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    Granite

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    REMEDY ABBREV.

    Lap-gr-mai. (Maissau)

    MASTER PROVER

    1) Dr. B. Schmid, OEGHM, Austria

    2) Dr. P. Andersch- Hartner, Austria

    YEAR

    1) ???2) 1994/ 95

    PROVING METHOD

    1) single blind trial

    2) single blind trial

    PLACEBO?

    probably no placebo given in both the provings

    BLINDING?

    1) Remedy unknown to the 8 provers

    2( Remedy unknown to the 10 provers

    PHARMACY OF REMEDY IN PROVING

    Mag. Heidemarie Brunner, Austria

    Description of the substance

    A homeopathic drug proving- now termed a homeopathic pathogenetic trial- of Austrian Granite, Lapis granites Maissau

    Eine homöopathische Arzneimittelprüfung von Granit, (Lapis granites Maissau, Oesterreich)

     

    Proving document currently available only in German

     

    Published in the Austrian journal Documenta Homoeopathica No.17

     

     

    Granit

    Urgesteinsprüfungen

    Einleitung

     

    In den folgenden Artikeln findet sich einiges über Granit. Es ist mir wichtig, auch wenn sich einiges, sowohl in medizinischer als auch persönlicher Sicht, weiterentwickelt hat, die Reihenfolge so zu lassen, wie sie chronologisch entstanden ist:

    • Versuch einer Annäherung an das Urgestein (Bernhard Schmid)
    • Prüfung in der Steiermark (Peter Andersch-Hartner)
    • Prüfung im Waldviertel (Bernhard Schmid)

    Ich glaube, auch um Objektivität zu wahren, daß es Sinn macht, zwei (genau genommen waren es mit der ersten „Probebohrung“ drei) von einander unabhängige Aufarbeitungen zum Entstehen des noch sicher unvollständigen Arzneimittels hintereinander darzustellen. Die Intensität so mancher durchgemachter Selbsterfahrung mit dem Granit läßt mich nicht zweifeln, daß diese Substanz, die einen wesentlichen Teil der Erdkruste bildet, auch im homöopathisch/therapeutischen Bereich ihren Platz finden wird.

     

    Als Abschluß dieser Einleitung möchte ich den Beginn der Erzählung Granit aus Adalbert Stifters Bunten Steinen zitieren:

    „Vor meinem väterlichen Geburtshause, dicht neben der Eingangstür in dasselbe, liegt ein großer achteckiger Stein von der Gestalt eines sehr in die Länge gezogenen Würfels. Seine Seitenflächen sind roh ausgehauen, seine obere Fläche aber ist von dem vielen Sitzen so fein und glatt geworden, als wären sie mit einer feinen Glasur überzogen. Der Stein ist sehr alt, und niemand erinnert sich, von einer Zeit gehört zu haben, wann er gelegt worden sei. Die urältesten Greise unseres Hauses waren auf dem Stein gesessen, sowie jene, welche in zarter Jugend hinweggestorben waren und nebst all den andern in dem Kirchhof schlummern …“

     

    Ein kleiner aber wichtiger, weil kritischer Zwischensatz: ein Zitat von Goethe aus „Zur Natur- und Wissenschaftstheorie“, Aphorismen:

    (52) Die Erscheinung ist vom Beobachter nicht losgelöst, vielmehr in die Individualität desselben verschlungen.

     

    Granit – Versuch einer Annäherung an das Urgestein

    Bernhard Schmid

    Ich wohne im Waldviertel – unter anderem auch, weil mich diese Gegend fasziniert hat, und weil ich sie als schön empfinde. Ich suchte nach den Gründen, die mir dieses Gefühl vermitteln. Die Sehnsucht trieb mich in diese Gegend – eigentlich nichtsahnend, worauf ich mich einlasse –, denn in diesem Gebiet lebt auch eine seltsame Art von Menschen, die nicht immer ganz leicht zu nehmen ist – und wahrscheinlich bin ich inzwischen auch einer von ihnen geworden, ohne es wirklich zu merken. Ist es der Granit? Es sind hier verschlossene, ehrgeizige Menschen, die diesem sehr kühlen, kargen Land mit seinem blaugrauen Untergrund etwas abringen – aber das Blaugrau des Granits hat viele Varianten und Schattierungen.

     

    Anfänglich, als ich in diese Gegend kam, wußte ich nicht, ob ich diese Verschlossenheit, gepaart mit Materialismus, dem Erdäpfel zuordnen sollte – der ja ein Nachtschattengewächs ist und bei uns neben dem Wald und den Felsen die Landschaft und im weiteren auch den Speiseplan prägt. (Schweizer Hebammen sollen den Schwangeren abgeraten haben, Kartoffeln zu essen – die Kinder bekämen einen Wasserkopf und würden phantasielos – laut einem alten Buch.)

    Die Erdäpfel – lat. Solanum tuber aegro – die Frucht Solanum tuberosum. Der Extrakt aus Blüten und Blättern hat laut Madaus eine opiumähnliche Wirkung und wurde gegen Husten und Krämpfe gegeben.

     

    Hier auch gleich der Konnex zu einer Pflanze, die diese Gegend auch prägt und berühmt gemacht hat: der Mohn. Der Waldviertler Mohn wird kulinarisch sehr geschätzt und enthält, je nach Jahr, einen unterschiedlichen Gehalt an Opiaten. Wir finden im Arzneimittelbild von Opium: ist sich selbst genug, aber auch schreckliche Phantasiebilder – Teufelsphantasien. Ich möchte hier erwähnen, daß einige Granitformationen mit dem Attribut „Teufel“ besetzt werden, wie z.B. Teufelsbett, Teufelsmühle, usw. … Opium ist auch sich selbst genug – auf sich selbst zurückgezogen, und das ist auch so etwas Waldviertlerisches, auch die Neigung zur Sucht – im Sinne von Alkoholismus – paßte mir ganz gut in dieses Bild – auch die doch sehr häufigen Apoplexien in ihrer eher „roten“ Variante – man könnte diesem Land noch viele Opiumsymptome zuordnen, aber vielleicht ist das nur die Folge einer chronischen Mohnvergiftung. Es war hier üblich, Säuglingen bei Unruhezuständen sogenannte Mohnzuzler erfolgreich zur Beruhigung zu geben. Aber das war auch nicht das Land und seine Menschen alleine – ich suchte bei Silicea – den Quarz gibt es ja hier in Hülle und Fülle – auch in der kristallinen Form, als Bergkristall versteckt in Rissen, in Höhlen, also nicht unmittelbar sichtbar – aber das war es auch nicht. So hoffnungslos, erschöpft sind sie nicht, meine Landsleute – vielleicht in früheren Jahren gewesen, aber Silicea verträgt keine alkoholischen Stimulanzien, die Menschen dieser Gegend schon. Die Dickköpfigkeit könnte passen, nicht jedoch die Nachgiebigkeit, die Schwachherzigkeit und auch nicht das Kälteempfinden von Silicea – denn diese Gegend ist eine rauhe, vom Klima her – und auch von den Konflikten zwischen den Leuten. M. Tyler schreibt zu Silicea: würde alles für ein ruhiges Leben geben – auch etwas, das für mich Silicea und die böhmische Masse in Assoziation brachte.

     

    Wir finden hier historisch und auch aktuell immer wieder Leute, die sich von der Öffentlichkeit zurückgezogen haben, sei es auf der Flucht (politisch oder kriminell) oder sei es, weil sie einsam sein wollten – hier ihren Platz suchten. Und natürlich dachte ich auch an Silicea über die Silikose in der Lunge, die ich hier als praktischer Arzt bei den Steinmetzen auch fand. Aber auch dieser Schlüssel paßte nicht ideal hierher. Es gibt viele berühmte Menschen, die auf diesem Urgestein wohnten oder herzogen, und einer der dichterisch viel vermittelt von dieser Gegend ist Adalbert Stifter – ein letzten Endes unglücklicher Mensch, der wie so viele andere in diesem Land einem Suizidversuch erlegen ist – wie Sie vielleicht noch aus der Schule wissen, trotzdem – man versuchte das zu verschleiern – blieb von ihm ein Mythos. (Nebenbei: die Suizidrate im Wald- und Mühlviertel ist extrem hoch.) Adalbert Stifter hat viel über diese Gegend geschrieben und auch viel über den Untergrund – den Granit. Es gibt von ihm die Erzählsammlung „Bunte Steine“ und darin widmet er dem Granit, dem Bergkristall und dem Katzensilber eine eigene Geschichte. Wobei mit Katzensilber der Glimmer gemeint ist, der Teil, der dem Granit den Glanz verleiht. Der Granit besteht ja aus drei Teilen: Feldspat, Quarz und Glimmer – in unterschiedlicher Zusammensetzung.

     

    Ein anderer Dichter, der auch viel von dieser Stimmung und den Leuten vermittelt, ist Urzidil, von dem der Satz stammt: „Auf welche Weise stirbt der Mensch: nicht indem sein Herz aufhört zu schlagen, sondern indem er so wird wie alle anderen.“

     

    Aber auch die bildenden Künste sind vertreten und die Musik. Viele Künstler ziehen sich hier in diese Gegend zurück, um aufzutanken – vielleicht ein Rest des alten keltisch-druidischen Empfangen-Empfinden-Könnens. Dieses Volk hatte ja vor allem auf Urgestein seine Niederlassungen – nicht nur im Waldviertel – obwohl hier sehr viele „heilige“ Steine herumliegen – an sogenannten geomantisch wichtigen Punkten.

     

    Erdäpfel, Mohn und Silicea halfen nur Teilaspekte zu erkennen – auch Lyssinum half nicht weiter – die Tollwut war ja immer in den Wäldern - aber hier vielleicht ein interessantes Symptom zu Lyssinum, das uns hier begegnet: Lyssinum hat eine Klaustrophobie, traut sich nicht in den Straßenverkehr, Panik vor der Ampel und Fremdes macht Angst: Viele meiner älteren Patienten kamen bis vor kurzem kaum aus ihrer engeren Heimat hinaus – ob das mit der Schwere der Steine zusammenhängt, die hier auch kaum zu bewegen sind – mit Ausnahme einiger Wackelsteine? – und so suchte ich und fand – Granit als Teil unserer Materia Medica nicht in den mir bekannten Büchern. Wo ich etwas fand, war in Goethes „Naturwissenschaftliche Schriften“ – umso mehr war ich über voriges erstaunt. Goethe widmet dem Granit im Abschnitt zur Mineralogie einen erstaunlich großen Teil und beginnt mit der Abhandlung mit einem Satz, der mir sehr vertraut vorkam; er schreibt: „Der Granit war in den ältesten Zeiten schon eine merkwürdige Substanz und ist es zu den unsrigen noch mehr geworden.“

     

    Der Name Granit kommt laut Goethe von dem gekörnten Wesen – dem granulaartigen Erscheinungsbild. Goethe schreibt weiter: „Es unterscheidet sich diese merkwürdige Gesteinsart dadurch von allen anderen, daß sie zwar nicht einfach ist, sondern aus sichtbaren Teilen besteht; jedoch zeigt der erste Anblick, daß diese Teile durch kein drittes Mittel verbunden sind, sondern nur an- und nebeneinander bestehen und sich selbst untereinander festhalten. Wir nennen diese voneinander wohl zu unterscheidenden Teile: Quarz, Feldspat, Glimmer, wozu noch manchmal einige als Schörl hinzukommen.

     

    Wenn wir diese Teile genau betrachten, so kömmt uns vor, als ob sie nicht, wie man es sonst von Teilen denken muß, vor dem Ganzen gewesen sein, sie scheinen nicht zusammengesetzt oder aneinandergebracht, sondern zugleich mit dem Ganzen, das sie ausmachen, entstanden. Und obgleich nur der Glimmer öfters in seiner sechsseitigen, tafelartigen Kristallisation erscheint und der Quarz und Feldspat, weil es ihnen an Raum gebrach, die ihnen eigenen Gestalten nicht annehmen konnten, so sieht man doch offenbar, daß der Granit durch eine lebendige, bei ihrem Ursprung sehr zusammengedrängte Kristallisation entstanden ist“ (aus Schriften zur Naturwissenschaft J.W. von Goethe).

    Nun hat es mich noch mehr interessiert, diese merkwürdige Gesteinsart, dieser mein Untergrund! – Und wollte diesen Stein als homöopathische Arznei prüfen, wobei ich dieses Unterfangen mehr als Probebohrung verstehe.

    Ich zitiere nochmals Goethe aus oben angeführter Abhandlung: „So einsam sage ich zu mir selber, indem ich diesen ganz nackten Gipfel hinabsehe und kaum in der Ferne am Fuß ein geringwachsendes Moos erblicke, so einsam sage ich, wird es dem Menschen zumute, der nur den ältesten, ersten, tiefsten Gefühlen der Wahrheit seine Seele eröffnen will.


    Ja, er kann zu sich sagen: Hier auf dem ältesten ewigen Altare, der unmittelbar auf die Tiefe der Schöpfung gebaut ist , bring ich dem Wesen aller Wesen ein Opfer. Ich fühle die ersten festesten Anfänge unseres Daseins; ich überschaue die Welt, ihre schrofferen und gelinderen Täler und ihre fernen fruchtbaren Weiden, meine Seele wird über sich selbst und über alles erhaben und sehnt sich nach dem näheren Himmel. Aber bald ruft die brennende Sonne Durst und Hunger, seine menschlichen Bedürfnisse, zurück. Er sieht sich nach jenen Tälern um, über die sich sein Geist schon hinausschwang, er bemerkt die Bewohner jener fruchtbaren quellreichen Ebnen, die auf dem Schutte und Trümmern von Irrtümern und Meinungen ihre glücklichen Wohnungen aufgeschlagen haben, den Staub ihrer Voreltern aufkratzen und das geringe Bedürfnis ihrer Tage in einem engen Kreise ruhig befriedigen.“

     

    Ich habe dann als zu prüfende Substanz einen Granit genommen, der an der Eingangspforte zur böhmischen Masse liegt – auch weil es mir möglich war, von dort Steinmehl zu bekommen. Es stammt aus einer Gegend, die mir aus der Kindheit vertraut ist – aus Limberg bei Maissau. Das Steinmehl stammt aus einem Steinbruch, der unmittelbar unter einer alten Siedlung liegt – Heidenstatt – alte Kultstätte? Die Besiedlung dieses Ortes erfolgte bereits in der Altsteinzeit vor 150000 Jahren. Der Ort war bis 1866 besiedelt. Der Granit aus der Maissauer Gegend hat ein Alter von 580–550 Millionen Jahren. Mag. Heide Brunner hat ihn als Arznei aufbereitet. Granit wird üblicherweise für andere Dinge verwendet – z.B. als Unterlage im Straßenbau oder als Denkmalstein, geschliffen auch als Grabstein, usw.

    Ich möchte noch erwähnen, daß über der Bohrstelle aus der unser Granit stammt, einmal ein großer Opferstein stand, der wurde einfach als guter Brückenpfeilerstein in die Kaiser Franz Josefs-Bahnbrücke in Limberg eingebaut als fester Untergrund. Vielleicht noch als Ergänzung: Letzte Forschungsergebnisse haben ergeben, daß die Böhmische Masse ein riesiger Berg gewesen sein soll, der durch Erosion abgetragen wurde – er muß wirklich riesig gewesen sein, denn er wird heute als Wolkenspiegel tituliert. Die Erosion ließ die sog. Findlinge liegen und auch so manche markante Erhebung bzw. Zacke (z.B. den Stockzahn bei Arbesbach). Hier vielleicht auch der Übergang zur Arzneimittelselbsterfahrung, die wir im Arbeitskreis Waldviertel in C30 durchführten: Die Zähne waren da auch ein Faktum, das zu schaffen machte. – Starke Zahnschmerzen in den oberen Molaren links unerträglich (Bei mir endete diese Prüfung mit einer Wurzelbehandlung).

     

    Aber jetzt zu den anderen Teilen der Begegnung mit dieser noch unbekannten Arznei. – Die lange Einleitung war mir wichtig, um den Weg zu zeigen, der für mich zu dieser Arznei geführt hat. Kurz noch hier die chemische Analyse des verwendeten Granits. – Interessant vielleicht hier auch die Komponente des Feldspats als Na-Al-Silikat und auch als Teil Ca-Al-Silikat. Auch eine Ka-Mg-Fe-Komponente ist drinnen.

     

    Analyse: Tonminerale, gesamt 50–60% (55); Glimmergruppe 40–50% (44); Chloritgruppe kl. 5% (3); Kaolinitgruppe kl. 5% (4); Montmorillonitgruppe kl. 5% (4); Quarz 10–20% (20); Feldspat: Plagioklas (Na, AlSi, O3, O8) 10–20% (17); Alkalifeldspat (K(Mg, Fe)3(Al, Si3, O10)(OHF)2 5–10% (6); Calcit (Ca, Al2, Si2, O2, O8) kl. 5% (2)

     

    Insgesamt acht Personen haben Granit in C30 eine Woche lang genommen. Ich möchte die aufgetretenen Symptome in einem Kopf-zu-Fuß-Schema bringen, wobei ich nicht alle Einzelsymptome aufführen werde, sondern eher eine Zusammenfassung.

