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    Cardiospermum halicacabum

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    REMEDY ABBREV.

    Cardi-h.

    MASTER PROVER

    Dr. Martin Stübler, Carsten Böttcher, Ursula Respondek, Germany

    Niedersächsische Akademie für Homöopathie und Naturheilverfahren e.V.

    YEAR

    1988

    PROVING METHOD

    Double blind, randomized (D 6 and C 30) trial, placebo phase included

    PLACEBO?

    yes, the 33 provers received placebo during the first week of the proving

    BLINDING?

    remedy unknown to the 33 provers and supervisors

    PHARMACY OF REMEDY IN PROVING

    probably DHU, Germany

    Description of the substance

    A homeopathic drug proving- now termed a homeopathic pathogenetic trial- of Cardiospermum halicacabum, the balloon vine

    Eine homöopathische Arzneimittelprüfung von Cardiospermum halicacabum, der Ballonrebe

     

    Proving document currently only available in German

     

    Eine homöopathische Arzneimittelprüfung von Cardiospermum halicacabum, der Ballon- Rebe

     

    Prüfungsleiter: Dr. Martin Stübler, Carsten Böttcher, Ursula Respondek

     

    Niedersächsische Akademie für Homöopathie und Naturheilverfahren e. V.

     

     

    Durchführung der Prüfung:

    auf den beiden vorgenannten Veranstaltungen erklärten sich 60 Ärzte bereit, an dieser Prüfung teilzunehmen.  Von diesen 60 Probanden konnten 33  Protokolle ausgewertet werden. Grundvoraussetzung für die Teilnahme war ein gutes Allgemeinbefinden, keine Einnahme von Medikamenten vor oder während der Prüfung. Beginn der Prüfung war Mai 1988. Den betreuenden Ärzten wurden die möglichen Probanden Ihrer Region mit der Bitte genannt, diese zu kontaktieren. So wurde von jedem Betreuerarzt mit dessen Probanden ein 1. Gruppentreffen anberaumt, bei dem der Prüfungsablauf nochmals erklärt wurde, die Protokollhefte, Anamnesehefte und Testsubstanzen (2 Fläschchen) jedem ausgehändigt wurden. Die Probanden wurden angehalten, die Anamnesehefte, die zur Erfassung der eigenen Symptomatik dienten, nach spätestens einer Woche dem Betreuerarzt ausgefüllt zu übergeben. Der Betreuerarzt hatte somit Zeit, etwaige Lücken in der Anamnese in Rücksprache mit dem Probanden zu schließen. Die weitere Funktion des Betreuerarztes war zudem, nach Erhalt der ausgefüllten Protokollhefte am Ende der Prüfungszeit eine so genannte Erstauswertung anzufertigen. Diese sah vor, die Symptome, die im Protokollheft an den verschiedensten Tagen geschrieben wurden, in chronologischer Reihenfolge zu ordnen und zusammenzustellen. Es durfte bei dieser Erst-Auswertung keine Bewertung stattfinden, sondern sie diente nur der Sortierung der Symptome. Die qualitative Auswertung der Protokolle und damit die Entscheidung, ob es sich um eine wahrscheinliche Prüfungsreaktion handelte, fand in der Akademie statt.

     

    Das Prüfungskonzept sah folgende Prüfungsphasen vor:

    Allem voran ging eine einwöchige Vorbeobachtung, die der Einstimmung auf die Selbstbeobachtung dienen sollte. In dieser Zeit wurden bereits Befindens- Änderungen in das Protokollheft eingetragen. Für die spätere Auswertung waren die Angaben der Selbstbeobachtung dienlich, um die eigenen Symptomatik des Probanden noch besser erfassen zu können.

    Im Anschluss an die Selbstbeobachtung begann die eigentliche Prüfungsphase, die die Einnahme aus 2 entsprechend gekennzeichneten Testfläschchen mit jeweils folgender Nachbeobachtungszeit vorsah. Bei den Testfläschchen handelte es sich um 10 ml Flacons. Als Darreichungsform wurden Globuli gewählt. Die tägliche einmalige Einnahme in den ersten 3 Tagen aus Fläschchen Nummer 1 sollte in der Zeit morgens nach dem aufstehen und vor dem Frühstück erfolgen. Trat keine Befindens- Änderung auf, so durfte man am 4. Tag der 1. Einnahmephase die Gaben a 5 Globuli nach Ermessen erhöhen. Dies war jedoch spätestens am 7. Tag der 1. Einnahmephase zu beenden. In jedem Falle bestand die Anweisung, vor jeder weiteren Einnahme  in dem Moment abzusehen, sobald sich ungewohnte oder starke Befindens- Änderungen zeigten. All dies geschah in der Absprache mit dem betreuenden Arzt die Probanden wurden ebenfalls angehalten, nicht miteinander über ihre Erfahrungen während der Prüfung zu sprechen, da eine mögliche Beeinflussung ausgeschlossen werden sollte. Bei Abbruch der Einnahme wegen einer Befindens- Änderung sollte diese so lange beobachtet und protokolliert werden, bis sie völlig abgeklungen war. Trat keine Befindens- Änderung ein, so musste jedoch in jedem Fall eine einwöchige Nachbeobachtungsphase folgen. In der gleichen Weise wurde mit der Einnahme aus dem 2. Fläschchen verfahren.

     

    Die Nachbeobachtungszeit der 2. Einnahmephase betrug 2 Wochen, da sie den Abschluss der Prüfungsphase darstellte. Erfahrungsgemäß können sich Symptome noch relativ spät einstellen, deswegen wurde die Nachbeobachtungszeit auf 14 Tage verlängert. Einige Probanden protokollierten noch über diese angegebene Zeit hinaus. Speziell weibliche Probanden wurden angehalten, Beobachtungen über etwaige Zyklusänderungen noch über eine längere Zeit anzustellen, da diese, wie aus den vorangegangenen Prüfungen zu ersehen war, noch sehr spät eintreten konnten.

     

    Am Ende der Prüfungsphase wurden dem betreuenden Arzt die Protokolle übergeben, der dann die Erstauswertung anfertigen konnte. Erst dann wurden die Protokollhefte an die Akademie gesandt.

     

     

    Auswertung der Prüfungsprotokolle

    die Auswertung der Protokolle wurde immer noch unter Wahrung des Doppelblind- Charakters in der  Akademie vorgenommen. Einzige Hilfe bei der Auswertung war die Bekanntgabe des Placebo/Verum-Schlüssels, so dass der Auswerter sehen konnte, in welchen Fläschchen sich Placebo bzw. Verum befand und in welcher Potenz Letzteres enthalten war. Für diese Prüfung galt, dass sich in den Fläschchen Nummer 1 für alle Probanden Placebo befand, die Fläschchen Nummer.2 hingegen randomisiert die Potenzen D6 oder C 30 enthielten. Von den 33 Probanden, die die gesamte Prüfungszeit durchgehalten hatten, hatten 20 eine wahrscheinlich echte Verumsymptomatik. 27 Probanden schieden wegen Urlaub, Krankheit oder ohne Nennung von Gründen aus.

