und sehr belesen in Bantu- Anthropologie. Wie sehr wollte ich doch eingreifen, wie sehr der Zeremonienmeister sein! Also zog ich mich zurück in ein kleines Wasserbecken und betete in der traditionellen Weise der Ngoma zu den Wassergeistern“. Danach passierte Folgendes: er wurde massiv von einer Infektion mit Schistosoma befallen (Parasiten), die (uncharakteristischerweise) sein Nervensystem befielen. Er reagierte darauf mit dem Rückzug in eine Höhle in der Wildnis, um dort über Monate zm meditieren. Sein Grad an Inkoordination war so ernst, dass es durchaus möglich war, dass er nicht in der Lage sein würde,von der Höhle wieder weg zuwandern, womit er tatsächlich sein Leben riskierte. Ich bemerkte in diesem Fall die Parallele zwischen seiner Beziehung zu Wasser, die er erwähnt hatte und der der Frau, die ins Wasser sprang, um den ekligen Tieren zu entkommen, die in ihren Körper eindrangen.

 

Für mich ist das interessanteste Beispiel dieses Fensters zur Tierwelt ein Rote-Feuer- Ameise- Fall (Solenopsis invecta). Ich hatte diese sehr ausdrucksstarke Frau wegen sehr schwer belastender (eigentlich:lähmender) Menière’schen Erkrankung bereits über 2 Jahre mit einer Reihe von Arzneimitteln behandelt, ohne Erfolg. Schließlich fokussierte ich mich auf die Tatsache, dass sie früher einmal eine sehr starke allergische Reaktion auf Feuerameisen gezeigt hatte. Sie beschrieb wiederkehrende Träume, in denen sie durch Tunnel rannte, in “Angriffs- Haltung”, mit der Absicht, jeden, den sie treffen würde, umzubringen. Sogar während des Tages “biss sie allen Familienmitgliedern den Kopf ab”.

 

Die Feuerameise gab es bis dahin nicht in unserer Pharmacopoe, also nahm sie Kontakt auf mit einem universitären Forschungslabor, das spezialisiert ist auf Feuerameisen, sammelte diese selbst und sandte sie zur Apotheke, um davon eine Arznei herstellen zu lassen.

 

Diese Frau war dermassen eingeschränkt durch die Meniere’sche Erkrankung, dass sie nicht in der Lage war, ihr Promotionsstudium zu beenden. Sie verbrachte viele Stunden des Tages in der Ecke des Badezimmers sitzend, neben der Toilette, damit sie jederzeit erbrechen konnte, wenn der Schwindel kam. Solenopsis invecta hat sie nun seit 8 Jahren vom Morbus Menière geheilt, und sie konnte ihre Promotionskarriere angehen.

 

Am interessantesten ist ein Symptom, das sie vor der Medikation hatte und das sich nach der Gabe des Mittels verschlimmerte. Sie hatte Angst, die sich zur Panik steigerte , wenn sich irgend etwas über ihrem Kopf drehte. Es konnte ein sich drehender Deckenventilator sein oder auch ein Hubschrauber. Wenn sie einen Hubschrauber nahen hörte, rannte sie in Panik ins Haus. Dieses Symptom verstärkte sich nach der Arznei und blieb auch über mehrere Jahre bestehen.

 

In den letzten Jahren—nachdem meine Patientin diese Erfahrungen bereits gemacht hatte--- entdeckten Wissenschaftler eine ökologische Methode, um Feuerameisen- Invasionen zu bekämpfen. Es gibt eine Art Fliege (oder Wespe—ich habe verschiedene Versionen gehört), die die Feuerameisen angreifen und die ihre Eier in ihren Schädel legen. Diese Eier entwickeln sich dann zu Larven und bringen den Kopf der Feuerameise zum Platzen. In einem Labor in Texas genügte das Einbringen dieser Fliegen in das Gehege mit den Feuerameisen um bei den Feuerameisen eine absolute Panik auszulösen! Anscheinend gehört dies zum ökologischen Gleichgewicht in der Natur und existiert seit Millionen von Jahren. Also, diese Patientin hatte dies Symptom, und es war nach Einnahme der Arznei verschlimmert!

 

Zusammenfassende Fragen:

 

Die erste Beobachtung, die ich anhand dieser Beispiele mache, ist die Bedeutung der sorgfältigen gründlichen Fallaufnahme. Zu oft sehen wir die Tendenz, die Informationen lediglich in Bezug auf wohlbekannte Schlüsselsymptome festzuhalten oder nur die Informationen, von denen wir annehmen, dass sie uns zur Arznei führen werden. Aber die innere Erfahrung der Patienten ist viel umfassender. Wenn wir mit einem so weit wie möglich geöffneten Geist zuhören, hören wir Sätze und Metaphern, die direkte Fenster zur Verfügung stellen, uns in den Zustand der Arznei selbst schauen lassen, ob sie nun tierischen, pflanzlichen oder mineralischen Ursprungs sind. Unsere Neugier muss sich auf diese metaphysischen Bereiche hin ausdehnen.

 

Was bedeuten diese Verbindungen zwischen Patient und Arznei nun wirklich?

 

Bestimmt hat es mit der Energie zu tun. Unsere Arzneien sind primär Energie, und Resonanz ist ein fundamentales Prinzip in den Interaktionen im Energiefeld. Aber die Beispiele verweisen auf Mehr.

 

Haben wir es mit Geistern zu tun? Alte, schamanistische Praktiken nutzen dieses Konzept auf sehr kraftvolle Weise. Geister von Tieren oder Pflanzen werden angerufen, um Menschen zu heilen. Vielleicht ist Homöopathie eine Art des Schamanismus. Wenn dem so wäre, könnten wir vielleicht mehr dazulernen über schamanisches Training, um unsere Fähigkeiten des Heilens zu erweitern.

 

Die alten Vedischen Lehren berichten davon, dass das Universum entstanden sei aus Sat, Chit, Ananda--- Wahrheit, Bewusstsein und Glückseligkeit / Liebe--- Wirksamkeiten und Qualitäten, die alles durchdringen, ohne Trennung. Homöopathie ist eine Wissenschaft, die dies in sehr spezifischer Weise aufzeigt.

 

Gelten diese Möglichkeiten als gegeben, bin ich neugierig, welche Rolle die Arznei selbst spielt. Verleihen wir etwa dem Mittel etwas Wesentliches (durch die Art der Herstellung der Arznei, A.d.Ü.) Oder führen wir ein Ritual durch, das metaphysische Bewusstseinsverbindungen herbeiführt durch den Prozess des sehr tiefen Zuhörens und legen wir dadurch subtile Verbindungen zwischen dem Geist des Patienten und des Homöopathen?

 

Ich beende meinen ersten Beitrag für HomeoVision eher mit Fragen als mit Antworten. Dies geschieht mit Absicht. Ich hoffe, eine Diskussion anzuregen, die eher fragenorientiert als antwortorientiert ist. Obwohl es anders erscheinen mag denke ich, dass dies der Geist ist, mit dem wir uns unseren Patienten nähern.