     

    Kopf

    Bei fast allen Prüfern (6) traten Kopfschmerzen auf, dumpf und drückend, sowohl im Schläfen- als auch im Hinterkopfbereich. Vom Zeitpunkt her bei fast allen 11 Uhr vormittags. Von den Sinnesorganen gab es eigentlich keine Symptome. Die Zähne habe ich schon vorher erwähnt, wahnsinnige Zahnschmerzen – und auch hier die Zeit – Beginn um 11 Uhr bzw. zwischen 11 und 12 Uhr (auf Granit beißen). Erwähnen möchte ich beim Gesicht noch die Haut – bei einer Person trat eine massive Verschlechterung der Akne auf, seltsamerweise nur auf der rechten Gesichtshälfte – es waren dicke Auflagerungen auf der Haut – „Ich hätte mir am liebsten alles heruntergerissen“. Die Seitenzuordnung rechts trifft auch für die vorhin erwähnten Kopfschmerzen zu – die rechte Seite war überhaupt insgesamt stärker betroffen, mit Ausnahme der Zahnschmerzen. Von seiten der Nase gab es bei drei Prüflingen einen wäßrigen Schnupfen, der bei zweien wundmachend war (links).

     

    Keine Symptome gab es von seiten des Halses – was mich persönlich erstaunte – da es im Waldviertel sehr viele Schilddrüsenerkrankungen gibt, von der Entzündung bis zum Karzinom. Wir haben allerdings keine Laborwerte erhoben. Es könnte jedoch sein, daß als versteckter Hinweis eine verbesserte Kältetoleranz bei der Hälfte der Teilnehmer zu finden war – weniger kälteempfindlich als sonst – auffallend wenig kälteempfindlich – oder auch Hitzegefühl mit Schweiß war zu finden.

     

    Und der Energiehaushalt war auch insofern sehr widersprüchlich betroffen, da er zwischen Erschöpfung – alles mühsam, Arbeit fällt schwer, ausgelaugt, interesselos – kein Interesse etwas zu schreiben, gedrückte Stimmung, unzufrieden ohne besonderen Grund, müde – und unruhiger Aktivität hin und her pendelte. Das alles könnte man vielleicht als Schilddrüsenmitbeteiligung sehen, es bleibt aber spekulativ. Am häufigsten war viel Energie, aber Ungeduld dabei zu finden.

     

    Thoraxbereich

    Keine Symptome

     

    Abdomen

    Wie eine Bauchgrippe, Schmerzen und Blähungen vor allem im rechten Unterbauch – „als ob sich etwas zusammenbrauen würde“ – durchfällige Stühle mit Tenesmen, Magenkrämpfe – aber auch hier zeigte sich die Härte des Granits – so steht in einem Protokoll: ab 8 Uhr, wo ich wieder arbeiten muß, siegt das Pflichtgefühl über das Vegetativum – Ende des Durchfalls – Rumoren im Bauch: – bei einer Person trat eine hochgradige Obstipation mit mehr als drei Tagen auf – nie vorher gehabt – wird als sehr unangenehm erlebt.

     

    Wirbelsäule/Extremitäten

    Hier waren sehr massive Symptome zu finden: Ein Teilnehmer brach die Einnahme der Arznei am dritten Tage deswegen ab, weil er unter sehr starken Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich zu leiden begann – gepaart mit depressiver Verstimmung – diese Schmerzen traten zu verschiedenen Tages- und auch Nachtzeiten auf „plötzlich gegen 23 Uhr Elektrisieren im rechten Oberarm und rechter Gesichtshälfte – feinstechend, sodaß die Arbeit (schreiben) unterbrochen werden mußte“ – „ab 0 Uhr wach wegen starker Schmerzen in Nacken und Hinterkopf, beide Schultern wie zerschlagen – findet keine Ruhe im Bett – aber trotzdem ist jede Drehung des Oberkörpers und Kopfes schmerzhaft“ – „schmerzhafte Drehung des Kopfes auch tagsüber, Steifigkeit des Nackenmuskels – Heben des Kopfes nicht möglich“. Schulterschmerz rechts dumpf – keine Wärmebesserung.

    Interessant war auch, daß die Teilnehmer der Prüfung, die üblicherweise unter Kreuzschmerzen litten, im Sinne einer Lumbago, schmerzfrei waren – inklusive mir – und die anderen über ziehende und drückende Schmerzen in diesem Bereich berichteten.

    Auch Schmerzen im Iliosakralgelenk – wie verkühlt – beidseits – besonders aber rechts.

     

    Gynäkologisch

    Bei einer Frau war die Menstruation viel stärker und früher als sonst aufgetreten und wurde als unangenehm erlebt.

     

    Allgemeinsymptome

    Gesteigertes Tabakverlangen – Abneigung gegen das geliebte Duschen – muß sich dazu zwingen – Unzufriedenheit – vorhin schon erwähnt – aber hier auch bei zwei Kollegen mit Angst gekoppelt: einmal, die Praxis sei zu klein – Konkurrenzdruck und einmal, Praxis geht ein – interpretiert als Angst vor materiellem Verlust.

    Insgesamt war jedoch zu beobachten, daß es allen gegen Ende der Nachbeobachtung besser ging, obwohl während der Prüfung die Depression, das Gedrücktsein überwog.

     

    Bei zwei weiblichen Prüfern allerdings war eine gegenteilige Wirkung da – Neigung zu großer Offenheit, ja sogar Offenherzigkeit – „Dinge zu erzählen, über die ich sonst kaum reden kann“ – eine bekommt dann allerdings Angst und beendet die AMP – wo das noch hinführen könnte? Die meisten hatten allerdings eine Depression mit Zurückgezogenheit – einmal sogar Abneigung selbst gegenüber Freunden – sperrt sich im Zimmer ein, um niemanden zu sehen – mit Besserung beim Ins-Bett-Legen. Dieses Symptom ist für diese Person ganz untypisch.

    Von den psychischen Symptomen der Nachbeobachtung: „Irritierend ist die Klarheit, mit der man sich selbst sieht, und zwar wie in einem blank geputzten Spiegel, der gut beleuchtet ist – der üblicherweise rosagefärbte Schleier ist völlig verschwunden und die eigene Person nebst momentanen Situationen erscheint fast überdeutlich klar“. In einem anderen Protokoll als Abschluß: innere Zufriedenheit, als ob eine Last von mir gefallen wäre -– es zieht mich nichts mehr über meine Grenzen!

     

    Als Abschluß eines für mich noch nicht abgeschlossenen Kapitels möchte ich noch zwei Dinge, die ich den Wahnideen zuordne, die bei der Prüfung auftraten, erwähnen:

    • Person glaubt, ihre Schwiegermutter sei gekommen, vernimmt deutlich ihre Stimme im Hof, vom Stock aus, schickt die Kinder nach ihr, um sie zu begrüßen – als die Kinder nach einer halben Stunde nicht wieder kommen, geht sie nachschauen und findet keine Schwiegermutter.
    • Wahnidee: Behaarte Männerhände mit schwarzen, durchlöcherten Lederhandschuhen würgen meinen Hals, ich drehe mich um, möcht unbedingt wissen, wer es ist, kann aber niemanden sehen – entsetzliche Angstgefühle – schaue auf die Patienten, ob ihnen nichts auffällt, aber keiner sieht etwas.

    Ich betrachte meine Arbeit mit dem Granit als noch nicht beendet, möchte weiterprüfen, vor allem auch eine Serie im Winter machen, denn diese „Probebohrung“ hat mich neugierig gemacht.

     

    Die Potenzierung von Granit

    Mag. Heidemarie Brunner hat den Granit aus Maissau dankenswerter Weise potenziert und berichtet über die Herstellung dieser Arznei:

     

    Es wurde mir von Bernhard Schmid feinpulverisierter Granit gebracht, von dem ich nach der Vorschrift 6 des HAB 60mg mit 4,94g Milchzucker, das ist ein Verhältnis von 1:100, durch einstündige Verreibung mit der Hand zur C1 potenzierte, und diese anschließend in zwei weiteren ebensolchen einstündigen Verreibungsschritten bis zur C3 brachte.

    Dies entspricht genau den Anweisungen Hahnemanns für die Aufbereitung roher Natursubstanzen bis zur millionsten Pulververreibung in Milchzucker.

     

    Anschließend potenzierte ich im Verhältnis 1:100 flüssig weiter wie folgt: nämlich die C4 mit 30% gew. Aethylalkohol, wobei ich gemäß der Mehrglasmethode für jede Potenzierungsstufe ein eigenes Fläschchen verwendete, welches bis zu 2/3 mit der Dilution angefüllt war. Für jeden Potenzierungsschritt führte ich fünfzig kräftige Schüttelschläge mit der Hand durch. Die 30. Potenz wurde durch 100 Schüttelschläge mit 73% gew. Aethylalkohol hergestellt, um das Bereiten von arzneilichen Globuli zu ermöglichen. Mit dieser Potenz wurden sofort nach der Vorschrift 10 des HAB Globuli der Größe 3 imprägniert, indem die Globuli in einer Petrischale aus Glas mit dem 100. Gewichtsanteil der alkoholischen Dilution benetzt, durch kräftiges Umschütteln gleichmäßig verteilt und mehrere Stunden an der Luft bei 22 Grad Raumtemperatur trocken gelassen wurden. Auf diese Weise entstanden aus 8 Tropfen C30-Dilution 20g arzneiliche Globuli von Granit C30. Einige Tage später potenzierte ich in weiteren 170 Schritten mit der Hand nach der Mehrglasmethode von der 30. bis zur 200. Potenz, welche wiederum sowie die 30. zur Imprägnierung von Globuli mit 73% gew. Aethylalkohol verschüttelt wurde.

     

    Frau Mag. Brunner hatte einen sehr bemerkenswerten Traum, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Dieser Traumgeschichte sei jedoch vorangestellt, daß nur unweit von der Entnahmestelle des Granits früher eine Meeresküste war und landschaftlich sehr einprägsam Granitvorlagerungen des Maissauer Granits, die wahrscheinlich damals aus dem Meer ragten, als sogenannte Kogelsteine in der Eggenburger Gegend heute noch eine geologische Besonderheit darstellen. Hierzu sei ein Reisebericht von 1823 von Paul Partsch zitiert: „ … und setzt zuweilen einen Fuß auf uralten Granit, den anderen auf eine Auster.“ – Erwähnenswert scheint mir noch, daß in unmittelbarer Nachbarschaft des Maissauer Granites der Zogelsdorfer, Eggenburger Sandstein zu finden ist, aus dem unter anderem der Stephansdom, das Wahrzeichen Wiens erbaut wurde. (Für geologisch Interessierte sei hier kurz erwähnt, daß es vor ca. 20 Mio. Jahren zu einem globalen Anstieg des Meerspiegels kam, und somit die Meeresgrenze entlang der Böhmischen Masse verlief. Genaueres kann in einer Schrift bzw. Buch: „Erdgeschichte des Waldviertels“, herausgegeben vom Waldviertler Heimatbund mit Sitz in A-3580 Horn, nachgelesen werden.)

     

    Und nun die Traumschilderung von Frau Mag. Brunner:

    „Ich befand mich an einem Meeresufer in einer kleinen Bucht aus Sand und Kieselsteinen mit steilen Wänden, aus denen kein Weg wegführte. Ich war allein, ohne Gepäck. Das zunächst ruhige Meer wurde plötzlich wild bewegt. Hohe und immer höhere Wogen überfluteten die kleine Bucht. Ich versuchte mich an den steilen Wänden hochzuarbeiten, um mich vor der Brandung zu retten. Da sah ich eine über haushohe Welle an mich herankommen, es fehlte wenig und sie hätte mich mitgerissen – mir war klar, aus dieser aussichtslosen Situation komme ich nicht lebend heraus, denn die nächste Welle, die schon im Anrollen war, nimmt mich sicher mit.

     

    Das Bild wechselte jedoch sofort – und ich fand mich wieder oberhalb dieser Meeresküste an einer sandigen Straße. In einiger Entfernung standen Straßenarbeiter bei einem gelben Baufahrzeug. Ich wußte: Diese fremden Menschen haben mich gerettet. Sie kümmerten sich aber weiter nicht um mich, was ich als Diskretion ihrerseits empfand, denn ich stellte fest, daß ich nackt war. In diesem Moment war mir dies jedoch ausnahmsweise völlig egal. Ich hatte nur den einen Gedanken, daß im Zustand des soeben geretteten Lebens das Nacktsein bedeutungslos geworden ist.

    Ein grünes Auto blieb an der anderen Straßenseite stehen. Obwohl ich den Fahrer nicht sah, wußte ich: Es ist mein Mann, der gekommen ist, um mich abzuholen.“

     

    Hier sei nochmals Frau Mag. Heidemarie Brunner für die Herstellung dieser interessanten Arznei gedankt.

     

    Arzneimittelprüfung in der Steiermark

    Peter Andersch-Hartner

    Von Dezember 1994 bis Jänner 1995 führten wir in unserer Arbeitsgruppe eine Arzneimittelprüfung mit Granit C 30 durch. Die Arznei bereitete Frau Mag. Heidemarie Brunner, Stadtapotheke in Retz, aus Waldviertler Granit und stellte sie uns zur Verfügung, wofür ich ihr danken möchte. Es nahmen 10 Prüfer (9 weibliche, 1 männlicher) teil, die jeder eine Einzeldosis von 5 Globuli erhielten, nur Prüfer Nr.6 nahm, da nach einer Woche keine deutliche Reaktion aufgetreten war, am 7., 8. und 9. Tag nochmals 5 Globuli C30. Prüfer Nr. 10 erhielt ebenso eine weitere Gabe C30 jeweils am 10. und 11. Tag.

     

    Durchgeführt wurde die Prüfung „einfach blind“, ohne Placebo-Kontrollgruppe. Die Nachbeobachtungszeit betrug sechs Wochen.

    Während der AMP fand keine Aussprache der Prüfer untereinander über die Prüfsymptome statt, wohl aber regelmäßige Aussprachen zwischen Prüfungsleiter und einzelnen Prüfern zur Klärung und Sicherung von Symptomen.

    Eine Granit-AMP ist von Nuala Eising 1988 veröffentlicht worden; irischer Granit wurde geprüft. Granit verschiedener Herkunft weist recht unterschiedliche Zusammensetzung auf, trotzdem zeigten sich bei unserer AMP von Granit aus dem Waldviertel deutliche Ähnlichkeiten zu den Prüfungssymptomen des irischen Granit.

     

    Prüfer

    1. weiblich, 32 Jahre
    2. weiblich, 38 Jahre
    3. weiblich, 34 Jahre
    4. weiblich, 31 Jahre
    5. weiblich, 35 Jahre
    6. weiblich, 25 Jahre
    7. weiblich, 34 Jahre
    8. weiblich, 32 Jahre
    9. männlich, 46 Jahre
    10. weiblich, 35 Jahre

    Die im Anschluß an die Symptome in Klammer gesetzten Ziffern verweisen auf die Nummer des Prüfers, sowie auf den Tag, an dem das Symptom auftrat. Z.B. 4/9: Prüfer Nr. 4 entwickelte das Symptom am 9. Tag. Z.B. 5/7 bis 9: Prüfer Nr. 5 produzierte das Symptom vom 7. bis zum 9. Tag.

     

    Geist und Gemüt

    Abends plötzlich sehr gedrückt, traurig, fühle mich irgendwie verlangsamt (1/2).
    Große Traurigkeit, fange fast an zu weinen; verschwindet so plötzlich wie sie gekommen ist (7/21).
    Niedergeschlagen, mutlos, zu nichts Lust, mag mich selber nicht (4/29). Möchte einige Dinge organisieren, scheitere jedoch an widrigen Umständen.
    Fühle mich insuffizient, ungenügend, machtlos; die Dinge entgleiten (Normalerweise verschiebe ich meine Sorgen auf den Tag X) (7/7).

    Pessimistische Gedanken; mir fallen nur Dinge ein, die in meiner Lebenssituation nicht funktionieren (7/2).
    Den ganzen Tag sensibel, angerührt, melancholisch, empfindlich; mir ist gleich zum Heulen zumute – auch bei Musik – muß mich sehr beherrschen, es nicht zu tun. Versuche, mir nichts anmerken zu lassen (3/10).
    Niedergeschlagen, Gefühl weinen zu müssen, weiß nicht warum; Tränen steigen in die Augen, will nicht, daß jemand das bemerkt. Möchte mich ins Bett legen und die Decke über den Kopf ziehen (3/17 bis 19).
    Melancholisch, Verlangen alleine zu sein (3/18).
    Den ganzen Tag niedergeschlagen, möchte mich verkriechen, allein sein und niemandem begegnen; fühle mich als Versager, weil gewisse Dinge nicht so gelaufen sind, wie ich es mir erwartet habe. Fühle mich ungeliebt und wertlos; ständige Ängste, was wohl die anderen von mir denken könnten, wenn sie bemerken, daß ich sowieso alles schlecht mache; Schamgefühl, Verzweiflung, Todessehnsucht. Male mir in Gedanken aus, wie mein Begräbnis ablaufen wird (5/16).