     

     

    Cardiospermum halicacabum

    Cardiospermum halicacabum wurde von Wilmar Schwabe während einer seiner vielen Weltreisen, die ihn unter Anderem in den Belgisch- Kongo führten, mitgebracht. In den Tropen beheimatet ist Cardiospermum halicacabum (im weiteren nur noch Cardiospermum genannt) eine vielerorts wild wuchernde Kletterpflanze. Sie gehört zu der Familie der Sapindaceae, der Seifenbaumgewächse, von denen bislang so gut wie keine Heil- oder Nutzanwendungen bekannt waren. Diese Clusterpflanze verdankt ihren Namen dem Aussehen der knapp erbsengroßen, schwarzen-braunen Samen, die einen typischen herzförmigen weißen Fleck aufweisen. Im Deutschen wird sie unter dem Namen „Ballonrebe“ oder „gemeiner Herzsamen“ geführt. Diese Pflanze lässt sich in botanischen Gärten oder Arzneipflanzenkulturen Süddeutschlands leicht anbauen. Für die homöopathische Zubereitung und Herstellung der Urtinktur benötigt man die oberirdischen frisch blühenden Teile.

     

    In der chemischen Analyse Cardiospermums findet man Sterine (Sterole), pentacyclische Triterpene, Flavonoide und Apigenine. Von zunehmendem Interesse sind in der letzten Zeit die Sterole, die aufgrund ihrer pflanzlichen Herkunft auch Phytosterole genannt werden. Von Phytosterolen ist bekannt, dass sie über die exogene Zufuhr (Nahrungsaufnahme) in die Haut gelangen und dort eine zellmembranstabilisierende Wirkung entfalten. Es wird vermutet, dass die Phytosterole normalisierend in die Arachidonsäurekaskade  eingreifen, in deren Ablauf die Leucotriene synthetisiert werden, die mitverantwortlich zu machen sind an allergisch entzündlichen Prozessen. Diese Wirkung ist vornehmlich für die atopischen Dermatosen von Interesse, bei denen ein entzündliches, hyperämisches, teilweise ödematöses Geschehen zu Grunde liegt.

     

    Bisherige Erkenntnisse und Anwendungsmöglichkeiten von Cardiospermum halicacabum

    Nachdem Wilmar Schwabe die Pflanze in Deutschland eingeführt hatte, erfuhr er nach Jahren von deren Anwendungsmöglichkeiten. In der indischen Volksmedizin wurde sie als Emmenagogum bei verzögerten Regelblutungen, Amenorrhöen und zur Anregung der Wehentätigkeit eingesetzt. Weiterhin wurde bekannt, daß Cardiospermum als Antirheumatikum Einsatz fand. In der Eingeborenenmedizin Südafrikas wurden auch Beschwerden des Verdauungs – und Respirationstraktes behandelt. In der Heimat gilt diese Pflanze als ungiftig, konnte aber gelegentlich bei empfindlichen Menschen allergische Reaktionen auslösen. Dies gab auch den Anlass laut Schwabe Cardiospermum 1. Versuchen mit homöopathischen Potenzen zuzuführen. Bei diesen orientierenden Versuchen in den Potenzen D 3 und D 4 erwiesen sich Symptome wie Juckreiz, Hyperämien und Ödeme, die häufig im Rahmen atopischer Dermatosen auftreten, als gut beeinflussbar. Cardiospermum wurde wegen dieser Wirkung mit den Corticoiden in Bezug auf die Haut verglichen. So konnten Patienten, die über Jahre unter Corticoidbehandlung standen erfolgreich auf Cardiospermum umgestellt werden. Dies legte die Anwendung Cardiospermums als Salbe nahe, unter der sich das subjektive wie objektive Befinden rasch besserte. Weitere pharmakologische Untersuchungen, die teils unter klinischen, teils unter ambulanten Bedingungen stattfanden, bestätigen dies.

     

    In den anfangs durchgeführten Untersuchungen war ebenfalls zu sehen, dass Patienten, die neben ihrem allergischen Geschehen im Haut – bzw. Schleimhautbereich auch rheumatisch – entzündliche Zustände aufwiesen, dass sich diese rheumatischen Beschwerden besserten. Die Potenzen D1 und D2 kamen hier zur Anwendung. In einem Beobachtungszeitraum von 2 Jahren mit einem kranken Gut von ca. 120 Patienten konnten akut – rheumatische – entzündliche Beschwerden auch als Beschwerden des sogenannten Weichteilrheumatismus mit Erfolg behandelt werden. Formen des degenerativen Rheumatismus zeigten wenig Wirkung. Weitere Indikationen waren Arthritiden, Periarthritiden und Spondylarthritiden, die sich durch Injektionen mit Cardiospermum wesentlich besserten.

     

    All dies waren Prüfungen an Kranken. Zur Erschließung des Arzneimittels für die Homöopathie sind aber Prüfungen am Gesunden unumgänglich. Bisher existiert erst eine fragmentarische Vorprüfung, die von Schwabe erwähnt wird. Aus dieser Prüfung geht nicht genau hervor, wie viele Probanden teilnahmen, noch unter welchen Prüfungsbedingungen getestet wurde. Die Ergebnisse sind jedoch interessant und deswegen nachfolgend aufgelistet.

     

    Kopf

    D 4 --- Stirnkopfschmerzen; Stirndruck; Druck über den Augen; Schwindelgefühl beim aufstehen.

    D 2 --- Stirnkopfschmerzen; durch körperliche Anstrengung verschlimmert.

    Urtinktur --- schwache Kopfschmerzen

     

    Ohren

    D 2 --- Ohrenschmerzen

     

    Herz

    D 4 --- Besserung eines vorhandenen Herzstolperns; Herzschmerzen

    D 2 --- Herzschmerzen.

     

    Bauch

    D 4 --- Durchfallneigung; Magenschmerzen; Magendruck.

    D 2 --- Durchfall; Magenschmerzen nachts.

    Urtinktur --- schmerzloser Durchfall

     

    Extremitäten

    D 4 --- Zerschlagenheitsgefühl; Gliedermüdigkeit, Bedürfnis Arme und Beine zu strecken; vorher vorhandenes Schwere – und Spannungsgefühl in den Beinen verschwunden.