     

    Bin froh, wenn mich niemand anredet; abends lichtet sich die Stimmung (5/16). Trostlos, deprimiert, hoffnungslos abends; arbeite automatisch, freudlos.
    Suizidphantasien, dabei Schweiß, auch am behaarten Kopf (sonst nie) (7/9).
    Stimmung schlecht, keine Energie, kein Antrieb; will keine Arbeit beginnen. Kann nicht an die Zukunft denken, will nichts für die Zukunft planen, weil diese sinnlos erscheint. Die Gegenwart anderer Leute stört nicht; finde kein Thema, um mitreden zu können; will nicht sprechen (8/2).
    Stimmung gleich wie am Vortag, zusätzlich leicht zu Tränen gerührt (8/3).
    Seit vier Tagen melancholisch, Unlust zu geistiger Arbeit, ärgerlich, weinerlich, nörgle an anderen herum; anlehnungsbedürftig – am dritten Tag der Regel – (bekannt von früher, ein Tag vor der Regel, aber mit Regelbeginn sofort verschwunden, vor AMP) (6/4).

     

    Melancholisch – erster Tag der Regel (6/31).
    Gedrückt, antriebslos – die letzten drei Nächte schlecht geschlafen (6/39).
    Nach Kinobesuch und gemütlichem Abend mit bester Freundin plötzlich gedrückt, depressiv, Schuldgefühle. Mein Leben, das Leben überhaupt erscheint sinnlos (6/26).
    Die Dinge erscheinen wie weiter weg – hat nichts mit Sehen zu tun – während der Regel (bekanntes Gefühl von früher; vor AMP vor der Regel) (7/11).
    Beobachte nachmittags meine Familie, fühle mich außerhalb, ohne daß es besonders weh tut. Möchte eigentlich nur allein sein (dieses Verlangen bekannt von früher). Ganz weit weg spüre ich eine Schwere und Traurigkeit (7/22).

     

    In den letzten Tagen, wenn mich die Kinder ärgern, stehe einfach daneben und schaue mir selber zu, was ich tue (mich nicht wie sonst geärgert) Zweifel an dieser Empfindung, weil es für mich so aberwitzig ist, daß sich eine Empfindung ändert (4/8).
    Immer wieder treten Situationen auf, in denen ich mir gleichsam selber über die Schulter schaue, etwas mache und es gleichzeitig kommentiere (4/28).
    Meine Gefühle zeitweise wie abgedreht, es ist mir egal, was rundherum passiert, nehme keinen Anteil (7/23).
    Verzweifelt, so „danebenzustehen“, gefühllos, zu funktionieren wie ein Automat – glaube zu „spinnen“ (4/12).
    Rege mich über Fehlverhalten des Sohnes in der Schule (deswegen Schreiben bekommen) seltsamerweise nicht auf (4/3).

     

    Abgestumpft, gleichgültig; besondere Ereignisse, die mich normalerweise freuen, berühren mich nicht, sind mir völlig egal. Registriere bei mir diese Gefühlskälte, bin etwas erstaunt, im Grunde ist mir das aber auch egal (7/14).
    Es ist, als ob ich keine Gefühle mehr hätte; kann mich nicht ärgern, habe kein Mitleid. Der Sohn kommt mit einem Vermerk im Elternheft (schlechtes Betragen) nach Hause, das übliche Donnerwetter ist mir nicht möglich, weil es mich nicht berührt. Ich weiß nur mit dem Verstand, daß das nicht sein darf, also kriegt er eine Strafe, über die er sich beschwert, weil sie zu hart ist (wahrscheinlich hat er recht). Er weint, macht Theater – sonst habe ich Mitleid mit ihm – heute berührt es mich nicht. Auch wenn ein Kind weint, weiß ich zwar, daß ich etwas tun muß, aber das Geschrei berührt mich nicht; ich gehe widerwillig und spät. Bin unfähig adäquat zu reagieren (4/9).
    Eigentlich ist mir alles egal, ich weiß nur vom Kopf her, was zu tun ist, versuche verzweifelt zu „funktionieren“, aber eigentlich läßt mich alles kalt. Habe keine Gefühle für meine Kinder, mache, was sie von mir fordern wie ein Automat – jede Annäherung ist Belastung (4/11).
    Reagiere inadäquat hart auf Fehlverhalten des Sohnes; gefühllos – aber ruhig (abends). Hole mir noch immer nichts zu trinken, was ich sonst immer tue – es interessiert mich nicht (4/12).
    Bin froh, wenn ich niemanden höre und sehe, mit niemandem reden muß (untypisch!) (4/18).

     

    Unlust und Unwillen, irgendwas zu tun oder mich zu bewegen; könnte den ganzen Tag nur sitzen und nichts tun (sehr ungewöhnlich). Habe nicht das Bedürfnis, irgend jemanden zu treffen oder zu reden, will alleine sein, meine Ruhe haben (4/20, 4/27).
    Seit einigen Tagen fehlt die Ausdauer zu jeglicher Arbeit, möchte im Bett liegen und vor mich hinschauen oder etwas lesen; muß mich zu allem sehr aufraffen; wie gedämpft im Gehirn (6/23).
    Im letzten Monat so antriebslos, daß ich nur das Notwendigste gemacht habe (6/37).
    Wunsch alleine zu sein und mich nicht unterhalten zu müssen (3/8).
    Beim Hinausgehen ins Freie erscheint alles unwirklich, wie im Traum – hält den ganzen Tag an; angenehm (3/11, 3/12).

     

    Nachmittags glaube ich, seitlich im Blickfeld einen kleinen Käfer über meinen Arbeitstisch laufen zu sehen (5/22).
    Abends beim Vorbeigehen an der offenen Badezimmertüre ein Gefühl, als ob da jemand im Badezimmer sitze, dabei war es nur ein Stoß Wäsche, den ich im Vorbeigehen aus den Augenwinkeln gesehen habe. Aber diese Wahnidee läßt mich erschreckt innehalten und stehenbleiben; ich muß mich einige Male davon überzeugen, daß es wirklich ein Stoß Wäsche ist, den ich für einen Menschen gehalten habe. Nachher Gedanken wie: „So beginnt wohl Geisteskrankheit“. „Bin ich noch normal?“ (5/13).
    Erinnere mich jetzt an einen Vorfall vor einigen Tagen, dem ich damals keine Bedeutung zugemessen habe: Beim schnellen Betreten eines Raumes Gefühl, als ob eine Maus über die Wand gelaufen wäre, dabei war es nur mein Schatten. Innehalten wie durch Schreck und Herzklopfen für kurze Zeit (5/12).
    Gehe an einer unübersichtlichen Stelle über die Straße und gehe gleich auf der Fahrbahn weiter; es ist mir egal, ob ein Auto kommt und mich überfährt. Anschließend bei Telefonat einsilbig, antworte mit zwei bis drei Wörtern, minutenlange Pausen. Sitze dann da, schaue vor mich hin, den Telefonhörer am Ohr, das „Tuten“ hat schon lange aufgehört – fünf Minuten oder eine halbe Stunde, ich weiß es nicht. Es kommt mir der Gedanke, aus dem Fenster zu springen – ich empfinde nichts bei diesem Gedanken. Kein Gefühl im Grunde meiner Seele, das mich davon zurückhält. Bin gefühllos und lahm, die Arme hängen schlapp herunter, der Kopf ist schwer, dumpf, leer. Dumpfe Kopfschmerzen, als ich versuche zu überlegen. Kann die Kraft zum Denken nicht aufbringen. Plötzlich dumpfer schmerzhafter Druck im Kopf, wenn ich versuche zu denken, plötzlich wieder weg, wenn ich zu denken aufhöre. Später bringt mich der Partner wie ein Kleinkind ins Bett, hilft mir beim Ausziehen – ich lasse alles über mich ergehen, mir ist alles egal. Ich schlafe sofort in seinen Armen ein, das ist das einzige, was mich gefühlsmäßig erreicht und mir gut tut (6/26).
    Unerklärliche Ruhelosigkeit, Nervosität, besser wenn ich herumgehe, Verlangen ins Freie zu gehen (2/11).

     

    Abends innerlich unruhig, ängstlich (7/15). Mittags innere Unruhe ohne Angst (7/16).
    Wegen der Blasenbeschwerden werde ich einmal fast panisch bei der Vorstellung, daß sie noch schlimmer werden könnten. Großes Bedürfnis, alleine zu sein; verbringe die Nacht alleine und sperre mich im Bad ein, möchte in diesem Zustand nicht gesehen werden, fühle mich so entblößt und eingeengt, festgehalten. Etwas sonst so Belangloses beherrscht mich völlig (7/21).
    Überempfindlich auf Lärm, halte es nicht aus, wenn mein Sohn vor sich hin trällert, schreie die Kinder sehr laut an – sie sind ganz verschreckt (kommt 24mal im Jahr vor) (2/8).
    Sehr gereizt den Kindern gegenüber, schreie sie an, weil sie in der Wohnung Erdnußschalen verstreut haben; ohrfeige den Sohn, weil er sich weigert, den Staubsauger zu holen. Es kocht in mir, merke nicht, wie gewalttätig ich bin. Brauche eine halbe Stunde, um mich innerlich zu beruhigen, gehe ruhelos durch die Wohnung. Danach traurig, hilflos, entsetzt über meine Gewalttätigkeit, möchte weinen (kommt 1–2mal im Jahr vor) (2/9).

    Nachtragender als sonst (4/46).
    Spüre beim Mittagsschlaf einen inneren Schlag, einen Ruck, so als würde etwas in mir, das schief war, gerade gerückt; es ist für mich, als würde die Welt zurechtgerückt. (7/24).
    Habe zwar keine Lust etwas zu tun, aber die Arbeit geht sehr schnell von der Hand. Stimmung sonst bei Halsschmerzen und Beschwerden gereizt, diesmal aber trotzdem gut (4/4)
    Erwache mit Euphorie, Glücksgefühl, morgens (7/10). 3 Uhr morgens Aufwachen mit intensivem Glücksgefühl (7/15).

     

    Stimmung fast euphorisch, mir macht alles Spaß, obwohl ich sehr wenig esse – es interessiert mich nicht (Sonst bin ich sehr reizbar, wenn ich zu wenig esse) (4/9).
    Jetzt komme ich wieder langsam in Richtung Oberfläche, als ob ich während der AMP tief in meinen Körper hinein – zurückgedrängt worden wäre; als hätten sich außen herum viele andere Schichten breit gemacht – dumpfe, schwere, lähmende, mühsame, verschleiernde, vernebelnde Schichten. Jetzt werden die Schichten weniger und ich kann mich in meinem Körper wieder mehr und mehr ausbreiten. Bin froh, wenn ich wieder aus diesem Gefängnis in mir selber drinnen herauskomme (6/25, 6/29).
    Gedächtnisstörung; Bankomatcode vergessen, Code falsch eingegeben; fällt nach einer Minute wieder ein (mittags). Nachmittag nochmals dasselbe (früher noch nie vorgekommen) (10/9).
    Benommen, Denken verlangsamt; während der Regel (7/11). Am Abend unfähig zu jeder geistigen Arbeit, unfähig mich zu konzentrieren, nachzudenken; wie dumpf im Kopf (4/10).

     

    Kann mich bei geistiger Arbeit nicht konzentrieren; bei der Arbeit geht nichts weiter (6/19).
    Kann nach Kinobesuch die Handlung nicht erzählen, habe die Gags nicht mitgekriegt, erinnere mich nicht an die Namen, die vorgekommen sind – Lücken in der Erinnerung; der Film hat mich irgendwie nicht berührt (früher noch nie passiert; vor allem Namen sonst ganz genau erinnerlich) (4/12).
    Konzentrationsstörung; Gedankengänge sprunghaft; vergesse z.B. im Gespräch mit Patienten deren Aussagen und frage mehrmals dasselbe; sehr unaufmerksam. Frage meinen Mann innerhalb von 10 Minuten drei mal dasselbe. Vertausche innerhalb des Satzes Wörter; muß mich sehr konzentrieren, daß ich den Satz richtig formuliere. Verwechsle die Namen meiner Kinder; auf die Frage: „Hast Du für mich Pommes frites bestellt?“ antworte ich „Ja, ich habe für Dich Wienerschnitzel mit Fritatten bestellt“ – 2mal werde ich das gefragt, gebe 2mal dieselbe Antwort (Fritattensuppe hatte sie als Vorspeise). Schrecke mich über meine Gedankenlosigkeit. Ich werde auf meine falsche Antwort aufmerksam gemacht, mir wäre sie nicht aufgefallen, hätte sie wahrscheinlich noch öfter gegeben (2/6).
    Ungeschickt beim Schreiben, vertausche Buchstaben; während der Regel (7/11).
    Komme zu spät zu einem Termin – mir ist es nicht unangenehm. Dort kann ich mich nicht auf das Gespräch konzentrieren, meine Gedanken sind immer woanders; zwinge mich zuzuhören, höre die Worte, die Stimme hallt, schaffe es nicht mitzudenken. Der Zustand ist wie ein Rausch, meine Gedanken rennen in eine Richtung davon, wie selbständig – ich will in die andere Richtung, wie gespalten (4/8).

     

    Seit einiger Zeit deutliche Zunahme von Sprachschwierigkeiten. Z.B. will ich sagen: „Komm, steig in die Stiefel hinein“, schaue dabei auf die Eingangstüre und sage: „Komm, steig in die Tür hinein“. Oder verwechsle z.B. die Anfangsbuchstaben zweier Wörter: sage statt „schreib weiter“ „weib schreiter“ und schaffe es manchmal erst nach dem zweiten Anlauf, es richtig auszusprechen. (1/28).
    Mir fallen im Gespräch bestimmte Wörter nicht ein, z.B. medizinische Fachausdrücke, Diagnosen; muß mich sehr darauf konzentrieren, richtige Sätze zu bilden (2/9).
    Vergesse in den letzten Wochen wichtige Erledigungen – das gibt es sonst nicht (4/15).
    Mein Mann stellt fest (gestern auch schon), daß ich so abwesend bin – mir fällt das nicht so auf. Er hat das Gefühl, daß ich in Gedanken ganz woanders sei; höre nicht zu, wenn er mit mir redet, überhöre öfters, wenn er mich etwas fragt – das stimmt auch (3/5, 3/6, 3/7).
    Zerstreut, vergesse, was ich gerade holen wollte (3/6).

     

    Ich wirke auf die Familie noch immer so abwesend – es ist mir aber egal, sie brauchen mich ja nur in Ruhe zu lassen (3/7).
    Begreife Zusammenhänge nicht, alles bleibt wirr – bei Kopfschmerz (4/11).
    Mein Denken, Kombinieren, Durchschauen ist verlangsamt. Schaue gedankenlos vor mich hin, verstehe nur Wortfetzen und wenig Zusammenhänge vom Gespräch. Kann schwer bei einem Gedanken bleiben, komme mir langsam vor (Zustand nach Schwindel) (6/32).

     

    Schwindel

    Während des Sitzens beim Konzert Gefühl als ob ich als Ganzes samt Becken und Beinen nach rechts gedreht würde, besonders stark im Kopf (6/3).
    Nach dem Aufstehen vom Sitzen beginnt sich mein Gehirn im Kopf im Kreis zu drehen, ein Rauschen macht mein Gehirn und mich ganz wirr, Schwindel und Übelkeit im Magen, wird besser nach Hinlegen (6/32).

     

    Schwindel nachts beim Erwachen 2 Uhr 30 (durch Husten der Kinder geweckt) – Drehschwindel im Liegen bei bestimmten seitlichen Kopfhaltungen, kann diesen durch Veränderung der Kopfhaltung sofort stoppen – wie ein- und ausschalten eines Schalters. Kann dann weiter schlafen, jedoch öfters Erwachen durch Schwindel, wenn im Schlaf die Kopfhaltung gewechselt wird oder die Lage. Morgens beim Erwachen im Bett noch Schwindel, vergeht nach dem Aufstehen. (Dieser Schwindel bekannt von früher – zuletzt vor drei Jahren in der Schwangerschaft, damals tagelang anhaltend.) (1/16)
    Abends beim Betreten der Wohnung Schwindelgefühl, das sich beim Neigen des Kopfes nach vorne verstärkt, wenn der Kopf vorher nach hinten geneigt war (7/21).
    Abends beim Sitzen neben einer Frau, die sehr intensiv von sich spricht, Gefühl als würde ich körperlich vom Boden abheben. Spüre meine Füße nicht mehr auf dem Boden, sondern oberhalb des Bodens (7/13).
    Schwebendes Gefühl, als wenn ich keinen Körper hätte, abends (4/9, 4/26). Schwebend schwereloser Zustand, der weder Hunger noch Müdigkeit kennt.
    Dieser Zustand und das fehlende Hungergefühl sind mehrmals gleichzeitig aufgetreten (4/40).

     

    Abends beim Betreten des Konzertsaales ein Schwindel im Kopf, dauert 15 min. bis die Musik beginnt. Bin wie weggetreten, in einer anderen Welt., (Bekannt von früher, damals immer mit Angst beim Blick nach oben an die Decke in hohen Räumen – heute keine Angst, sondern euphorisch, heute keine Verschlimmerung beim Sehen nach oben.) (7/6)
    Gefühl, die Straßenbahn fährt nach hinten, während sie an einer Haltestelle steht – jedoch nur beim Schauen nach hinten oder nach der Seite, nicht beim Schauen nach vorne (6/19).

     

    Kopf

    Leiser Kopfschmerz beim Husten (8/1).
    Kopfschmerz beim Husten, an beiden Schläfen (8/2).
    Drückender Kopfschmerz innen an der Stirn, vormittags, während der Regel (7/11).

    Druck in den Stirnhöhlen, dumpfes Gefühl im Kopf, Stiche überm linken Auge. Schmerz zieht rechts in den Oberkiefer; spüre alle Zähne. Schlimmer im Laufe des Tages, besser beim Bücken, schlechter beim Aufstehen (4/5).
    Morgens beim Aufwachen beschwerdefrei. Kaum bin ich aufgestanden, kommt der Druck im Kopf (4/6).
    Schmerz linke Schläfe, ein Druck von innen nach außen – beim Hinausgehen ins Freie nach dem Mittagessen (8/2).
    Druck im Kopf von innen nach außen (6/16).
    Erwache mit Druck im Kopf, spüre abwechselnd links und rechts die Zähne im Oberkiefer (4/25).

     

    Ab 16 Uhr Druck im Kopf; gegen Abend klopfender Schmerz rechter Stirnhöcker; strahlt gelegentlich für ½ Stunde in rechten Hinterkopf oder rechte Augenhöhle und Jochbein aus – starker pulsierender Schmerz, besser durch enorm festen Druck (6/38).
    Schmerzhafter Druck in den Stirnhöhlen, besser durch festen Druck mit der Hand. Zeitweise Stechen für eine Minute, welches zum Scheitel und zur Schläfe wandert. Denken und Stimmung gedämpft. Gefühl, daß der Kopf immer größer wird (6/32).
    Stechender Schmerz linker Stirnhöcker für einige Sekunden, 13 und 15 Uhr (5/2).
    Stechender Schmerz rechter Stirnhöcker für einige Sekunden, 17 und 19 Uhr; während des Sitzens bei einer Anamnese (5/4).
    Mittags während Hausarbeit ganz plötzlich wildes Stechen linke Stirn für einige Sekunden, sodaß ich fest mit der Hand draufpresse, dadurch aber nicht besser; verschwindet genauso plötzlich (5/44).

     

    Nachmittags in der Kälte beim Eislaufen plötzlich ein stechender Schmerz von rechter Schläfe bis in den Oberkiefer, wellenförmig für eine Stunde. Nachmittag und abends wieder plötzlich für 10 Minuten, das rechte Auge wäßrig. (4/31)
    Kopfschmerz teilweise in den Zähnen, teilweise Stiche in den Schläfen, vormittags. Schlimmer bei Bewegung, Autofahren; verschwindet mit dem Mittagessen (4/12).
    Abends stechender Schmerz über linker Schläfe, der im Laufe des Abends immer schlimmer wird – bin froh, ins Bett zu kommen und nicht mehr reden zu müssen. Am nächsten Tag beim Autofahren noch immer stechender Schmerz linke Schläfe bis zum Auge. Besser durch Wärme und Daraufliegen (4/41, 4/42).
    Migräne, der Kopfschmerz zieht jetzt zur Nasenwurzel vom linken Auge ausgehend (Kopfschmerz üblicherweise immer rechts), Schleimerbrechen (wie üblich), verschlafe den Vormittag. Mittags immer noch Kopfschmerz, kann aber aufstehen und essen, langsame Besserung bis zum späten Nachmittag, Stimmung gereizt (4/42).
    10 Uhr vormittags langsam zunehmende dumpfe Schmerzen im Hinterkopf vom Nacken her, als sei die Nackenmuskulatur steif und verspannt (ist sie aber nicht) Massieren tut gut; dumpfer Schmerz breitet sich im ganzen Kopf aus. Bin sehr lärmempfindlich, dauert eine Stunde und klingt dann ab (1/22).

     

    Dumpfer Schmerz rechte Stirne bis in rechte Kopfhälfte, 17–2130 Uhr, schlimmer bei jedem Schritt, besser Beschäftigung im Haushalt (5/6).
    Dumpf im Kopf (4/29, 4/30, 6/22).
    Dumpfer Kopfschmerz, nicht genau zu lokalisieren, beginnt abends, verschlimmert sich im Laufe des Abends zu einem Pochen tief im Kopf, schlimmer durch die Erschütterung bei jedem Schritt; macht jede geistige Arbeit unmöglich. Problemloses Einschlafen, erwache mehrmals nachts und spüre jedesmal tief im Kopf den dumpfen, teilweise pochenden Schmerz. Morgens beim Erwachen schmerzfrei. Während der nächsten Tage immer wieder dieser Schmerz tief im Kopf, beeinträchtigt Tagesarbeit allerdings nicht (5/35).
    Nachmittags dumpfer Kopfschmerz, vorige Nacht erst um 4 Uhr ins Bett gekommen; Schmerz wenig gebessert durch Schlaf (5/37).

     

    Auge, Sehen

    Rinnen der Augen in kalter Luft (4/3).

    Augen wäßrig beim Eintritt in die Wärme – bei mir sonst immer umgekehrt (6/29).
    Wäßrige Augen mittags beim Gehen gegen die Sonne (stärker als normal) (3/2).
    Stechender Schmerz über dem rechten Auge, das Auge wäßrig, das rechte Nasenloch rinnt bei Bewegung, beim Aufstehen. Schmerz wandert auch zur linken Stirnseite (4/11).
    Leichtes Brennen der Augen beim und nach dem Augenschließen (8/3).
    Empfindlich gegen Zigarettenrauch, vor allem die Augen brennen und kratzen, muß dauernd zwinkern (8/8 – bei einer Raucherin).

     

    Plötzlich fleckenweises Flimmern vor beiden Augen, nimmt innerhalb von Minuten zu, Dauer 15 Minuten, vergeht nach ruhigem Sitzen mit geschlossenen Augen. Anschließend geringer dumpfer Kopfschmerz, wie blöde für einige Stunden (bekannt von früher) (1/10).

     

    Ohr, Hören

    Abends, Beginn schleichend, beidseits Ohren völlig verschlossen, als ob eine Mauer zwischen mir und der Umwelt wäre, wird durch nichts besser. Dadurch unwirkliches Gefühl, ich bin nur Beobachter, gehöre aber nicht dazu (3/4 bis 19).
    Wie Watte in den Ohren, Ohrenklingen, Pfeifen, manchmal einseitig, zeitweise abwechselnde Seiten. Pfeifen besser durch Zunge auf den Gaumen legen. Durchgehendes Pfeifen oft für 1–2 Stunden (3/5 bis 20)
    Höre schlecht, muß oft nachfragen (3/7).
    Ohrensausen, ohne Ton, als ob im Kopf ein Bienenschwarm herumfliegen würde (6/16, 6/17).

    Ohrensausen, Druck im Kopf und Anspannung im Kieferwinkel (6/16).

     

    Nase

    Gefühl, die Nase ist verstopft – kann zu meinem Erstaunen jedoch durch die Nase atmen (6/32).
    Nase teilweise verstopft, nichts auszuschneuzen (4/6).
    Nase innen wie zugeschwollen, bekomme schwer Luft (7/14).
    Beim Schlafengehen schwillt sofort die Nase zu (6/39).

    Nase nachts total verstopft, nichts ausschneuzbar. Schnarchen, trockener Mund nachts (6/39).
    Nase nachts verstopft, erwache davon (4/10).
    Nase links verstopft, rechts rinnt es, Augen wäßrig, Kitzeln im Rachen, muß dauernd husten. Nach Schneuzen pochendes Geräusch im Ohr (4/8).
    Nase links wie mit einem Stöpsel verstopft, nichts ausschneuzbar, rechts ganz frei. Im hinteren Bereich beider Nasenhöhlen Gefühl, als ob Pfeffer drin wäre, Jucken und Kitzeln. Bei vergeblichen Schneuzversuchen Knacken im Bereich der verstopften Nase und der angrenzenden Knochen (wie wenn Sprünge in einer Eisfläche entstehen) (3/38 bis 41).
    Plötzliches Tropfen und Jucken der Nase, abends (6/36).

     

    Massenhaft durchsichtig schleimiges Sekret in der Nase (4/13).
    Zäher Schleim in der Nase, weiß mit gelb dabei (7/28).
    Glasiger Schleim beim Schneuzen, morgens. Dicke große dottergelbe Eiterklumpen retronasal (6/23, 6/24, 6/35).
    Schnupfen, besser nachmittags und abends (6/23 bis 40).
    Trockenes Gefühl in der Nasenschleimhaut, als würde sie jeden Moment einreißen – nicht auszuhalten, versuche Wasser in die Nase zu bringen, hilft nicht, Knacken bei jedem Schneuzversuch und das Gefühl, es entstehen feine Risse oder Sprünge (3/38 bis 41).

     

    Anhaltendes Jucken und Kitzeln beidseits in der Nase, plötzliches heftiges Niesen (max. Pause 30 Minuten) bessert nicht – den ganzen Tag. Verärgert über das Niesen, möchte mich wundkratzen (3/40, 3/41).
    Explosionsartiges Niesen (6/23 und 24 und 32).
    Niesen mit wundem Gefühl im Rachen, beim Niesen Schmerz bis in den Rachen (7/26).
    Beim Schneuzen plötzlich heftigst schießender Schmerz von linker Nase in linke Stirnhöhle und ins Gehirn, als ob das Gehirn zerreißen würde. Eigenartiger Geruch in der Nase und Geschmack im Mund. Drücke mit Hand ganz fest gegen die Stirn, habe Angst, sie könnte platzen – Schmerz klingt innerhalb einiger Minuten ab (3/41).
    Nase links verstopft, rechts klare, wundmachende Absonderung, besser im Freien. Sekret am nächsten Tag milchig, leicht blutig – nun auch links wäßrige, scharfe Absonderung; Sekret in den nächsten Tagen beidseits dick rahmig. Nasenlöcher abwechselnd verstopft; besser im Freien. Sekret abwechselnd dick gelb und dünnflüssig (3/41 bis 47).

     

    Abends im geheizten Raum schwillt plötzlich die Nase zu, dünnflüssiges milchiges Sekret – im kühleren Zimmer ist alles vorbei (4/15).
    Schnupfen stärker beim Betreten eines Hauses (draußen ist es kalt) und mittags (6/32).
    Abends, links in der Nase ein wundes Gefühl als würde Schnupfen kommen (7/2, 7/17).
    Borken in der Nase, zäher Schleim den Rachen hinunter (3/4).
    Sekret rinnt über den Pharynx ab, der Druck in der rechten Kieferhöhle hört auf (bestand seit erstem Tag der AMP), beim Vorbeugen rinnt hellgelbe jauchige Flüssigkeit ab (9/4).

    Sehr starke Sekretion aus der Nase. Röntgenologisch: Sinusitis maxill. dext. (9/5).

     

    Gesicht

    Nach dem Waschen morgens rote Flecke im Gesicht (wie gewöhnlich) – diesmal aber ganz ungewöhnlich symmetrisch und schmetterlingsförmig um den Mund (8/4).
    Morgens nach dem Aufstehen für eine Stunde Schuppung vom Mundwinkel bis zum Kinn, links stärker als rechts, mehrere Tage (6/17).
    Gefühl, das Gesicht schwillt an (6/32).
    Um Mund und Kinn kleine Pusteln (9/2).

    Anspannung der Muskeln um das Kiefergelenk (6/16).
    Unterkieferzittern bei Erregung (6/33).
    Muskelzucken der rechten Unterlippe, vormittags; sichtbar (10/9).
    Totes, bamstiges Gefühl der Unterlippe (10/9).
    Lippen aufgesprungen, brennen bei Berührung (4/18).

     

    Druck in der rechten Kieferhöhle, als ob sie platzen würde (9/1).
    Vormittags beim Sitzen im Zimmer plötzlich ein dumpfer, ziehender Schmerz im linken Oberkiefer entlang der Zahnwurzeln, dauert 30 Minuten und verschwindet plötzlich, lasse die Zunge den Kiefer entlanggleiten und empfinde das als angenehm (2/5).
    Den ganzen Tag Druck in den Stirnhöhlen; rechte Gesichtsseite, ein Schmerz, der sich zu den Zähnen zieht, schlechter im Haus (4/11).
    Abends, Schmerz rechte Gesichtshälfte, der von den Zähnen im Oberkiefer bis zur Stirn und zur Nase zieht. Der Druck der Brille tut weh (4/20).
    Nachmittags stechender Schmerz rechte Gesichtshälfte, anfangs in der Kälte schlimmer, aber verschwindet dann (4/31, 4/33).

     

    Mund, Zunge

    Beißt sich beim Kauen wiederholt in die Wange (5/46).
    Trockener Mund und Lippen den ganzen Tag, Trinken hilft nicht (bei Schnupfen) (6/39).
    Nach dem Mittagessen unangenehm trockenes Gefühl am hinteren Gaumen, durch Trinken unverändert, hält bis zum Abend an (7/1).
    Brennen an Zungenspitze und -rand nach Kuchen oder Honigbrot (4/2, 4/11, 4/31, 4/40).
    Blase an der Zungenunterseite, prall mit durchsichtiger Flüssigkeit gefüllt, Durchmesser 3mm, gering schmerzhaft, platzt nach leichtem Druck (1/14).

     

    Zähne

    Wellenartig ziehender Schmerz im Bereich der rechten oberen Zähne (9/1).
    Druck im Kopf, sobald ich aufstehe, nicht im Liegen; im Oberkiefer tun abwechselnd rechts und links die Zähne weh (4/12).
    Der Schmerz im rechten Oberkiefer lokalisiert sich, so daß ich glaube, daß ein Zahn ein Loch hat – Kauen und Süßes tut weh (4/26).
    Zähne im Oberkiefer tun beim Bücken weh (4/27).

     

    Innerer Hals

    Nachmittags für ½ Stunde Halsschmerzen links (gering) (7/1).

    Kurzfristige Halsschmerzen beidseits (7/2).
    Schmerz an der hinteren Rachenwand, dauert 5 Minuten, dabei Räuspern (7/8).
    Halsweh, abends vor dem Einschlafen, besser durch Halstuch (6/38).
    Halsweh den ganzen Tag, besser beim Arbeiten im Freien, schlimmer abends und beim Leerschlucken (3/4).
    Leichte Halsschmerzen rechts, wundes Gefühl, vor allem beim Schlucken, Halslymphknoten geschwollen (3/43).

     

    23 Uhr plötzlich drückende Halsschmerzen rechts beim Schlucken (1/3).
    Schmerzhaftes Druckgefühl beidseits im Hals beim Schlucken, als ob es zu eng wäre, immer morgens und abends für vier Tage; Frühstück bessert und warme Getränke (1/13 bis 17).
    Starke Halsschmerzen morgens, besser durch heißen Tee, schlimmer beim Sprechen, verschwinden nach dem Frühstück (7/26).
    Erwache mit Halsschmerzen morgens, Kloßgefühl, nur beim Speichelschlucken, warme Getränke bessern (6/23 bis 24).
    Starker Halsschmerz in der Früh beim Aufwachen, besonders am Gaumensegel beim Speichelschlucken, besser durch Getränke und durch Hervorwürgen dicker hellgelber Schleimpfropfen die hinterm Gaumensegel lagen (6/32, 6/35).

     

    17 Uhr, Schmerz hinten an der Rachenwand, zieht Richtung Ohr, besser durch Trinken, schlechter beim Essen, zieht rechts die Kehle hinunter (Halsschmerzen zuletzt vor ca. 12 Jahren) (3/3 bis 4).
    Rachen wie verschwollen, morgens (7/24, 7/25)
    Halsschmerzen abends, Rachen wund und wie verschwollen, festsitzender Schleim (7/21).
    Morgens wund im Rachen, Räuspern, Kloßgefühl beim Schlucken (7/3).
    Räuspern vor dem Sprechen nötig, nachmittags, es kommt aber kein Schleim (7/2).

     

    Morgens Schleim im Rachen, Halsschmerz beim Sprechen, kann durch Räuspern den Schleim lösen und schlucken (7/28).
    Belegter Hals nachmittags und abends, muß öfters räuspern oder husten – kaum Auswurf, schmeckt bitter (6/39 bis 40).
    Auswurf aus dem Rachen glasig oder auch hellgelb und bitter (6/4).