    D 2 --- Gliedermüdigkeit

     

    Allgemeines

    D 4 --- unmotiviertes Hungergefühl; vorhandene Schlafstörung beseitigt; ein Schlafstörung.

    D 2 --- im Gegensatz zu sonst tiefer Schlaf; Hungergefühl.

     

    Placebo

    allgemeine Abgeschlagenheit; schwache Kopfschmerzen; Magenschmerzen; leichter Durchfall

     

    Bis auf die Stirnkopfschmerzen unter D 2, die von 2 Probanden angegeben wurden, scheinen alle übrigen Symptome von einem Probanden zu stammen. Leider geht aus der Aufstellung nicht hervor, ob es sich um ein und dieselbe Person handelt.

     

     

     

    Prüfungssymptome der Arzneimittelprüfung 1988

    Symptomliste der Prüfung mit den Potenzen D 6 und C 30

     

    Nachfolgend sind die Prüfungssymptome der Arzneimittelprüfung 1988 aufgelistet.

     

     

    GEMÜT

     

    1.

    Prob.5, w., 29 J., C 30

    Am 5.Nacheobachtungstag bemerkt die Probandin: “ ... bin mundfaul, habe keine Lust, ausführlich zu antworten oder ein längeres Gespräch zu führen. Das habe ich seit ca. einer Woche. Dies ist unüblich für mich.“ (ca. Beginn 5. Verumtag)

     

    Reizbarkeit

    2.

    Anamnestisch bekannte Reizbarkeit, wird dann an nahestehende Personen abgelassen. Bei Ärger entsteht drin in den Oberschenkeln, darauf klopfen bessert. Am 6. Placebotag und in der Placebonachbeobachtung an den Tagen 10 und 11 reizbar, ungeduldig, nörgelig mit dem bekannten kribbeln in den Oberschenkeln. In der Verumphase 3. – 5. Tag (1x 5 Glob., 2x 5 Glob., 3x 5 Glob.) ist ein Intensitätsanstieg dieses Symptoms zu beobachten. Die Probanden gibt an: „... alles wird zu viel, keine Belastbarkeit vorhanden“. In der Nachbeobachtungszeit am 4. Tag „ schlecht gelaunt, reizbar und vergesslich, dies sei ungewöhnlich während der Regel.

     

    3.

    Prob. 25, m., 42 J., C 30

    am 1. Tag der 1. Verumeinnahme (1x 5 Glob.) Nervös, gereizt und ungeduldig den Patienten gegenüber. 1. Tag der 1. Nachbeobachtung nervös, unzufrieden mit der sonst gewohnten Bauchlage im Bett. Am 1. Tag der 2. Verumeinnahme gegen 8:10 Uhr allgemeine Reizbarkeit, Unerträglichkeit von Kinderlärm. (Dieses Symptom wurde von ihren Beschwerden begleitet – Sy.32).

     

    Aggressionen, innere Unruhe

    4.

    Prob., 42, w., 33 J., D 6

    vom 1. bis 6. Verumstag (1.-3. Tag je 1x 5 Glob., 4.Tag 5x5 Glob., 5.Tag 6x5 Glob., 6.Tag 5x5 Glob.) an für sich die Probanden innerlich sehr unruhig,“ wie getrieben“, „innere Kribbeligkeit“ bei gleichzeitiger Aggressivität und Gereiztheit, was der Probandin in so anhaltendem Maße noch nicht vorgekommen sei. Am 5. Verumtag fand ein ständiger Wechsel statt zwischen Aggressivität und Depressivität. In der Verum- Nachbeobachtungs-phase beschreibt sie den langsamen Rückgang der Passivität bei gleichzeitigem Hervortreten der sonst gewohnten depressiven Stimmung.

     

    Schlappheit, Erschöpfung

    5.

    Prob.5, w., 29J., C 30

    An den Verumtagen 6 und 7 (je 2x5 Glob.) „ Schwäche,... abgeneigt gegen körperliche Anstrengung, gegen Arbeit.“

     

    Missmut

    6.

    Prob. 53, w., 37J., D 6

    Am 3. Verumtag (1x 5 Glob.) Ist sie trotz wunderschönen Sommerwetter missmutig, innerlich unruhig, fast depressiv. Erst ab 13:00 Uhr fand eine Besserung statt. In der späteren Befragung der Probandin gab sie an, dass dieses Symptom für sie ungewöhnlich sei, und sie die Depression wie von innen heraus kommend empfand.

     

     

    SCHWINDEL

    7.

    Prob.36, w., 64J., D 6

    Am 6. Verumtag (4x5 Glob.) Tritt gegen Mittag ein Schwindel auf, der schlimmer ist beim stehen und Treppen steigen. Dieser Schwindel ist begleitet von einem zunehmenden Schwächegefühl; obwohl kein Hunger besteht, tritt beim Essen eine sofortige Besserung ein. Am 7. Verumtag (4x5 Glob.) und am 1. Verum- Nachbeobachtungstag entsteht erneut ein Schwächegefühl und ein Schwindel gegen Mittag. Am 7. Verumtag (4x5 Glob.) Ist es so stark, dass sie nicht Auto fahren konnte. Beide Male tritt durch Essen eine Besserung ein. Anamnestisch bekannt ist ein Schwindel bei schnellen Bewegungen.

     

     

    KOPF

    8.

    Prob.14, w., 33J., C 30

    An den Verumtagen 2-5 (2.-3.Tag je 1x 5 Glob., 4.Tag 5x5 Glob., 5.Tag 4x5 Glob.) Ist ein pulsierenden Kopf zu spüren.“... Beim bücken entsteht ein Gefühl des Blutandranges im Kopf, als ob man den Puls mitzählen könnte“.“ Beim zu Bett gehen im liegen, spüren des Pulses im Kopf“, hören des Pulses im Kopf “. Am 5. Tag (4 × 5Glob.) Nach dem aufwachen vorhanden, verschwindet erst nach dem aufstehen, beim Autofahren wiederum einsetzend, diesmal rechtsseitig.

     

    9.

    Prob. 47, m., 51J., C 30

    Am 1. Verumtag (1x5 Glob.) Über den Haufen in der Stirnmitte Kopfschmerzen, dabei leichte Übelkeit und Brechreiz. Am 2. Verumtag (1x5 Glob.) Ca. 1 h nach Einnahme Gefühl wie “ berauscht“. Leeregefühl im Kopf mit Schwindel und diffuse Kopfbeschwerden.

     

    10.

    Prob.58, m., 37J., D 6

    Am 1. Und 2. Verumtag (je 1x 5 Glob.) Druckschmerzhaftigkeit der beiden Stirnhöcker.

     

    11.