     

    Magen

    Der erste Bissen des Frühstücks tut im Magen weh, nach dem Frühstück Magenkrämpfe, Bauch gebläht und druckempfindlich für einige Stunden (4/41, 4/47).
    Am Abend ein Glas Rotwein, Schafkäse und Zwiebel gegessen. Nachts mehrmals erwacht wegen Aufstoßen und Übelkeit (hatte vor fünf Jahren mal Gastritis) (8/20)


    Kann beim Frühstück wegen Übelkeit nichts essen oder trinken (4/42)
    Übelkeit bei Kopfschmerzen (4/7).
    Pochender Schmerz an beiden Schläfen, mit Übelkeit, vormittags, schlimmer beim Autofahren, verschwindet nach 20 Minuten Fußmarsch. Weil mir so übel ist, kann ich mir Essen gar nicht vorstellen (4/2).
    Schlucksen nach dem Abendessen für 10 Minuten (1/1).

     

    Appetit

    Heute ganz wenig Appetit (7/17).
    Völlige Inappetenz, den ganzen Tag nur ein Brot gegessen (8/21).

    Weil mich das Essen nicht interessiert, esse ich den ganzen Tag fast nichts (4/10).
    Appetit fehlt, esse aus Pflichtbewußtsein drei Bissen, dann kann ich nicht mehr. Auch der Tee bleibt stehen (4/40).
    Brauche kein Frühstück (normalerweise die wichtigste Mahlzeit des Tages) (4/9).
    Hungergefühl, das sonst immer gegen Mittag auftritt und mit Gurgeln im Bauch verbunden ist, fehlt – auch die Darmgeräusche fehlen (5/5).

     

    Lasse das Abendessen ausfallen (4/9, 4/40).
    Abends 19 Uhr kein Hunger und keine Darmgeräusche, beides sonst abends obligat, wenn ich mittags nichts gegessen habe. Danach Heißhunger mit unbestimmtem Verlangen um 21 Uhr; esse alles durcheinander was ich finde (absolut unüblich) (5/2).
    Auffallend vermehrter Appetit seit einer Woche, kann mich nicht zurückhalten, egal ob ich hungrig bin oder nicht. Keine bestimmten Gelüste, esse irgendwas. Gierig, bin in Versuchung, den Kindern die soeben für sie gekaufte Käsesemmel wegzuessen (1/12 bis 16).
    Abneigung und Ekel vor Kaffee und Kaffeegeruch für 10 Tage (zuletzt vor 10 Jahren während der Schwangerschaft) (5/42).
    Abneigung gegen Fisch (4/6).

    Trinke zum Frühstück und den ganzen Vormittag nichts (ungewöhnlich) (4/5).

     

    Bauch

    Vormittag stechend lanzinierender Schmerz quer durchs Epigastrium – für Sekunden. Zwingt zum Zusammenkrümmen (8/12 bis 14).
    Plötzlich heftig stechender Schmerz morgens beim Autofahren. Wie elektrisiert in der linken Leistenbeuge; muß unwillkürlich den Atem anhalten. Schmerz kommt innerhalb von 20 Minuten mehrmals, dauert eine Sekunde und verschwindet sofort wieder. Dasselbe tagsüber, nicht so heftig, einige Male, aber weiter oben in der Bauchwand über dem Beckenkamm links an einer kleinen Stelle (5/13).
    Eine halbe Stunde nach dem Mittagessen langsam beginnende Schmerzen im mittleren Oberbauch und fürchterliche Übelkeit. Verlangen mich hinzulegen, seitlich, mit angezogenen Beinen; Verlangen nach Wärme auf den Bauch – dauert eine halbe Stunde (Bekannt von früher, diese Schmerzen waren jedoch seit homöopathischer Behandlung vor fast zwei Jahren verschwunden) (1/25).
    Blähungen; schneidender Schmerz im Bauch; kann keine enge Kleidung tragen. Besser durch Windabgang und lockere Kleidung (3/16).

     

    Bauch gebläht – während der Regel (7/13).
    Starke Blähungen den ganzen Tag; Bauch aufgetrieben wie eine Kugel. Ständiger vergeblicher Stuhldrang mit Völlegefühl im Rektum; nur selten Abgang von übelriechenden Winden (2/2).
    Den ganzen Tag schmerzhafte Blähungen. Schneidender Bauchschmerz, in Bauchlage besser; Windabgang bessert nicht (gestern Sekt getrunken) (3/23).
    Im Bett krampfartige Schmerzen im Unterbauch, wellenförmig, hindern am Einschlafen (3/9).
    Ziehende Schmerzen vom rechten seitlichen Unterbauch in Richtung Uterus, während der Regel (3/4).

     

    Dumpfer heftiger Schmerz beim Hinsetzen, als ob etwas aus dem Becken nach oben gedrückt würde, abends, für wenige Sekunden, Schmerz läßt mich hochfahren vom Sessel, verbunden mit tief seufzendem Einatmen (5/6).
    Nachmittags vermehrt Darmgeräusche (7/24).
    Nachmittags plötzlich für einige Minuten ein Pulsieren im Bauch, das nur auftritt, wenn ich mich im Sitzen fest mit dem Bauch gegen die Tischkante lehne (nehme diese Sitzposition normalerweise oft und gerne ein – bisher ähnliche Empfindungen nie gehabt). Dasselbe nochmals für wenige Minuten abends im Bett in Bauchlage. (5/16)
    Kurzzeitig Pulsieren im Bauch, vormittags (5/22).
    Warmes Aufsteigen vom Bauch zum Kopf hin (4/8).

    Innerliches Zittern im Oberbauch bei Erregung (6/33).

     

    Stuhl, Rektum

    Normaler Stuhlgang zur gewohnten Zeit nach dem Frühstück; 15 Minuten später Durchfall, spritzend, breiig, süßlicher Geruch (8/4).
    Morgendlicher Stuhlgang zur gewohnten Zeit, jedoch als breiiger, süßlich riechender Durchfall (8/5).
    Leichter Durchfall, wäßriger, gelblich-brauner säuerlicher Stuhl. (3/16, 3/17, 3/23 bis 24).
    Plötzlicher Stuhldrang nachmittags; sehr weicher Stuhl; nachher Kneifen für 10 Minuten im ganzen Bauch (4/12).

     

    Durchfall flüssig mit festen Brocken, stinkend; kommt in einem Schuß heraus. Eine Stunde später beim Gehen Gefühl, als ob Blähungen kommen wollten, es geht eine volle Ladung Durchfall in die Hose. Eine halbe Stunde später zweimal erfolgloser Stuhldrang und dann plötzlicher (erfolgreicher) Drang (6/16).
    Heute mindestens 10mal erfolglosen Stuhldrang; Gefühl, ich müsse sofort aufs Klo, als ob es sonst zu spät sei, aber es kam nichts (3/13).
    3mal Stuhl in kleiner Menge, abends; Gefühl es müßte größere Menge Stuhl kommen, aber es geht nicht (10/10).
    4mal abends Stuhldrang, kleine Menge. Nachts, wie im Schlaf, wie ein Traum, als presse jemand den Stuhl ins Rektum zurück – erwache mit diesem Gefühl (10/8).
    In den letzten Tagen sind nicht zwei Stühle gleich geformt (4/14).

    Blutende, nässende schmerzhafte Hämorrhoiden (gebessert am fünften Tag der AMP) (9/5).

     

    Harnorgane, Harn

    Brennen im vorderen Drittel der männlichen Harnröhre, ständig; besser während des Wasserlassens (9/2).
    Drückender Schmerz am Ende der Harnröhre, gegen Ende des Wasserlassens; vormittags 2mal (7/4).
    Deutlicher Schmerz in der Harnröhre, während der Harn fließt – auffallend, daß er so plötzlich begann und aufhörte (7/3).
    Sehr starker plötzlicher Schmerz in der Harnröhre beim Harnlassen. Brennen; hält nach dem Wasserlassen zwei Minuten an (1 Uhr nachts), dann Harnträufeln (Harnuntersuchung: o.B.) (7/4).

    Erwache mit Schweiß am Oberkörper. Während und nach dem Wasserlassen heftiger Splitterschmerz in der Harnröhre mit Schweißausbruch am Oberkörper (7/4).
    Morgens 4 Uhr 30 Harndrang, spüre die Harnröhre beim Harnlassen (7/26).
    Morgens Druckgefühl und Brennen beim Harnlassen, hält eine Stunde an (7/31).
    Erwache 3 Uhr nachts wegen Harndrang, dauert eine halbe Stunde; morgens Brennen nach dem Harnlassen (7/22).
    4 Uhr erwache mit Harndrang, starker Druck, der nicht nachläßt, komme eine Stunde nicht vom Klo. Tagsüber außer Brennen beim Harnlassen keine Beschwerden (7/23 und 24).

     

    Volles Gefühl in der Blase, ohne daß viel drinnen ist; tags (7/24).
    Am Ende des Urinierens ein schmerzhafter Druck am Harnröhrenende als ob etwas anschwellen würde, besser wenn etwas Harn nachträufelt; komme deswegen die nächsten vier Stunden nicht vom Klo. Besser warmes Sitzbad, ruhiges Liegen und Nachträufeln. Schlimmer durch jede Erschütterung, jeden Schritt (7/21).
    Beim Geschlechtsverkehr unangenehmes Anstoßen an der Harnblase (7/21, 7/19).
    Völlegefühl in der Blase nach dem Koitus; Harnlassen ändert daran nichts (7/19).
    Harn stinkt wie verbrannt (vor Jahren schon einmal gehabt) (7/9).

     

    Weibliches Genitale

    Regel mit kleinen Blutkoageln (6/31).
    Regelblutung fünf Tage zu früh (7/10, 7/33).
    Regel zwei Tage zu früh (1/17).
    Menses zwei Tage zu früh und auffallend dunkel, braun-schwarz (4/20).
    Menses nachts stärker als sonst (4/21).

     

    Regel am zweiten Tag stärker als üblich (7/11).
    Regel einen Tag kürzer als sonst (4/25).
    Regel dauert vier Tage, das ist ungewöhnlich – sonst fünf Tage (1/20).
    Den ganzen Tag über keinerlei Blutung, erst abends geringe bräunliche Blutung (1/20).
    Vormittags geringe bräunliche Blutung für wenige Stunden (1/22).

     

    Schwache Regel, nur beim Wasserlassen (6/33).
    Regel um einen Tag kürzer als gewohnt und extrem schwach (5/37)
    Regel schwach, schwarz (4/23)
    Zu Beginn Regel wäßrig, bräunlich, schmutzig-rot, mit gelb-grünen Flecken in der Wäsche. Stärker als sonst (7/10).
    Stinkende Schmierblutung (6/30).

     

    Mehrmals beim Wasserlassen Abgang von hellem Blut aus der Scheide (6/15).
    Nachmittags orangefarbener Ausfluß aus der Scheide – abends wäßrig, dünnflüssig und gelb (7/9).
    Organgefühl des Uterus am 14. Zyklustag; als ob er größer und schwerer wäre, kein Schmerz, spüre ihn einfach; in verschiedenen Haltungen gleich. Erschütterung unangenehm (1/5).
    Abends beim Liegen im Bett spüre ich nur mehr meinen Unterleib und die Beine. Oberkörper und Kopf sind abgehoben. Dabei Lustgefühl in der Scheide – aber wie Schmerz – und sexuelle Phantasien (7/10).
    Wieder dieses Organgefühl im Uterus, ganz leicht; nicht unangenehm (16. Tag seit letzter Menses) (1/33).

     

    Atemwege

    Erwache mit extrem tiefer Stimme; wie rauh in der Stimmritze und spüre die Luft beim Atmen durch die Stimmritze rauschen. Am Vormittag wieder normale Tonlage durch viel Sprechen. Vormittags Kitzeln im Hals zwischen Halsgrube und Kehlkopf, das zum Husten zwingt (8/6).
    Strömen der Luft durch den Kehlkopf spürbar (8/7).
    Bei Aufregung bleibt die Luft weg, atme zu wenig aus (6/33).
    Schnarchen im Schlaf bei Schnupfen (6/39).
    Gefühl zu ersticken in Nase und Kehlkopf, Angst zu ersticken. Es ist unerträglich, im Auto zu rauchen (Raucherin) (8/8).

     

    Kitzelnder Reizhusten 21 Uhr für eineinhalb Stunden (8/5).
    Husten ohne Auswurf; Kitzeln im Rachen, morgens (6/35).
    Kitzelhusten (im Rachen), besser im Freien (4/).
    Hustenreiz durch Kratzen im Kehlkopf, krampfhafter Reizhusten; kann nicht aufhören, wenn ich einmal angefangen habe; besser im Freien, kaltes Wasser trinken (3/43).

     

    Brust, Herz

    Jucken beider Achselhöhlen abends; Brennen nach Kratzen. Rötung (10/4, 10/5).

    In der Kälte stechender Schmerz in den Brustwarzen, dabei berührungsempfindlich – sofort besser in der Wärme (4/15).
    Übelriechender Achselschweiß bei Anstrengung (ungewöhnlich) (4/12).
    Ruhetachykardie von 95 auf 75/min. zurückgegangen, nur vereinzelt Extrasystolen (gebessertes Symptom) (9/10).

     

    Rücken

    „Es war auf einmal da“ – Schmerz vom Nacken bis lumbal wie Muskelkater, spüre jede Bewegung und jeden Muskel einzeln (4/3, 4/4).
    Erwache morgens mit dem Gefühl, der ganze Rücken ist verspannt (4/34).

     

    Rücken in der Früh steif, Aufstehen und Bücken schmerzt, vergeht beim Umhergehen (3/5).
    Plötzliches schmerzhaftes Zucken und Reißen rechte Nackenpartie wie ein Stromstoß – auch für andere bemerkbar – verbunden mit seufzendem tiefem Einatmen; danach Herzklopfen einige Minuten wie nach Schreck. Zusammenzucken des ganzen Körpers beim elektrisierten Gefühl (5/8).
    Schmerzhafte Verhärtung der Nackenmuskulatur bis zu den Schultern, schlimmer Druck und Kopfdrehen nach rechts hinten sowie Kopfbeugen. Muß immer hingreifen und reiben. Muskel bretthart. Vergeht nach einigen Tagen (5/21).
    Beim Kopfdrehen Schmerz links im Nacken, bohrend bis in Schultern (begann zwei Tage vor Beginn der AMP, wird jetzt stärker). In den nächsten Tagen auch ziehend, drückend und beim Kopfbeugen (7/1 bis 4).
    Ziehender Schmerz rechter Nackenbereich strahlt in rechten Hinterkopf. Gleichzeitig ziehende Schmerzen links lumbal (4/9).

     

    Dumpfer Lumbalschmerz (3/4).
    Kreuzschmerzen den ganzen Tag, schlimmer nachts; strahlt bis in Darmbeinkämme beidseits (3/5).
    Kreuzschmerz nur mehr morgens und abends (3/6).
    Abends beim Ruhigsitzen beginnt langsam Kreuzschmerz; besser beim Radfahren (4/9).
    Stechende Schmerzen beim Sitzen links sakral, während der Menses; verschwinden nach Aufstehen (7/10).

     

    Abends bekomme ich die Regel – Kreuzschmerzen sind diesmal nur ganz schwach, auch vor der Regel keine Kreuzschmerzen gehabt – im Gegensatz zur Zeit vor der AMP (3/33).
    Rückenschmerz verschwindet bei geistiger und körperlicher Arbeit (4/4).
    Kreuzschmerzen. Anstrengung bessert, bücken und gebeugt sitzen tut weh (4/29 bis 34).
    Schmerzen rechts vom Iliosakralbereich, morgens beim Aufstehen; strahlt bis in Oberschenkel. Bewegung ohne Belastung schmerzhaft, beim Tragen des Kindes wesentlich besser (4/40).
    Kreuzschmerz beim Vorbeugen und Anlehnen, ziehend (4/45 bis 46).

     

    Kreuzschmerz; dem rechten Bein fehlt die Kraft, schwierig in die Straßenbahn zu steigen (4/25).
    Abends, beim Sitzen auf einem kalten Holzsessel, dumpfer, sehr störender Kreuzschmerz mit Kältegefühl in den Knochen des Kreuzbeins, rutsche hin und her, beuge mich nach hinten – bessert nicht. Auch warme Unterlage lindert nicht (ungewöhnlich) (5/31).
    Wiederholt im Tagesverlauf Rückenschmerzen links lumbal; beginnen plötzlich im Sitzen, dauern 30 Minuten, enden plötzlich; ziehend, reißend, besser durch lokale Wärme (3/2).
    Vormittags nach längerem Stehen plötzlich Kreuzschmerz (wie am 17. Tag) (4/24).
    Plötzlich einschießender Schmerz links neben Kreuzbein, verschwindet ebenso plötzlich nach einer Minute (abends in kühler feuchter Luft im Freien) (7/8).

     

    Links lumbal beim Zurücklehnen im Auto heftiger Schmerz an einem Wirbel. Münzgroßer, erhabener, geschwollener roter Fleck. Schmerz bis in linken Oberschenkelkopf; verschlimmert durch aufrecht Sitzen, besser gebückt Sitzen. Fleck verschwindet in den nächsten Tagen (7/17).
    Kreuzschmerz so stark, daß ich vom Sessel fast nicht mehr hochkomme; kann rechtes Bein in Hüfte nicht aktiv heben, was gehen schwierig macht. Positionswechsel im Sitzen tut weh. Besser bei dauernder leichter Bewegung (4/40).
    Kreuzschmerz morgens, maximal mittags, verschwindet nachmittags langsam (4/44).
    Morgens beim Erwachen im Bett ziehende Schmerzen beidseits im Iliosakralgelenk bis Oberschenkel lateral-dorsal und Unterschenkel lateral bis oberhalb des Knöchels. Heftiger konstanter Schmerz in jeder Lage den ganzen Tag; besser nur durch Bewegung (8/3, 8/4).