    Prob.75, w., 48J., D 6

    Vom 2. Verumtag bis zum 5. Verumnachbeobachtungstag klagt die Probanden über Spannungskopfschmerzen, die sie sonst nicht kennt. Sie treten zu unterschiedlichen Tageszeiten auf.

     

     

    AUGEN

    12.

    Prob.47, m., 51J., C 30

    Am 6. Placebotag berichtet der Proband über leichten Druck auf den Augen. Unter der Verumeinnahme am 1., 4. Und 5. Tag (1.Tag 1x5 Glob., 4.Tag 4x5 Glob., 5.Tag 2x5 Glob.) Entsteht ein Intensitätsanstieg dieses Syndroms, das den Probanden veranlasst, die Verumeinnahme abzubrechen. Am 1. Tag schilderte er zwischen 13 und 15:00 Uhr Druck auf beiden Augen. Am 4. Tag Augendruck, als wenn die Augen hervorquellen würden, 15 bis 23:30 Uhr starker Augendruck, wie vorquellend, „als ob man Glotzaugen hätte“. 5. Tag Druck hinter den Augäpfeln, daraufhin Absetzen des Prüfmittels.

     

     

    OHR

    13.

     

    Rauschen im rechten Ohr

     

    Prob.14, w., 33J., C 30

    das Symptom des Ohrenrauschens rechts ist fast ununterbrochen vom 5. Verumtag bis zum 57. Nachbeobachtungstag vorhanden. Am 5. Verumtag (4x5 Glob.) Wird ein pulssynchrones Rauschen im rechten Ohr bemerkt, das beim Sitzen auftaucht, durch aufstehen und bewegen verschwindet. Am 6. Verumtag (5x5 Glob.) und 7.Verumtag (4x5 Glob.) erneut beim aufwachen, auftreten des pulssynchronen Ohrrauschens, aufstehen und herumlaufen bessert, im Laufe des Tages nimmt das Geräusch an Lautstärke zu und erscheint auch im Sitzen, verschwindet nicht mehr sofort bei Bewegung, braucht ein paar Minuten um abzuklingen. „... Das Geräusch wird langsam provoziert war, sobald ich motorisch ruhig werde, Sitze, liege oder stehe, entsteht es nach ein paar Minuten.“ „... Beim liegen am Strand ist das Ohrgeräusch trotz Meeresrauschen zu hören. “ „ ... Bin in der Nacht durch das laute Ohrgeräusch wach geworden, habe Schwierigkeiten, dann wieder wegen des lauten Geräusches einzuschlafen.“ In den Nachbeobachtungstagen 1-10 wird das Ohren Rauschen immer lauter, ist nun permanent vorhanden ohne die bisherige Besserung durch Bewegung.“... Nur bei heftigen Bewegungen, wie das herum tollen mit den Kindern, lässt es nach.“...“ das Rauschen rechts ist nun so laut, dass ich Schwierigkeiten habe zu hören, wenn ich auf dem linken Ohr liege.“ Ab dem 11. Nachbeobachtungstag setzt ein ganz allmählicher Rückgang an langsam wird es leiser und die zu anfangs festgestellte Bewegungsbesserung setzt wieder ein. Erst in der späten Nachbeobachtungsphase ab dem 31. Tag tritt es nicht mehr regelmäßig täglich auf.

     

    14.

    Prob.67, w., 29J., D 6

    Am 3. Verumtag ( 1x5 Glob.) . Entsteht bei der Probandin gegen Mittag ein leichter Kopfdruck, als ob jemand  ihr die Ohren zuhält. Im Ohr hörte sie einen leichten, hellen  Summton in hoher Frequenz. All dies störte sie nicht übermäßig. Am 4. Verumtag (3x5 Glob.) Ist der helle Summton deutlich zu hören, begleitet von einem ihr bekannten Surren im Kopf mit leichtem Druck über beiden Schläfen. Am 5. Verumtag (4x5 Glob.) Immer noch der feine, helle Summton, der nachmittags besonders deutlich ist.

     

     

    NASE

     

    15.

    Prob.67, w., 29J., D 6

    die Probandin leidet stark unter Heuschnupfen. Familiärer Heuschnupfenbelastung ist bei allen Geschwistern vorhanden. In der gesamten Vorbeobachtungs-, Placebo-und Placebonach-Beobachtungszeit klagte die Probandin über Nasejucken, meist wässriger Sekretfluss aus der Nase, verschlechtert in der Natur, häufiges Niesen, verstopft sein der Nase. Während der Verumeinnahme gingen die beschriebenen Symptome des Heuschnupfens stark zurück, wurden nur noch am 1. und 3. Verumtag (je 1x5 Glob.) genannt und auch an diesen Tagen waren sie viel schwächer. Die Nase lief am 1. Verumtag nur morgens, leicht wässrig, war tagsüber frei und erst am Abend gegen 21:00 Uhr für ca. eine halbe Stunde Einsetzen des Naselaufens. Am 3. Verumtag nur morgens ein wenig Nasensekret.

     

     

    MUND

    16.

    Prob.41, w., 27J., C 30

    4. bis 5. und 7. Verumtag (4.-5.Tag je 3x5 Glob., 7.Tag 4x5 Glob.) . Die Probanden einen üblen, metallischen Geschmack im Mund, der an diesen Tagen eine Übelkeit verbunden mit Aufstoßen begleitete. Der metallische Geschmack entstand jeweils nach dem Aufstoßen. (Sy. 21)

     

    17.

    Prob.49, m., 36J., C 30

    Anamnestisch bekannt: Beiträge Mundgeruch am frühen Morgen. In der Verumnachbeobachtungsphase wird erwähnt,“ der Mundgeruch, der besonders morgens öfter auftrat, ist in letzter Zeit nur noch gering bemerkbar.“

     

    18.

    Prob.67, 2, 29J., D 6

    Am 5. Verumtag ( 4x5 Glob.) Bildete sich eine kleine Aphte an der Unterlippe in Mundschleimhautbereich, schmerzhaft beim Essen oder Trinken.

     

     

    ZUNGE

     

    19.

    Prob.25, m., 42 J., C 30

    Am 1. Tag der 1. Verumeinnahme (1x5 Glob.) Gegen 10:00 Uhr brennende Zunge und äußerst empfindliche Zungenspitze, Dauer 2 h.

     

     

     

    MAGEN

     

    20.

    Prob.25, m., 42 J., C 30

    Am 1. Tag der Verumeinnahme (1x5 Glob.) Unruhe im Magen, Gefühl,“ als auch etwas fliegen würde“. Durst auf kleine Mengen Sprudelwasser. Am 1. Tag der Verumeinnahme (2x5 Glob.) Zusammen mit den Nierenbeschwerden (Sy. 32) Übelkeit vormittags, gegen Abend keinen Appetit, kaltes Wasser tropfenweise getrunken bessert.