     

    Extremitäten

    Den ganzen Tag eiskalte Hände (3/5).

    Abends, beim Sitzen, Gefühl, als ob ein Luftzug übers Bein streichen würde (5/10).
    Kälte der Unterschenkel und Füße abends im Bett; Einschlafen ungestört, erwache jedoch mehrmals deshalb (5/29 bis 31).
    Ziehende Schmerzen im Schultergürtel (8/2).
    Erwache mit punktförmigen Schmerzen, wie verspannt, rechte Schulter, die nach dem Aufstehen den Arm hinunter ziehen, schlimmer Drehbewegungen der Hand (4/14).
    Schmerz linker Ellenbogen, strahlt in Außenseite des Oberarmes (2/2).

     

    Verspannung rechtes Bein vom Gesäß bis Knöchel, wie ein schmerzhafter Strang, der im Sitzen das Bein hinunter zieht, Ruhe verschlechtert, Positionswechsel bessert (4/14).
    Seit zwei Wochen: wenn der linke Ringfinger kalt wird, entsteht schlagartig ein tastbarer Strang, bei Druck schmerzhaftes Kribbeln, als hätte man sich den Ellenbogen angeschlagen, dauert einige Sekunden (6/21 bis 35).
    Schmerz rechts im Gesäß bis zur Ferse; nach Ärger; dauert den ganzen Tag, Heben fast unmöglich (4/17).
    Mehrmals täglich Schmerz linke Hüfte, anfallsartig; ausgelöst durch Kälte (bekannt von früher, diesmal jedoch intensiver) (2/2).
    Gelenkschmerzen, besonders linke Hüfte, auch Ellenbogen, Knie – anfallsartig, mehrmals täglich im Sitzen (2/3, 2/4).

     

    Schmerz wie Muskelkater beide Hüften, beim Beinstrecken (7/5).
    Gefühl wie Muskelkater in Vorderseite der Oberschenkel beim Strecken (4/3).
    Ziehende Schmerzen in den Oberschenkeln beim Gehen (7/17).
    Morgens beim Erwachen handgroße Stelle am linken Oberschenkel wie wund; Haut ist schmerzhaft, wie nach Verbrühung, deutlicher beim Darüberstreichen; dauert 2–3 Stunden (1/10).
    Plötzlich 14 Uhr drückend ziehende Schmerzen im rechten Knie, im Sitzen; Ausstrahlung Unterschenkel-Außenseite (bekannt von früher – zu dieser Jahreszeit) (2/1).

     

    Beim Gehen plötzlicher Schmerz im linken Knie, fährt ein wie der Blitz, als ob das Knie auslassen würde; bin kurz kraftlos im Bein – dauert 1–2 Minuten. Bleibe stehen, halte mich fest, reibe das Knie sehr fest. Der Schmerz verschwindet so plötzlich wie er gekommen ist (2/10).
    Im Laufe des Tages mehrmals plötzlich heftig stechender Schmerz linkes Knie; im Sitzen, Gehen, Liegen; dauert 1–2 Minuten, Verlangen nach Wärme für das Knie (2/11).
    Ziehender Schmerz linke Tibiavorderkante von unten nach oben; dauert wenige Sekunden (5/6).
    Nachts im Bett in linker Wade Gefühl als würde ein Krampf kommen (3/4).
    Stechender Schmerz linkes Schienbein beim Bergabgehen, später auch beim Gehen in der Ebene (7/8).

     

    Plötzlich ziehender Schmerz linke Unterschenkel-Außenseite; aufgetreten beim Sitzen während mir kalt war; besser festes Reiben, Wärme (2/7).
    Schmerz linker Unterschenkel wie am Vortag, zur selben Zeit – 14 bis 17 Uhr (2/8).
    Unterschenkelschmerz wie an den Vortagen, beginnt und endet langsam (2/9).
    Schmerz wie wund und weh in linker Ferse beim Auftreten, brennt beim Gehen. An der Haut ein 15mm großer roter Fleck, fühlt sich dick, fest und glatt an. In den nächsten Tagen auch schmerzhaft in Rückenlage und durch Berührung durch die Bettdecke. Erwache am 37. Tag nachts wegen des Schmerzes – brennt fürchterlich. Ab 38. Tag Schmerzen auch in rechter Ferse und dieselben Hautveränderungen. Schmerzen nehmen innerhalb von Tagen langsam zu und ab (3/32 bis 48).
    Plötzlich krampfend ziehender Schmerz zwischen 1. und 2. Zehengrundgelenk für einige Minuten im Sitzen (3/5).

     

    Wunder Schmerz an beiden Fersenrändern, als ob dort Risse wären – morgens nach dem Aufstehen, dauert bis Mittag, bei jedem Schritt (5/9), nur links und von kürzerer Dauer (5/12).
    Schweregefühl in den Beinen beim Gehen, während der Regel (7/10).
    Dasselbe Gefühl nochmal (7/15).
    Gefühl, das Bein trägt mich nicht – bei Kreuzschmerzen (4/45).
    Erwache wegen eingeschlafenem linken Unterarm und Hand; schmerzhafte Gefühllosigkeit, Ameisenlaufen, Schwere- und Schwellungsgefühl (vor der AMP selten gehabt, während der letzten Nächte regelmäßig wiederkehrend). Am 19. Tag rechts (5/14, 5/18, 5/19, 5/22) (22. Tag rechts).

     

    Beim Erwachen prickeln Mittel- und Ringfinger (4/15, 4/16). Zittern der Oberschenkel nach Koitus (7/4).
    Stolpere und stürze beim Versuch zu laufen; kann meine Beine nicht kontrollieren, wie betrunken – keine Probleme beim Gehen (2/16).

    Schlaf

    Schlaflage am Rücken – kann normalerweise maximal 20 Minuten während des Mittagsschlafes am Rücken liegen (6/39).
    Würde den ganzen Tag am liebsten nur schlafen (3/41).
    Große Müdigkeit, möchte im Bett liegen und lesen, aber dabei fallen mir die Augen zu, lege das Buch weg und schlafe (8/2).

     

    10 Uhr vormittags müde und verlangsamt, gähne sehr oft, würde am liebsten schlafen gehen (1/4).
    Gehe abends sehr früh schlafen (3/37).
    Kann wegen Vollmond kaum schlafen (7/17).
    Einschlafstörung; drehe mich von einer Seite auf die andere, bin unruhig und hellwach, wie wenn ich Kaffee getrunken hätte (9/3).
    Brauche lange um einzuschlafen, bin um 23 Uhr 30 noch hellwach – unüblich (4/39, 4/40, 4/47).

     

    Kann zwei Stunden lang nicht einschlafen, bin nicht müde, will aber nicht aus dem Bett oder das Licht anmachen (7/2).
    Unterbrochener Schlaf, wache 4–5mal auf (7/22).
    Erwacht um 0 Uhr 30 (1. Und 10. Tag), 5 Uhr 30 (1. Tag), 1 Uhr 30 (2. Tag) – jeweils problemloses Einschlafen – so gut wie nie vorgekommen (8/1, 8/2, 8/10).
    2 Uhr 30 erwacht, wie ausgeschlafen; setze mich ins Wohnzimmer (4/10).
    Erwache, wie ausgeschlafen, nachts (4/12, 4/40, 4/44).

     

    Erwache 5 Uhr 30 wegen Harndrang (7/27).
    Bin um 5 Uhr ausgeschlafen (4/3).
    Beim Aufstehen morgens sehr müde (1/3), fast unfähig zu reagieren (1/4 bis 5).
    Erwache von Tag zu Tag mehr müde und gerädert, körperlich und geistig, trotz ausreichend Schlaf (6/21, 6/38 bis 39).
    Lese schon seit drei Tagen bis Mitternacht, hellwach, komme morgens nicht aus dem Bett (4/23).

     

    Träume

    Die ganze Nacht getanzt; wunderschön, harmonisch; mit unbekanntem Mann, der mich aufforderte; in einem Gasthaus auf Steinboden: Berührte den Boden nur mehr ganz leicht mit den Zehenspitzen. (Der erste deutliche und erinnerliche Traum seit längerer Zeit) (1/28).
    Eine Frau kommt und fragt meinen Freund, ob er bei ihr übernachten wolle – er sagt „Bevor ich allein schlafe“ (7/17).
    Von Ereignissen des vergangenen Tages (bisher noch nie) (5/11 und einige Tage vorher auch schon mal).
    Gehe Gänge entlang, auf einem Schiff allein; alles wird neu hergerichtet, weiß gestrichen; ich bin da fremd, ruhig: Ein älterer Mann organisiert alles. Erwache aus dem Nachmittagsschlaf – befreit und glücklich (7/6).
    Große Klumpen Stuhl in Badezimmer und WC; liegen am Boden; andere Leute steigen voller Abscheu drüber, um sich nicht zu beschmutzen – mir ist das peinlich; denke, daß das sicher einer meiner Söhne war, und mache mich daran alles wieder sauber zu machen (5/38).

     

    Mein kleiner Sohn greift am Straßenrand in eine Pfütze aus flüssigem Teer, rührt darin herum, sodaß seine Hände total verschmutzt und schwarz sind. Voller Entrüstung, daß die Bewohner ihre Straße so verdrecken lassen, gehe ich ins angrenzende Haus und verlange Seife und Wasser. Bemerke dabei, daß es die Leute im Haus doch sehr sauber haben und sehr freundlich sind, dadurch erschöpft sich meine Aufgebrachtheit (5/40).
    Im Dämmerzustand gegen Morgen seltsamer, wirrer Traum; die Zeit dehnt sich (4/9).
    Intensive Träume; eine Episode geht in die andere über; bin in einem halbwachen Zustand, erwache zwischen den Träumen. Verwirrt, daß ich mich in zwei Welten bewege, wobei mir die Traumwelt wirklicher erscheint als die reale Welt (7/27).
    Chaotische Träume (6/21, 6/23).
    Traum von Flucht durch eine Höhle; sehe einen eidechsenähnlichen Saurier; große Angst. Werfe mich dabei im Bett herum und schnarche (6/37).

     

    Frost, Hitze, Schweiß

    Temperaturbereich, in dem ich mich wohlfühle, ist ziemlich klein, mir ist auch rasch zu heiß – z.B. morgens im Bad – dann auch übelriechender Achselschweiß (4/31).
    Frösteln nachmittags nach Spaziergang im Freien in der Kälte; anfallsweises Frösteln, obwohl es zu Hause warm ist; wellenförmig über den Rücken – auch abends beim Vorlesen, immer beim Einatmen (3/5, 3/6, 3/11).
    Frösteln vormittags und mittags, auch wenn ich davon spreche. Abends auch Oberschenkel betroffen; Frösteln geht von kleinen Zentren aus; wellenförmig (3/8).
    Frösteln nur in der warmen Wohnung (3/5 bis 7).
    Abends so kalt, kann mich trotz heißem Ofen nicht erwärmen (4/30).

    Frieren abends im Bett (4/43).
    Friere tagsüber mehr als sonst (fällt auch dem Partner auf) (4/13, 4/19, 4/31, 4/40).

     

    Allgemeinsymptome

    Abgeschlagen und müde (3/43).
    Mittags Müdigkeit, Schweregefühl im Körper, besonders Arme und Beine (7/9).
    Abends sehr müde; während der Regel (7/7).

     

    Energiegeladen (6/24, 6/34).
    Morgens besser ausgeruht (6/30).
    Wunsch spazieren zu gehen, nach Bewegung an frischer Luft (sonst höchstens 2mal im Jahr) (8/20, 8/23).
    Keine Müdigkeit bis 0 Uhr 30 (1/1, 1/4, 1/8).
    Keine Müdigkeit und ungewöhnlich wach bis 23 Uhr 30 (1/2, 1/3).

     

    Lese bis 1 Uhr – war früher noch nie möglich (4/27, 4/28).
    Deutlich dicker geworden, Hosen sitzen plötzlich ganz eng, die vor einer Woche noch gepaßt haben. Bauch und Oberschenkel 2kg Gewicht zugenommen innerhalb einer Woche – früher nie Gewichtsschwankungen (8/10).
    Leichte Abneigung gegen Zigarettenrauch (rauche sonst 8 pro Tag) (8/7 bis 9).

     

    Haut

    Beide Unterarme ulnar rauh wie Schmirgelpapier (7/10). Obwohl Uhr am Handgelenk getragen habe, keine roten Stellen oder Wimmerl, kein Jucken – wie sonst üblich (3/35, 3/36).
    Haut am Handrücken extrem trocken, rissig (4/19).

     

    Sehr rauhe und trockene Haut an den Fingern beidseits – trotz Eincremen. Zupfe und beiße dauernd an den wegstehenden Häutchen herum – tue ich sonst auch – nur sind die Finger sonst nie so rauh (1/7,1/8,1/12, 1/13).
    Seit Tagen sehr trockene Haut der Hände, heute vor allem rissige Haut des Nagelwalles, ich zupfe sie weg; es blutet – tue ich sonst nie (2/15).
    Hautpilz am linken Unterschenkel beginnt abzuheilen – Besserung eines Symptoms, das vor AMP schon bestand (9/6).
    Jucken, plötzlich beginnend, heftig, Großzehengrundgelenk (bekannt von früher, zuletzt vor ca. 3 Monaten gehabt). Dehnt sich innerhalb von Tagen auf den Fußballen aus; es entwickeln sich juckende Bläschen, z.T. wulstförmig, Jucken zwingt zum Aufkratzen, anschließend Schmerz an den heftig nässenden Stellen (Mykose – früher nie so heftig gejuckt) (6/ab 2. Tag) (Diese Beschwerden hielten bei der Prüferin in heftiger Form ein Jahr lang an, schließlich antidotiert und gebessert durch Nit-ac.).
    Den ganzen Nachmittag lästiges Jucken der linken Wade, besser durch Kratzen, kommt aber bald wieder; schlimmer abends nach Ausziehen, verschwindet im Bett – kein Ausschlag (5/4).

     

    Fußpilz, nach dem Kratzen Geruch nach Essig an der Haut (6/46 bis 49).

     

    Zusammenfassung

    Bei Durchsicht der AMP-Symptome fällt auf, daß eine Reihe von Symptomen plötzlich auftraten, zum Teil auch plötzlich endeten, andere wiederum nur kurzfristig zu verspüren waren (Symptom Nr.1, 2, 17, 37, 38, 46, 70, 87–90, 105, 119, 125, 128, 130, 146, 165, 196, 197, 205, 207, 214, 215, 223, 224, 267, 270, 286–288, 300, 302, 308–310, 314, 318).
    Dagegen setzte bei folgenden Symptomen die Beschwerde langsam ein (94, 106, 198, 277, 291, 316).
    Bei den Schmerzqualitäten standen die drückenden, stechenden, ziehenden und brennenden Empfindungen im Vordergrund:
    Drücken (79–6, 110, 156, 165, 166, 222, 227, 231, 272)
    Drücken von innen nach außen (82, 83)
    Stechen (87, 88, 91, 92, 102, 149, 196, 197, 225, 264, 278, 313)
    Ziehen (204, 272, 273, 283, 292, 296, 306, 308, 311, 314)
    Brennen (144, 153, 221, 228, 263, 317)
    Wellenförmiger Verlauf (90, 155, 203)
    Pulsieren, Klopfen (85, 97, 117, 182, 207, 208)
    Ameisenlaufen, totes Gefühl (143, 322, 323)
    Wie ein Stromstoß, wie elektrisiert, wie ein Ruck (46, 197, 270)
    Tastbarer, bzw. schmerzhafter Strang (299, 300)
    Risse, das Gefühl von Rissen, Geräusch, als ob Sprünge entstehen würden (118, 144, 319, 374, 376)
    Rote Flecke (z.T. erhaben, geschwollen) (136, 289, 317)
    Gefühl zu schweben (72–74, 252, 344)
    Gefühl von Schwellung, Völle, Platzen, Vergrößerung, Kloßgefühl, wie verstopft (86, 107, 111, 128, 138, 145, 154, 168, 171–173, 200, 201, 218, 230–233, 251)
    Unter AMP gebesserte Symptome: 189, 191, 221, 266, 279, 373, 377

     

     

    Arzneimittelprüfung im Waldviertel

    Bernhard Schmid

    Die Prüfung erfolgte mit Granit C30, wobei eine Einnahmezeit von fünf Tagen vorgesehen war, bzw. war den Prüfern aufgetragen, bei Auftreten von Symptomen die Einnahme zu beenden. Der Prüfungszeitraum erstreckte sich über die Monate Oktober, November 1996, einzelne nahmen die Arznei zeitverzögert (um ein bis zwei Monate später) ein.

     

    Liste der Prüfer

    1. Ch. R., männlich
    2. S. D., weiblich, 39 Jahre
    3. G. U., weiblich
    4. D. M., weiblich
    5. A. C., weiblich, 40 Jahre
    6. M. G., männlich
    7. A. M., männlich, 46 Jahre
    8. H. T., männlich
    9. B. S., männlich, 42 Jahre
    10. M. S., weiblich
    11. N. H., weiblich
    12. U. F., weiblich
    13. F. W., männlich
    14. S. G., weiblich
    15. T. R., männlich
    16. A. W., männlich

    Geist und Gemüt

    1

    Ungewöhnlich aufgedrehte Stimmung abends (2/2).
    Arbeit geht leicht und rascher als gewöhnlich von der Hand, effektiv und schnell. (2/2)
    Wahnidee, Telefon läutet (2/3).
    Aktiv, alles geht gut von der Hand. „Würde ich mich immer so gut und aktiv fühlen!“ (2/5).

    5

    Starrsinnig/unflexibel (2/6).
    Gereizte Stimmung (2/7, 3/3).
    Ungeduldig (2/7).
    Energievoll und leistungsfähig (2/9).
    Alles geht doppelt so schnell (2/7).

    10

    Gut gelaunte Stimmung (2/9).
    Wie eine Energiebombe (2/10).
    Keine Lust auf längere Gespräche (3/3).
    Verlangen nach Rückzug (3/3).
    Vergeßlichkeit (vergesse die Globuli rechtzeitig zu nehmen) (3/4–5).

    15

    Gute Stimmung, freue mich übers schöne Wetter – es zieht mich ins Freie (3/4).
    Gereizte Stimmung (durch die Magenschmerzen – tut mir dann gleich wieder leid) (3/5).
    Tränen steigen in die Augen, und ich weiß nicht warum (einmal beim Geschirrabwaschen, einmal beim Entspanntliegen in der Badewanne) (3/3, 4, 7).
    Konzentration schwierig (3/6).
    Enttäuschung über die Arznei (3/7).

    20

    Verlangen nach Ruhe (vor allem auch vom Partner), nicht sehr kommunikationsfreudig (3/7 und folgende).
    Ungeduldig (mit Kindern) (3/10).
    Verlangen nach Alleinsein, ausgedehnter Spaziergang bessert (3/10–18).
    Streitlustig (3/25).
    Kritik wird schlecht vertragen – zynische Reaktion (3/25).

    25

    Depressiv, völlig lethargisch (kann mich zu nichts aufraffen) (5/3).
    Trödeln (lasse mich bei Visiten in Tratschereien verwickeln und trödle – für mich extrem ungewöhnlich) (5/4).
    Mißmutige, grantige Stimmung, am liebsten den ganzen Tag irgendwo gesessen und in die Luft geschaut (5/6).
    Misanthropie (mag niemanden sehen) (5/4–6); mag mit niemandem reden (6/5).
    Faul (zu faul zum Duschen – gibt es sonst nie) (5/4).

    30

    Gelassenheit (bei Nachtvisite – Messerstecherei, SMV – keine innere Anteilnahme, hätte am liebsten gesagt: „Erstecht Euch alle gegenseitig, aber laßt mich in Ruh!“) (5/6).
    Streitsüchtig (5/8) (jede Kleinigkeit regt auf – sehr mühsame Beherrschung).
    Gefühl, die Arbeit sei sinnlos (5).
    Gefühl, der Körper sei aufgequollen (5).
    Unschlüssigkeit (Ringen um Entscheidung in der Arzneiwahl – normal kein Problem (6/3).

    35

    Umständliches Arbeiten – langsamer Gedankenfluß (Rubriken, die sonst geläufig sind, sind nicht zu finden) (6/3).
    Benommen, umnebelt (6/3).
    Distanzlos, habe Bedürfnis, mich auch Fremden mitzuteilen (6/3).
    Konzentrationsschwäche (6/4).
    Aggressivität, sehr direkt und verletzend im Umgang mit meinen Bekannten (6/4).

    40

    Lustlosigkeit, Niedergeschlagenheit (6/5).
    Leicht kränkbar – banales, beziehe alle Aussagen auf mich (6/5).
    Kummer – introvertiert, spreche mit niemandem darüber (6/5).
    Kleide mich schwarz – ungewöhnlich (6/5).
    Panik mit Mißtrauen (Gefühl des Ileus, suche im Gedanken nach Chirurgen, der mir helfen könnte, finde keinen vertrauenswürdigen) (6/7).

    45

    Abneigung gegen Unterhaltungsmusik im Radio (7/1).
    Abneigung gegen „Diskussionen mit blödem Geschwätz“ (7/1).
    Reizbar, grantig, nichts macht Freude (7/3).
    Mühsam (7/3).
    Unkonzentriertheit – lasse beim Schreiben Wörter aus, es fällt mir etwas ein, das ich tun muß, einige Minuten später, weiß ich nicht mehr was es war (8/1).

    50

    Schreckhaft, fürchte mich vor entgegenkommenden Autos, als ob das Herz gleich stehen bliebe (echtes Angstgefühl) (8/1).
    Grantig, saumäßig angefressen mit Ärger und lautem Fluchen (8/1).
    Lustlosigkeit bei der Arbeit (sogar Erfolge in der Ordination und Ordinationen mit Kindern machen keinen Spaß) bin froh, wenn endlich alle wieder draußen sind. (8/1).
    Überdrehte Stimmung verbunden mit Schreckhaftigkeit (8/1).
    Familie – gleichgültig gegenüber …, gute Schulnoten der eigenen Kinder nerven mich, obwohl nicht alltäglich (8/1).

    55

    Verlangen nach Alleinsein und Ruhe, spazierengehen bessert (8/1).
    Schreckhaft, katastrophale Stimmung, mir geht alles auf die Nerven (8/2).
    Reden, Gespräche erschöpfen völlig (8/2).
    Ungeduldig (8/2).
    Gedanken: den ganzen Tag über kreisen Schimpfwörter im Kopf (den Nachmittag über bringe ich die Sowinetz-Version von Beethovens 9er – „Alle Menschen san ma zwida …“ nicht mehr aus dem Kopf – diese beruhigt aber) (8/2).

    60

    Vergeßlichkeit (8/2).
    Gedankenabreißen (8/2).
    Extrem mitfühlend und depressiv bei Problemen anderer, (objektiv nicht schwer lösbare Probleme) (8/2).
    Sehr kommunikativ (8/3).
    Arbeit: wenig erscheint viel zu viel (8/4).

    65

    Depressive ablehnende Stimmung (9/1 bis 1 Woche nach der Prüfung)
    Gleichgültigkeit gegen die eigene Familie (9/1, 2, 3, 5).
    Seufzen(9/1, 3) viel und absolut ungewöhnlich..
    Unnachgiebigkeit – kritisch, entschlossene harte Verhandlungstaktik mit anschließender Genugtuung (10/6).
    Stimmung gut, vor Arzneieinnahme immer grantig in letzter Zeit, jetzt Freundlichkeitsanfall (11/4, 5).

    70

    Wahnidee zu dick zu sein – gehe mir heimlich einen Aerobic-Kurs anschauen (11/5), habe dann auch mitgemacht – früher nie solche Aktionen.
    Stimmung schlecht – Gefühl, könnte den Mann umbringen, weil er grantig zum Frühstück kommt (11/9).
    Problemeinschätzung irreal (11/8, 9).
    Buchstabenauslassen des öfteren während der Einnahmezeit (11).
    Nach der Einnahmezeit kehrt meine vorher dagewesene grantige Stimmung wieder (11/7ff).

    75

    Psychisches Wohlbefinden („obwohl ich entsetzlich dick geworden bin – reale Gewichtszunahme – und esse vor allem abends sehr viel und durcheinander wie eine Schwangere“) (12/10. Tag bis 3 Wochen) insgesamt 4kg zugenommen – „fühle mich trotzdem wohl“.
    Energiegeladen – morgens – mit starker Tendenz, Dinge zu ordnen (12/3).
    Existenzängste unbegründet, sind deutlich besser, sodaß ich mich dankbar seiner (Granit) erinnern werde, wenn sie wieder auftreten sollten (14).
    Zerstreutheit – verwähle mich bei einer Telefonnummer, die ich fast täglich wähle (15/3).
    Unkonzentriertheit abends – verschreibe mich leicht, lasse Buchstaben aus (15/3).

    80

    Zeit, Gefühl noch viel Zeit zu haben beim Frühstück (15/4).
    Aktivität in Dingen, die normalerweise anstrengend sind (16/10).
    Stimmung gehoben (16/10).
    Gleichgültigkeit (erwünschte Stelle wird nichts – macht mir nichts aus) (16/10).
    Grantig (16/3).

    85

    Sturheit, Durchsetzungskraft (bei Dienstplanstreitigkeiten – sonst immer nachgiebig) (16/7).
    Stimmung gereizt (16/10, 11, 12).
    Unnahbar, Distanziertheit (Beobachtung der Partnerin, die sich darüber beschwert) (16).
    Schwindel. Gefühl mit dem Auto zurückzurollen, obwohl sich das Auto nicht bewegt – mehrmalig (2/ca. 1 Woche nach der letzten Einnahme).
    Schwindel den ganzen Tag über (5/3).

    90

    Schwindel bei Kopfschmerz (5/10).
    Schwankschwindel, mit Tendenz nach links zu fallen (5/10).
    Schwindel immer wieder (während der gesamten Einnahmezeit, l–2 Tage nach Ende vorbei) (9).
    Schwindel, „manchmal schwummeliges Gefühl im Kopf“ (12/6ff).
    Schwindel – häufiges Anlaufen an Türstöcke und häufiges Stolpern (16/7ff).

     

    Kopf

    95

    Expandierende Stirnkopfschmerzen und/mit Steifigkeit des Nackens ausstrahlend in den Hinterkopf (1/6).
    Schmerz neuralgisch hinter dem linken Ohr, Region des Mastoids, sehr berührungsempfindlich, Wärme verschlimmert, Massage verschlimmert (3/16).
    Stiche im Bereich der linken Schläfe (4/4).
    Ständig leichte Kopfschmerzen (5/1)
    Kopfschmerz wie Ring um den Kopf (5/6).

    100

    Kopfschmerz besser im Freien (5/7).
    Kopfschmerz links, okzcipital mit Schwindel mit Bedürfnis, sich hinzulegen (Gefühl als sei im Kopf etwas wie zu eng – „Schlaganfall – Oh Gott!“) (5/10).
    Kopfschmerz wie Migräne, drückend – nachmittags Schlaf (7/7).
    Kopfschmerz, drückend, rechtsseitig stechend (9/6).
    Leichte Kopfschmerzen (10/1).

    105

    Kopfschmerzen, wie Überdruck im Kopf, v.a. Stirnbereich, verbunden mit Übelkeit vom Magen (12/9, 10).
    Kopfschmerz, dumpf, p.m. über den Schläfen (13/1).
    Kopfschmerz ziehend beidseits, beim Bücken klopfend in den Schläfen (15/2).
    Völlegefühl – Kopf wie zu voll mit leichtem Prickeln in den Lippen, wie mit zu viel Blut gefüllt – wie bei zu hohem Blutdruck – nachmittags und abends (15/5).
    Schmerz stechend, klopfend in der rechten Schläfe, beim Pressen zum Stuhlgang morgens, nachher noch eine Zeit anhaltend (15/17).

    110

    Schmerz drückend wie zerschlagen, morgens, hinter den Augen (16/6, 7).
    Einhüllen des Kopfes (Wärme/Polster) bessert (16/6).

     

    Auge und Sehen

    Augen tränen (4/3).
    Lichtempfindlichkeit (4/3).
    Müde Augen (4/3).

    115

    Zucken im linken Unterlid – von außen nach innen (6/2).
    Dumpfer, wellenartiger Schmerz um die linke Orbita (6/3).
    Zucken, Faszikulieren des linken Auges (13/3 – die 2 Tage vorher auch etwas).
    Tränen der Augen (16/7, 8).

     

    Ohr und Hören

    Verstopfte Ohren beim Erwachen (4/2), (9/3).

    120

    Ohren verschlagen (4/5) (16/6).
    Tuben verschlagen (16/9).

     

    Nase

    Kitzeln in der Nase mit häufigem Niesen gegen Abend (4/1).
    Niesreiz den ganzen Tag über (4/2–5).
    Gefühl, die Nase sei im Bereich der Wurzel geschwollen beim Erwachen (4/2).

    125

    Schnupfen, reichlich wäßrig, mildes Sekret (4/2–4).
    Nasenatmung frei, trotz Schnupfen, rechts schlimmer als links (4/2).
    Lästiger wundmachender Schnupfen, der am Wiedereinschlafen hindert (4/4).
    Gefühl, die Nase sei tamponiert (4/5).
    Schnupfen – gelbgrün (10/5) (12/7f).

    130

    Nasensekret klebrig (10/5–8).
    Schnupfen mit klarem Sekret; tags darauf verstopfte Nase (12/6f).
    Niesen reichlich (12/6).
    Schnupfen, die Nase wundmachend (12/7, 8) besonders links.
    Schnupfen wäßrig mit wundem, offenem, geschwürigem Gefühl in beiden Nasenöffnungen (15/3).

    135

    Kitzeln, leichtes, nach Nasenbohren Wundheitsgefühl am Nasenseptum innen links (15/6).
    Juckreiz und Kitzeln im linken Nasenloch (15/6).
    Jucken und Wundheitsgefühl in der Nase innen, mit voller Nase (15/18).
    Schnupfen – glasig, schaumiges Sekret (15/18).
    Nase verstopft mit dickem Schleim – erfolgloses Schneuzen (16/6).

    140

    Öfteres Niesen (16/7, 8).

     

    Gesicht

    Schmerzen rechter Oberkiefer – die ganze Zahnreihe tut weh, besser durch Druck und kräftige, lokale Massage – Intensität den Tag über wechselnd (hoffentlich wird es keine NNH-Entzündung) (3/10).
    Druckgefühl in der Jochbeingegend, links stärker als rechts (4/4).
    Risse (zwei kleine) mit Brennen im linken Mundwinkel (4/5).
    Unterlippe, linker Teil brennt, gerötet, trocken; verstärkte Faltenbildung – schaut rissig aus, ist es aber nicht (4/7).

    145

    Gefühl, Gesicht sei morgens aufgedunsen; Gefühl, Schwellung der Unterlider – nicht verifizierbar (6/2).
    Hitzegefühl im Gesicht (Wangen) (6/3).
    Mundwinkel rechts eingerissen, wund (12/6).
    Blässe des Gesichtes (13/4).
    Ziehende Schmerzen im linken Oberkieferknochen, Liegen bessert (15/2).

    150

    Druck im Oberkiefer- und Nasenknochen (15/2).
    Druck und Ziehen am Austrittspunkt des N. infraorbitalis rechts – morgens nach dem Aufstehen und vormittags beim Aufstehen vom Sitzen, punktförmig um den Austrittspunkt (15/3).
    Ziehen am Austrittspunkt des N. infraorbitalis links abends (15/3), nachmittags (15/5), vormittags (15/6).
    Kiefergelenke schmerzhaft, beim Öffnen und Schließen des Mundes (16/9).
    Knacken in den Kiefergelenken (16/9).

     

    Mund und Zunge

    155

    Brennen der Mundschleimhaut (9/5).
    Trockenheit des Mundes trotz ausreichender Trinkmenge (10/5).
    Geschmack, metallisch auf der Zunge (12/10).
    Schmerzen brennend – ausgedehnte Geschwüre mit hohem Fieber (Fraglich verwertbar [akutes Geschehen?], da Auftreten erst mehr als ein Monat nach der letzten Einnahme) (13).
    Trockenheit des Mundes, Gefühl von zu wenig Speichel (16/5).

     

    Zähne

    160

    Gefühl, als seien die oberen Zähne rechts – 3. bis 5. – in Gelee gebettet. (9/3).
    Schmerz ziehend im rechten Unterkiefer, von Zähnen und Unterkiefer zu den rechten Halslymphdrüsen ausstrahlend abends im Bett (15/1).
    Drückendes Gefühl in allen Zähnen, die plombiert sind, morgens nach dem Erwachen (15/2).
    Schmerzen ziehend, drückend, besonders in Füllungen „als ob die Plomben herausdrücken wollten“ – abends (15/2).
    Gefühl in den hinteren Zähnen, als ob man auf Staniolpapier beißen würde – wie hell, elektrisch (15/2).

    165

    Ziehen und Drücken in den hinteren Backenzähnen (15/5).
    Brechen, abends beim Essen beiße ich auf die Gabel, dabei splittert ein Stück des Zahnschmelzes vom unteren zweiten ab (15/7).
    Gefühl, Zähne kommen mir dünn und scharf vor (15/17).
    Ziehen in den vorderen Schneidezähnen (15/17, 18).

     

    Innerer Hals

    Halsschmerzen nur beim Schlucken, rechts ziehend in der Tonsillenregion, Ausstrahlung in die Drosselgrube Richtung Sternum und leicht nach oben zum äußeren Gehörgang; warmes Trinken bessert, kaltes Trinken verschlechtert (1/2).