     

    21.

    Prob. 41,2., 27J., C 30

    Am 1. Verumtag (1x5 Glob.) nachmittags nach der 2. Tasse Kaffee Übelkeit, die sie sonst erst nach der 7. Tasse kennt. Am 4. Verumtag (3x5 Glob.) Ab 13:00 Uhr Übelkeit mit aufstoßen und Meteorismus. Nach dem aufstoßen entsteht ein übler, metallischer Geschmack im Munde. Es besteht ein Verlangen nach Obst, überhaupt nach Nahrungsaufnahme, diese bessert aber nicht, sondern verstärkt die Übelkeit. Zur selben Zeit beginnt das Gefühl des nicht richtig atmen könnens, so als sei der Brustkorb zu eng, als könne die Luft nicht tief genug eingeatmet werden. Dies hält nur ca. 1 h an (Sy.45). Am 5. Verumtag ist die gleiche Übelkeit vorhanden in der Zeit 10 bis 15:00 Uhr, dann verschwindet das Symptom. Am 7. Verumtag (4x5 Glob.) Gegen 19:30 Uhr Wiederauftreten der Übelkeit mit Aufstoßen, begleitet von einem schrecklichen Mundgeschmack, am ehesten als“ metallischer“ zu bezeichnen. Am 1. Verumnachbeobachtungstag ab 10:30 Uhr starke Übelkeit mit Brechreiz und dauerndem Aufstoßen, muss zur Besserung umhergehen, ist dabei unruhig und zittrig. Die Übelkeit hält bis zum Abend an und wird dann langsam besser.

     

     

    BAUCH

     

    22.

    Prob.15, m., 27J., D 6

    Am 4. Verumtag ( 4x5 Glob.) „Stechende Schmerzen im rechten Unterbauch von 9 9:15 Uhr die aber ohne besondere Maßnahmen der verschwanden“.

     

    23.

    Prob. 49, m., 36J., C 30

    4. Verumnachbeobachtungstag zwischen 12 bis 20:00 Uhr leichte Oberbauchschmerzen mit Übelkeit und Diarrhoe. (Sy. 27)

     

    24.

    Prob.51, m., 44J., C 30

    Am 6. Und 7. Verumtag (je 3x5 Glob.) vermehrte Blähbeschwerden und Darmtenesmen bei übelriechenden Winden und häufigem Stuhldrang. Am 1. und 2. Tag der Nachbeobachtung weiterhin Darmtenesmen, häufiger Stuhldrang, Abgang von übelriechendem, weichem Stuhl in geringer Menge. Kaffeegenuss verstärkt diese Beschwerden.

     

    25.

    Prob. 54, w., 37J., C 30

    In der Nacht zum 1. Verumnachbeobachtungstag ( nach 7 Tagen Einnahme von tgl. 1x5 Glob.) Erwacht die Probandin gegen 2:00 Uhr nachts mit Krämpfen im Unterbauch und Durchfall, der bis ca. 18:00 Uhr anhält.

     

    26.

    Prob. 54, w., 37J., C 30

    Vom 4.-7. Verumtag (tgl. je 1x5 Glob.) bildet sich  bei der Probandin in eine verstärkte Venenzeichnung am Unterbauch aus. Dies beginnt in der rechten Leistengegend, rechts stärker als links, zieht sich seitlich nach oben nicht ganz bis zum Rippenbogen, wird nach oben hin schwächer. Anamnestisch bekannt, während der 2. und 3. Schwangerschaft aufgetreten, mit Verstärkung nach der 3. Schwangerschaft zur gleichen Zeit bestehen auch hämorrhoidale Beschwerden. (Sy.30). Vor und am Beginn der Prüfung war dieses Symptom nicht vorhanden.

     

     

    AFTER

     

    27.

    Prob.49, m., 36J., C 30

    Am 2. Tag unter Verum ( 1x5 Glob.) 6-8 Mal Schlei Niger Stuhlgang, ab nachmittags zunehmende Durchfalltendenz. Ursache unbekannt. Am 3. Verumtag ( 1x5 Glob.) Besserung im Laufe des Nachmittags, gegen Abend ganz weg. Am 4. Verumnachbeobachtungstag zwischen 12 und 20:00 Uhr leichte ober Bauchschmerzen mit Übelkeit und Diarrhoe. Der Stuhl ist fast ganz wässrig, 3x Stuhlgang.

     

    28.

    Prob.54, 2., 37J., C 30

    In der Nacht zum 1 Verumnachbeobachtungstag (nach 7 Tagen Einnahme von tgl. 1x5 Glob.) Erwacht die Probandin gegen 2:00 Uhr nachts mit Krämpfen im Unterbauch und Durchfall, der bis ca. 8:00 Uhr anhält.

     

    29.

    Prob. 75, w., 48J., D 6

    Vom 2.-5. Verumtag (2.-4.Tag je 1x5 Glob., 5. Tag 3x5 Glob.) bemerkt die Probandin häufigeren Stuhlgang. Am 3. Verumnachbeobachtungstag am Morgen Durchfall.

     

     

    Hämorrhoidale Beschwerden

     

    30.

    Prob. 54, w., 37J., C 30

    An den Verumtagen 3-7 ( tgl. je 1x5 Glob.) Beschwerden im Analbereich wie folgt:

    3. Verumtag Schmerzen am After wie von Hämorrhoidalknoten, verschlechtert bei Bewegung, den ganzen Tag über anhaltend. Am 4. Verumtag: Kirschkern- großer blau-roter Hämorrhoidalknoten, sehr schmerzhaft, Entstehungsursache sei der Probandin unklar. 5.-7. Verumtag leichte Besserung der Hämorrhoiden, inzwischen aber 3 kleine Knoten vorhanden. In der Nachbeobachtungszeit an den Tagen 1-6 allmählicher Rückgang der hämorrhoidalen Beschwerden, die Knoten werden kleiner und sind auch nicht mehr schmerzhaft. Am 6. Verumnachbeobachtungstag  sind keine Noten und keinerlei Beschwerden mehr vorhanden. Aus der Anamnese ist bekannt, dass die Probandin während ihrer 2. und 3. Schwangerschaft Hämorrhoiden entwickelte. Zur gleichen Zeit entsteht eine verstärkte Venenzeichnung auf dem Bauch (Sy. 25).

     

    Jucken am After

     

    31.

    Prob. 67, w., 29J., D 6

    Am 2. Und 3. Verumtag (je 1x5 Glob.) in der Bettwärme Jucken um den After, das ziemlich stark störte und während der Nacht anhielt. Am 3. Verumtag war der Juckreiz um den Anus verbunden immer noch vorhanden, beim Schwitzen auffällig stark, Bettwärme verschlimmerte nicht mehr.

     

     

    HARNTRAKT

     

    32.

    Prob.25, m., 42J., C 30

    Am 2.-4. Verumnachbeobachtungstag der 1. Verumeinnahme (1x5 Glob.) stellt der Proband Rückenschmerzen in der Nierengegend fest. Diesem Symptom geht unter der 1. Verumeinnahme ein ziehender Penisschmerz (Sy. 36) und das Gefühl einer vollen Harnblase (Sy. 34) voraus. Unter der 2. Verumeinnahme (7.15 Uhr, 1x5 Glob.) beginnt gegen 7:25 Uhr ein plötzlicher, reißender Rückenschmerz in der Nierengegend, mit Übergang zu Brennen und Ausstrahlung in die rechte Scapula, „ als ob zwei glühende Bügeleisen über den Nieren seien“. Stechende Schmerzen beim einatmen und Übelkeit kommen hinzu. 8:10 Uhr allgemeine Reizbarkeit, Unerträglichkeit von Kinderlärm, Absagen aller Patiententermine, Notfälle können nur noch sitzend bearbeitet werden. Nierenschmerzen werden intensiver, jegliche Bewegung im Lendenwirbelbereich unmöglich. Versuch der Antidotierung mit Traumeel i.m. keine Besserung.  Gegen 10 Uhr 5 Glob. Nux vomica D 12, leichte Besserung. Unterbrechung der Praxisarbeit von 12 bis 17:00 Uhr auch im Liegen starke LWS- Schmerzen, Furcht vor jeder Lage Veränderung, lautes Stöhnen. Gefühl,“ als ob der Körper in Teile getrennt sei“, heißes innerliches brennen, Druck bessert. Kein Appetit, kaltes Wasser tropfenweise getrunken beruhigt. Starker Rückenverspannung, skoliotische Haltung. Drehen im Rücken unmöglich, dieses einatmen verursacht starke Schmerzen. 1. Tag der 2. Verumnachbeobachtung (nach einer weiteren Gabe von 5 Glob.) Gegen 8:00 Uhr Rückenschmerzen noch immer intensiv, Arbeit in der Praxis jedoch möglich. Seit 18 h kein Urin mehr. Einnahme von 10 Tropfen Juniperus, darauf nach 10 min Abgang von 1 Urin, danach Nachlassen des Schmerzes. 10:00 Uhr Einnahme von 10 Tropfen Traumeel. 16:00 Uhr Schmerzen im Lendenbereich nur noch bei schnellen Drehungen. 22:00 Uhr erneut auftreten von heftigen ziehenden Schmerzen unter der rechten Scapula, weiterhin skoliotische Haltung. Schlaf nur in rechter Seitenlage möglich, sehr unruhig, Schmerzen beim tiefen Durchatmen.

     

    33.

    Prob. 13, w., 33J., C 30

    Vom 17.- 20. Nachbeobachtungstag cystitische Beschwerden.

    „... Ziehender Schmerz nach dem Wasserlassen in der Urethra, dabei ein stechender Uringeruch. „ ... Schmerzen und zusammenziehen nach der Miktion, häufiges Wasserlassen, bei kleinen Mengen an Urin“. Solche Cystitisbeschwerden seien bei der Probandin noch nie vorgekommen. Sie habe zwar am 16. Nachbeobachtungstag im Meer gebadet, habe aber bei sich noch nie einen Beginn von Beschwerden durch Unterkühlung feststellen können. Durch erhöhte Trinkmengen am 20. Tag gehen die Beschwerden langsam zurück, der Uringeruch normalisiert sich, nur noch“ zusammenziehen“ nach der Miktion vorhanden. Am 21. Nachbeobachtungstag keine Beschwerden mehr. (Sy. 35)

     

    34.

    Prob. 25, m., 42 J., C 30

    Am 1. Verumtag der 1. Verumeinnahme (1x5 Glob.) besteht das Gefühl einer vollen Blase zu 1 h nach dem Wasserlassen. Diesem Symptom geht ein Wasserlassen mit Pennisschmerz gegen 18 Uhr voraus. Ebenfalls wird berichtet, dass die letzten Urintropfen „ nicht heraus wollen“. Am 3. Nachbeobachtungstag der 2. Verumeinnahme entsteht ein Wärmegefühl im Blasenbereich. Dieses Symptom entstand nach erheblichen Nierenbeschwerden (Sy. 32), die unter der 2. Verumeinnahme (1x5 Glob.) auftraten.

     

     

     

    URIN

     

    35.

    Prob.14, w., 33J., C 30

    A, 17.-19. und 23. Nachbeobachtungstag hat die Probandin bedingt durch cystitische Beschwerden (Sy. 33) einen stechenden, scharfen Uringeruch

     

     

     

    MÄNNLICHE GENITALIEN

     

    36.

    Prob. 25, m., 42 J., C 30

    Am 1. Verumtag der 1. Verumeinnahme (1x5 Glob.) gegen 18 Uhr Pennisschmerz beim Wasserlassen, die letzten Urintropfen „ wollen nicht heraus“. Das Gefühl einer vollen Blase besteht bis zu einer Stunde nach dem Wasserlassen. Am 3. Nachbeobachtungstag  der 2. Verumeinnahme entsteht ein Wärmegefühl im Blasenbereich. Dieses Symptom entstand nach erheblichen Nierenbeschwerden (Sy. 32), die unter der 2- Verumeinnahme (1x5 Glob.) entstanden.

     

     

     

    WEIBLICHE GENITALIEN

     

    Menses

    Zyklusschwankungen

     

    37.

    Prob. 14, 2., 33J., C 30

    Am 21. Tag der Nachbeobachtung „ ... habe den Eindruck, mein Zyklus sei verschoben, keine Anzeichen vom bevorstehenden Eisprung vorhanden“. Erst am 23. Nachbeobachtungstag die Bemerkung „vermutlich Eisprung im Anzug“.

     

    38.

    Prob. 14, w., 33J., C 30

    Am 38. Nachbeobachtungstag die Angabe „ Menses vorbei, kürzer als sonst“.

     

    39.

    Prob. 27, w., 37J., C 30

    Nach Beendigung der Verumnachbeobachtungszeit (8 Tage) gibt die Probandin an, das ihre Mens um 2 Tage später gekommen sind als üblich ( am 34. Tag).

     

    Regelblutung, verstärkt

     

    40.

    Prob. 41, w.,, 27J., C 30

    Im Anschluss an die Verumnachbeobachtungsphase stellt die Probandin fest, dass die erste auf die Prüfphase folgende Menstruationsblutung so stark wie noch nie sei.

     

    Regelblutung, klumpig

     

    41.

    Prob.26, w., 35 J., D 6

    1. und 2.Tag der 2. Verumnachbeobachtung war der Regelfluss klumpig, was die Probandin sonst nicht kenne.

     

    Pruritus

     

    42.

    Prob. 26, w., 35 J., D 6

    1. Tag der 1. Verumnachbeobachtung gegen 19 Uhr Juckreiz der Scheide

     

    43.

    Prob. 75, w., 48 J., D 6

    In der Verumnachbeobachtung vom 4.- 14. Tag stellt die Probandin vaginalen Ausfluss und Juckreiz fest. Am 4. Nachbeobachtungstag bemerkt sie ein vaginales Jucken und leichten Ausschluss.  Am 5. Verumnachbeobachtungstag ist der Ausfluss weniger, Jucken weiterhin vorhanden, brennende Schmerzen in der Vagina, gerötet. Am 6. Verumnachbeobachtungstag nach Geschlechtsverkehr starke Schmerzen in der Vagina, normalerweise tritt nach Geschlechtsverkehr Besserung ein. Am 8. Verumnachbeobachtungstag starke brennende Schmerzen in der Vagina. Juckreiz weiterhin vorhanden, Verschlechterung durch kratzen, sehr wundes Gefühl. 9.-14. Verumnachbeobachtungstag immer wieder auftauchendes Jucken vaginal und in der näheren Umgebung.

     

    Zwischenblutung

     

    44.

    Prob. 41, w., 27J., C 30

    Am 6. Verumtag (3x5 Glob.) sind Spuren einer Zwischenblutung vorhanden. Am 7. Verumtag (4x5 Glob.) Gegen 20:00 Uhr entstehen krampfhafte, drückende Schmerzen in der Gebärmutter, die die Probandin sonst nur vor Eintritt der Menses hat. Sie befindet sich aber erst in der Phase der Ovulation, gleichzeitig ist ein bräunlich gefärbter Ausfluss vorhanden. Der bräunliche Ausfluss hält noch an den 1. beiden Tagen der Verumnachbeobachtungsphase an. Dieser Ausfluss ist im letzten Jahr schon einmal im Rahmen einer Cervicitis aufgetaucht.

     

     

    BRUST
    Atmung

     

    45.

    Prob. 41, w., 27J., C 30

    Am 4. Verumtag (3x5 Glob.) gegen 13:00 Uhr entsteht das Gefühl nicht richtig atmen zu können, so als sei der Brustkorb zu eng, es könne die Luft nicht tief genug eingeatmet werden. Dies hält für ca. 1 h an. Zur gleichen Zeit besteht eine Übelkeit (Sy.21).

     

    Herz

     

    46.

    Prob. 67,w., 29J., D 6

    Am 4. und 6. Verumtag (4.Tag 3x5 Glob., 6.Tag 4x5 Glob.) hat die Probanden das Gefühl Herzklopfen zu haben, ohne eine Pulsbeschleunigung festzustellen, verstärkt ist dies gegen Abend hin. Ausstrahlung bis in den Halsbereich, Dauer ca. 1 h.

     

     

     

    RÜCKEN

     

    47.

    Prob. 25, M., 42 J., C 30

    Unter der 1. Verumeinnahme (1x5 Glob.) Gegen 10:00 Uhr Verspannungen im Rücken, drückender Schmerz unter der rechten Scapula. Unter der 2. Verumeinnahme bei gleichzeitigen Nierenbeschwerden (Sy. 32) Rückenbeschwerden in der Nierengegend, jede Bewegung im LWS- Bereich war unmöglich (gegen 8:10 Uhr). Im liegen von 12 bis 17:00 Uhr starke Beschwerden im LWS-Bereich, Furcht vor jeder Lageveränderung,“ Gefühl als ob der Körper in Teile getrennt wäre“. Am 1. Tag der 2. Verumnachbeobachtung noch immer intensive Rückenschmerzen, gegen 16:00 Uhr treten die Schmerzen nur noch nach schnellen Drehungen (Bewegungen) auf, gegen 22 Uhr erneut Auftreten von heftigen ziehenden Schmerzen unterhalb der rechten Scapula, weiterhin skoliotische Haltung, Schlaf ist nur in rechter Seitenlage möglich. Am 2. Tag der 2. Verumnachbeobachtung lassen die Rückenverspannungen nach. Anamnestisch bekannt: unelastische WS, Bleigefühl in der Lendengegend, bei Wetterwechsel gelegentlich Rückenmüdigkeit.

     

    48.

    Prob. 32, m., 46J., C 30

    In der Verumnachbeobachtungsphase 1.-5. Tag „hexenschußartige“ Rückenschmerzen, rechts stärker, verschlechtert durch Bücken, Drehen, beim Beugen stechender Schmerz, durch ca. 3o-minütiges Liegen besser. Am 3. Tag nach Blähungsabgang (gegen 16 Uhr) sind die Rückenschmerzen besser, nur noch leichte Steifigkeit vorhanden.

     

    49.

    Prob.32, m., 46J., C 30

    4.-6.Verumtag ( 4.Tag 2x5 Glob., 5.Tag 3x5 Glob., 6.Tag 3x5 Glob.) und 1.-3.Verumnachbeobachtungstag leichte Nackensteifigkeit, Kinn beugen verschlechtert und verursacht Knacken in der HWS. Drehbewegungen nach links stärker beeinträchtigt als nach rechts.

     

     

    50.

    Prob.41, m., 51J., C 30

    5. Verumtag (2x5 Glob.) Nackenschmerz und Schulterschmerz links, stechend bis 23:00 Uhr. Am 1. Verumnachbeobachtungstag mit Nackenschmerzen aufgewacht, die bis 12:00 Uhr anhalten.

     

     

     

    EXTREMITÄTEN

     

    51.

    Prob. 25, m., 42J., C 30

    Unter der 1. Verumeinnahme 1. Tag (1x5 Glob.) Gegen 8:50 Uhr plötzliches auftreten von ziehenden, brennenden Schmerzen im rechten Sprunggelenk, Stauungsgefühl in der rechten Wade und konnte kaum auftreten. Intensivierung des Schmerzes gegen 9:20 Uhr, so dass laufen nur mit elastischer Ringe möglich ist, Druck bessert. Gegen 16:00 Uhr Nachlassen des Fußschmerzes. Anamnestisch liegt eine alte Verletzung des linken Sprunggelenks vor.

     

    52.

    Prob. 34, m., 35J., C 30

    Am 2. Verumtag (1x5 Glob.) Gegen 16:00 Uhr leichte Schmerzen im rechten Oberschenkel beim laufen, muskelkaterähnlich-ziehend. Gegen 18:30 Uhr gleichartige Schmerzen auch im linken Oberschenkel. Nach dem aufstehen vom setzt gegen 19:30 Uhr wieder ziehende Schmerzen in beiden Oberschenkeln, vom Knie bis in die Leistengegend. 3.Verumtag (1x5 Glob.) Gegen 4:30 Uhr beim aufstehen wieder ziehende Schmerzen in beiden Oberschenkeln, besonders in der Leistengegend, nach zehnminütiger Bewegung lassen die Schmerzen etwas nach. 12:35 Uhr: die Schmerzen sind nun auch im Sitzen beiden Oberschenkeln vorhanden. Die Schmerzen lassen nach bei Bewegung, doch kurz nach dem aufstehen sind sie in den Leisten und Oberschenkeln besonders stark, beim liegen tritt Besserung ein.

     

    53.

    Prob. 36, w., 64J., D 6

    Anamnestisch bekannt: gelegentlich reissende Gelenkschmerzen wechselnder Lokalisation. Am 4. Verumtag (2x5 Glob.) ziehende leichte Schmerzen in den Schultern und Kniegelenken, den ganzen Tag über bei jedem Schritt. Am 5. Tag (3x5 Glob.) noch leichte ziehende Schmerzen in den Kniegelenken rechts stärker als links.

     

    54.

    Prob. 54, w., 37J., C 30

    In der Verumnachbeobachtungszeit vom 20. bis 26. Tag bemerkt die Probandin ein Kältegefühl und ein leichtes kribbeln im rechten Fuß.

     

    55.

    Prob. 67, w., 29J., D 6

    Am 2. Tag der Verumeinnahme (2x5 Glob.) abends ein Kribbeln an den Füssen und Unterschenkeln in der Bettwärme.

     

     

     

     

     

    HAUT

     

    56.

    Besserung der Eigensymptomatik

     

    Prob. 24, m., 34 J., C 30

    Ein anamnestisch bekanntes seborrhoisches Ekzem, rechtes und linkes Ohr, linke nasolabiale Falte, wird in der Vorbeobachtungsphase und in der Placebophase beschrieben. Während der gesamten Verumphase und bis zum 6. Nachbeobachtungstag wird dieses sonst ständig vorhandene Symptom nicht mehr beschrieben. Erst am 6. Nachbeobachtungstag tritt es wieder im Bereich der Nase auf, wie immer rot, juckend, schuppend, verschlimmert durch warmes Wasser.

     

    57.

    Prob. 47, m., 51J., C 30

    5. Verumtag (2x5 Glob.) Haupt an den Händen auffällig trocken, wie Greisenhaut. 1. Verumnachbeobachtungstag Haut an den Händen und Lippen ungewöhnlich trocken. 2. Verumnachbeobachtungstag etwas weniger trocken und 3. Verumnachbeobachtungstrag wieder normal.

     

     

    SCHWEISS

     

    58.

    Besserung der Eigensymptomatik

     

    Prob. 5, w., 29J., C 30

    Anamnestisch bekannt: Schweißneigung axillär und im Gesicht, morgens beim erwachen, vor allem nach zu wenig Schlaf, schwitzen bessert. Die bekannte Schweissneigung wird fast durchgängig beobachtet, nur in der Verumphase 1.-4. Und 6. Tag (1.-3. Tag je 1x5 Glob., 4. Tag 2x5 Glob., 6. Tag 4x5 Glob.) wird ein „ Erwachen ohne Schweiss“ angegeben.

     

    59.

    Prob.47, m., 51J., C 30

    Am 5. Verumnachbeobachtungstag (2x5 Glob.) mit Schweißausbruch aufgewacht

     

     

     

    ALLGEMEINES

     

     

    60.

    Prob. 27, w., 37J., C 30

    Am 5. Und 6. Tag der Verumphase (ohne Angabe der Einnahmefrequenz) erwacht die Probandin morgens  mit einem Gefühl der Zerschlagenheit, Besserung tritt erst gegen 10 Uhr ein. An diesen Tagen bestehen ebenso Gliederschmerzen und am 4. Verumtag wird berichtet „ ein Gefühl von Grippe im Körper zu haben“.

     

    61.

    am 4. Tag der Verumphase (2x5 Glob.) entsteht ein allgemeines schlappes und müdes Gefühl, „ als ob sie etwas ausbrüte“. Am 6. Verumtag (4x5 Globuli) gegen Mittag zunehmendes Schwächegefühl, obwohl kein Hunger besteht, tritt beim Essen eine sofortige Besserung ein. Dieses Schwächegefühl ist begleitet von Schwindel, schlimmer beim Stehen und Treppensteigen. Am 7. Verumtag (4x5 Globuli) und am 1. Verumnachbeobachtungstag entsteht erneut ein Schwächegefühl und Schwindel gegen Mittag. Am 7. Verumtag ist es so stark, dass sie nicht Auto fahren konnte. Beide Male tritt durch Essen eine Besserung ein. Anamnestisch bekannt ist ein Schwindel bei schnellen Bewegungen.

     

     

     

    Bibliografie:

    1)

    Schwabe, W. Erste Erfahrungen mit einigen exotischen Heilpflanzen in homöopathischer Verarbeitung, Allgemeine Homöopathische Zeitung (AHZ), 1972, 146- 150

     

    2)

    Schwabe, W. Übersicht über neuere Arzneipflanzen, die sich in den letzten 20 Jahren in der Homöopathie und der Phytotherapie bewährt haben. Allgemeine Homöopathische Zeitung (AHZ), 5 (1980), 217- 229

     

    3)

    Wiesenauer, M. Cardiospermum halicacabum. Allgemeine Homöopathische Zeitung (AHZ) 4, (1983), 139-143

     

    4)

    Wiesenauer,M. Homöopathie allergischer Erkrankungen. Allgemeine Homöopathische Zeitung (AHZ), 4, (1985), 136-137

     

    5)

    Homöopathisches Arzneibuch (HAB), Amtliche Ausgabe. 4. Nachtrag 1985

     

    6)

    Schreiner, H. Phytosterole- ein neues, biologisches Wirkprinzip bei vielen Dermatosen Deutsche Apotheker Zeitung, 42, (1987), 26-27

     

    7)

    Künstler, K,. Konstitutionsermittlung in Iridoidglucosiden mit Hilfe der C-13-NMR- Spektroskopie und Isolierung und Konstitutionsermittlung von Inhaltsstoffen aus Cardiospermum Halicacabum. Inaugural- Dissertation zur Erlangung er Doktorwürde der Naturwissenschaftlichen Gesamtfakultät der Ruprecht- Karl- Universität, Heidelberg, 1975