    170

    Ständiges Räuspern, Stimme belegt, kann Stimme nicht freiräuspern. (2/2–4).
    Verschleimter Hals bis ca. 11 Uhr und von 16–17 Uhr (2/2).
    Halsschmerzen ziehend rechte Seite (2/2).
    Rachen verschleimt mit bitterzähem Schleim, der zum Räuspern zwingt (5/5, 8).
    Gefühl von weitem Hals (10/3).

    175

    Hals innen trocken, rauh (10/3).

     

    Äußerer Hals

    Jucken an der linken Halsseite, wandernd, Verlangen zu kratzen, bessert nicht (9/1–2).

     

    Magen

    Leichte Magenschmerzen zu mittag, bessern sich durch Essen bzw. verschwinden ganz (3/4).
    Magenschmerz durch Cappuccino, durch Essen rasch gebessert (3/9).
    Übelkeit vor Essen, glaubt keinen Bissen essen zu können, einige Minuten später wieder vorbei (4/3).

     

    Appetit

    180

    Große Lust auf Kaffee (trinke aber wegen der AMP Kräutertee) (3/1).
    Verlangen nach kaltem Leitungswasser (3/2).
    Schwarztee unverträglich (3/9).
    Abneigung gegen fette Speisen (4/2–7).
    Unverträglichkeit von schwarzem Tee (sonst liebt sie Tee) (5/1–6).

    185

    Durcheinanderessen von Dingen, die ich in dieser Folge normalerweise nicht mag (fette Mehlspeisen mit viel Creme, Pommes, fettes Kotelett) (5/4).
    Hunger, trotz viel Essen, mit gleichzeitigem Gefühl, überfressen zu sein. (5/4).
    Wenig Durst (5/6).
    Verlangen nach Fleisch (5/11).
    Verlangen nach Alkohol, trinke mehr als gewöhnlich, vertrage dies aber gut und tut auch gut – bessert alles (9/2–7).

    190

    Appetit mehr als sonst – esse auch mehr (10/2).
    Tee ohne Milch getrunken – sonst nie (10).
    Kakaoverlangen (10).
    Mehr Durst als gewöhnlich (11/7ff).
    Appetit, dauernd (12/8).

    195

    Durst, ohne wirkliches Verlangen zu trinken (12/10).
    Appetit gesteigert (16/2).

     

    Bauch

    Starkes, dumpfes Stechen im rechten Oberbauch, unter dem Rippenbogen, durch nichts besser oder schlechter, eher bewegungsabhängig als atmungsabhängig zwischen 12 und 13 Uhr (2/8).
    Ziehende Schmerzen im linken Unterbauch, gefolgt von dringendem Stuhldrang (Gefühl von Diarrhoe – ist es aber nicht) (4/4).
    Starke Darmgeräusche im Magen/Darmbereich, vor allem abends im Bett linksseitig (6/5).

    200

    Gefühl, keine Peristaltik vorhanden – keine Darmgeräusche, kein Abgang von Winden (6/6).
    Starke Blähungen (6/6).
    Abgang von reichlich Winden beim Urinieren (6/6).
    Gefühl der akuten Darmlähmung – in mir (Abdomen) ist alles tot, ich erwache schweißgebadet um 3 Uhr 30 in der Nacht (6/6).
    Druck im Bauch wie Blähungen (7/2ff).

    205

    Blähung übelriechend nach H2S (7/3).
    Völle und Druckgefühl im Bauch (11/7ff).
    Stinkende Blähungen (11/7).
    Völlegefühl mit zeitweiligem Ziehen im Unterbauch rechts (12/6).
    Schmerzen, drückend im rechten Unterbauch – wie Appendizitis (13/4).

    210

    Gegen Mittag und ca. bis 14 Uhr starkes Gurgeln im Darm und Gefühl, als ob eine Diarrhoe beginnen würde (13/7, 8).
    Abgang von stinkenden Blähungen (13/7).

     

    Stuhl, Rektum

    Stuhldrang plötzlich mit Durchfall und Blähungen vormittags (2/3).
    Schmerzen stechend im Rektum bei Stuhlgang (4/3).
    Dringender Stuhldrang mit Gefühl von Diarrhoe (4/4).

    215

    Plötzlicher Stuhldrang mit explosionsartigem Absetzen von erst sehr hartem, dann schleimigem, weichem wäßrigem, zerhacktem Stuhl – schmerzlos – 19 Uhr 50 (6/3).
    Stuhlgang, Wohlbefinden danach (6/3).
    Verstopfung (6/5).
    Stuhlgang bessert (8/3).
    Unregelmäßige Verdauung (10/5, 6, 7).

     

    Harnorgane, Harn

    220

    Leichte, ziehende Schmerzen im linken Nierenbecken (als Kind mit 8/9 Jahren eine Nierenbeckenentzündung gehabt – von daher bekannt) (3/2).
    Starker Harndrang vormittags mit Absonderung von großen Harnmengen (6/2).
    Harn ist wasserhell (6/2).
    Schmerzen, ziehend in Nierengegend beidseits, (heiße?) (10/2).

     

    Weibliches Genitale

    Libido vermindert (3/3–25).

    225

    Juckreiz, leichter vaginaler, ohne Ausfluß (3/8–18).
    Prämenstruelle Gereiztheit (für Partner unerträglich) (3/10).
    Nach Eisprung normalerweise geblähter Bauch, diesmal durch Stuhlabgang wie abgeschnitten (10/3).
    Libidoverlust – sexuelles Verlangen praktisch Null, obwohl sonst zweite Zyklushälfte in dieser Beziehung eine Hochphase (10/7ff).
    Libidoverlust (allerdings Traum mit Sehnsucht nach einer ganz alten Liebesgeschichte) (11/9).

    230

    Pruritus vaginae – leicht (12/9).

     

    Männliches Genitale

    Libidoverlust, eigentlich fast eine Aversion gegen den Partner (9/2, 3, 6).
    Libidoverlust, sexuelles Interesse und sexuelle Aktivität am Nullpunkt (16/13ff).

     

    Atemwege

    Sprechdyspnoe beim Abendessen (2/8).
    Hustenreiz, trocken nach Zähneputzen, tief in der Lunge sitzend, einige Minuten lang anhaltend mit intensivem Wehtun in der Lunge (8/1).

    235

    Reizhusten, Aufregung verschlimmert (12/14).

     

    Brust, Herz

    Herzklopfen abends (2/2), (2/7).
    Herzklopfen morgens beim Erwachen (120 Puls/min.) (2/8).
    Stich in der Herzgegend 30 Sekunden anhaltend (20 Uhr) (4/1).
    Punktförmige stechende schmerzen in der Axilla (10/7).

    240

    Schmerzen, stechend, rechte Lunge, 22 Uhr (13/6).
    Schmerzen, stechend, immer wieder und tief sitzend im gesamten Brustkorb – früher nur ganz selten (13/7).
    Schmerzen heftig stechend im Bereich der unteren Thoraxapretur, schlechter beim tief Atmen, schlechter beim Aufstehen vom Sitzen (13/12).
    Rechte Axilla druckempfindlich, punktförmiger Schmerz (10/7).

     

    Mammae

    Busen vergrößert, juckt ein wenig (10/7).

    245

    Milch rinnt aus der Brust – weggespritzt (Jüngstes Kind ist 3 Jahre alt, schon lange Zeit nicht mehr gestillt (10/7). (Letzte Einnahme – tags darauf ließ dieses Ziehen und Spannen der Brüste nach und verschwand.

     

    Rücken

    Steifigkeit des Nackens mit Schmerzausstrahlung in den Hinterkopf (1/6 – siehe auch Kopf).
    Muskelverspannungen im linken Nacken-Schulterbereich, schlechter beim Kopf-nach-links-Drehen (4/2).
    Teils ziehende, teils stechende Schmerzen unter dem linken Schulterblatt – beim Erwachen, schlimmer beim Drehen des Kopfes nach links, besser durch Wärme (Anlehnen an Heizkörper), leichte Massage bessert (3/1).
    Tagsüber Rückenschmerzen (3/1).

    250

    Rückenschmerzen, die vor der ersten Einnahme existierten, sind ganz verschwunden (3/4).
    Schmerz im Kreuzbein beim Erwachen, bessert sich durch Aufstehen sofort (3/1).
    Schmerzen beim Sitzen im Sakroiliakalgelenk – wie geprügelt – vormittags (6/4).
    Schmerzen heftig in beiden Sakroiliakalgelenken (6/7).
    Schmerz zwischen Schulterblättern, stechend und brennend mit Ausstrahlung in den linken Arm, Bewegung bessert (7/3).

    255

    Schmerz unter den Schulterblättern mit Ausstrahlung in den rechten Oberarm (brennend) (7/8).
    Schmerzen in lumbosakralen Übergang, plötzlich intensiv (wie Messer?) bis in die iliosakralen Gelenke ausstrahlend mit dem Gefühl, als ob das Untergestell abgetrennt würde, mit Benommenheit (8/1).
    Schmerz stechend für einige Stunden – helles Wehtun, Bewegung bessert allerdings nur für kurze Strecken (15m) dann wieder Verschlechterung (8/1).
    Schmerzen, die für gewöhnlich im Iliosakral- und Lumbalbereich vorhanden sind, sind ab dem 2. Einnahmetag verschwunden; hält mehr als zwei Wochen an, kommen dann langsam wieder (9).
    Gefühl, als ob ein Wirbel im unteren BWS-Berich blockiert wäre (13/12).

    260

    Schmerzen, starke, gegen mittags beim Versuch aufrecht sitzend zu arbeiten, etwa Höhe Schulterblätter (13/13, 14).
    Schmerz drückend, dumpf, durch Atmen schlimmer im Bereich des rechten Schulterblattes mit Ausstrahlung nach links und den Rücken hinunter (16/5).
    Rückenschmerzen – wie zerschlagen (16/7).

     

    Extremitäten

    Nietnägel beidseits, Daumen und linker Kleinfinger (1/3 und folgende Tage).
    Haut der Hände trocken (1/7).

    265

    Hautausschläge, die zu kleinen Ulzera werden am linken Handgelenk, beide Fußrücken, rechter Ober- und Unterarm, die zum Kratzen zwingen (2/9).
    Fingernägel brechen leicht ab und reißen ein (3/5).
    Schmerz entlang des linken Ischias, ziehend, schlechter beim Gehen, besser im Liegen, Ruhe und Wärme (von früher bekannter Zustand – fraglich verwertbar) (3/6).
    Schmerz neuralgisch rechter Unterschenkel – streckseitig, („als käme eine Nervenentzündung“), die schmerzliche Stelle ist handtellergroß und sehr schmerzempfindlich (3/13).
    Frostbeule an der zweiten Zehe rechts (altes Leiden flammt wieder auf), Druck verschlimmert, warmes Bad bessert, Gelenk rot und geschwollen (3/13).

    270

    Schmerzen neuralgisch rechter Unterarm streckseitig, jede Berührung ist sehr unangenehm (3/23).
    Brennen in Füßen und Händen – Kälte wird als unangenehm empfunden (6/3).
    Brennen der Handflächen (6/4).
    Schweißige Hände (warm) (6/4).
    Einschlafen des 4. und 5. Fingers – rechts stärker als links, Gefühl der Taubheit, schlechter beim Sitzen am Tisch, schlecht beim Autofahren (6/5–6).

    275

    Zittrigkeit der Hände (9/1, 2).
    Beine wie Blei nach Anstrengung (11/5).
    Gefühl, die Oberschenkel nicht hochzubringen, beim Treppengehen wollen Beine nicht mit (11/5ff).
    Beim Laufen Gefühl, als wollten die Bänder schlagartig abreißen – stechende jähe Schmerzen (11/7).
    Alter Muskelriß – Monate her – hat wieder zu schmerzen begonnen in der Wade (11/7, 8).

    280

    Wadenkrämpfe, stechend, brennend und reißend bei Entspannung (11/7).
    Eiskalte Füße abends (12/10).
    Haut im Bereich des linken Beckenkammes schmerzhaft sensibel – gegen Abend; (13/7).
    Schmerz des linken Ischias im Glutäalbereich, schlechter bei Druck, auch beim Sitzen (13/7).
    Schmerz beim Sitzen (um Tuber ossis ischii herum), schlimmer durch Vorbeugen (13/9).

    285

    Schwellung, Gefühl der, Steifigkeit und Schmerz in den Gelenken des dritten Fingers rechts mit dem Gefühl, der Finger sei fast zweimal so groß als gewöhnlich (13/24, 25).
    Ziehen im zweiten Glied des rechten Zeigefingers – vormittags (15/5).
    Schmerzen ziehend an der Innenseite der Kniekehle links – abends im Sitzen – beim Herumgehen schlimmer, wie Venenschmerzen? (15/16).
    Schmerz stechend an der Oberseite des linken Oberschenkels abends, beim Herumgehen vergehend (15/16).
    Schmerz, fürchterlich und stechend in der rechten Hüfte, sodaß Auftreten nicht mehr möglich war (wurde als peinlich erlebt), mußte ein paar Minuten stehenbleiben, wiederkehrend mit Einknicken des Knies – mindestens dreimal (16/15ff).

     

    Schlaf

    290

    Starke Schläfrigkeit, muß früh ins Bett und schlafe gleich ein (1/6).
    Unruhig, unerquicklich (2/3).
    Aufstehen sehr schwer, möchte liegenbleiben (2/3).
    Aufschrecken beim Einschlafen, zweimal, einmal, weil ich glaube, das Telefon läutet (2/3).
    Unruhiges Erwachen mit Herzklopfen (120 Puls/min.) (2/8).

    295

    Erwachen aus einem intensiven Traum (durch Wecker), dessen Inhalt aber leider beim Öffnen der Augen sofort weg ist – ärgere mich darüber (3/4).
    Schlaflage: Die gewohnte Bauchlage änderte sich vom Beginn der Einnahme auf Rückenlage – Einschlafen nur in Rückenlage möglich (4).
    Mißmutig beim Erwachen (5/4).
    Unausgeschlafen, Morgenmüdigkeit (5/6).
    Erwachen um 3 Uhr 15 mit der Einbildung, den Wecker läuten gehört zu haben, ärgere mich, daß meine Frau nicht aufsteht und erkenne erst nach dem Zähneputzen die wirklichen Zeitverhältnisse (bis jetzt nur einmal passiert vor einer Prüfung) (8/1).

    300

    Schlaflage: nach kurzer Zeit ist jede Position unangenehm (finde keinen Platz) (8/1).
    Schlaflosigkeit, häufiges Erwachen mit schwerem Wiedereinschlafen, habe den Eindruck, fast nicht geschlafen zu haben (9/1–4).
    Schlaf während der ganzen Einnahmezeit oberflächlich, höre alles (11 – besserte sich dann langsam wieder).
    Viel Herumdrehen im Bett, bleibe andererseits auch liegen, obwohl putzmunter (11/9ff).
    Morgensteifigkeit (11/7).

    305

    Aufstehen war große Überwindung(11/7).
    Müdigkeit frühzeitig abends (16/4).

     

    Träume

    Habe reichlich breiigen Durchfall, den ich auf dem Weg zur Toilette nicht halten kann und muß mühsam die Verunreinigungen der Wohnung mit ungeeigneten Utensilien beseitigen, jedoch ohne Ekel (1/6).
    Muß als Regionalpolitiker in einer Kleinstadt einen Wahlkampf führen mit Streß, Hektik, Intrigen etc. (1/7).
    Traum von Heiserkeit und Stimmverlust.

    310

    Soll in der Nuklearmedizin Dienst machen, mein Mann stellt mich auf der Station vor, ein Arzt/Ärztin sinken im Sessel zusammen, ein anderer Arzt geht hin, hört ab, sagt: „Ist tot!“ (2/1).
    Traum von ehemaliger Freundin (2/8).
    Träume von katholischer Kirche und „traditioneller Lehrmeinung“, irgendwie geht es um Grundsätzliches, „grundsätzliche traditionelle Struktur“ (2/8).
    Habe ein viertes Kind bekommen und vor allem das Stillen genossen – ein sehr angenehmer Traum, besonders das Bild der Zwiesprache des Babys und mir (3/8).
    Traum: Ein Bekannter kommt und erinnert mich, daß ich ja noch ein Kind von früher hätte, das ich gleich nach der Geburt weggelegt habe; bin gleichzeitig froh, aber auch aufgeregt, wegen der Komplikationen, die auf mich zukommen, hatte das Kind (Mädchen?) völlig verdrängt (5/3).

    315

    Tagtraum: Ich fühle mich wie ein Schwimmer in einem Moorteich, der um sich nur Nebel sieht, unter sich das finstere Wasser, und der eigentlich nicht weiß, wozu er sich abstrampelt. Nur so eine Art Gewohnheit läßt ihn die bekannten Bewegungen weitermachen, aber wozu? (5/11)
    Erotischer Traum in einem Raum, mit grünen Vorhängen und Lamellenjalousien geschlossen, es hat etwas Geheimnisvolles an sich, Erwachen aus dem Traum um 3 Uhr morgens mit heftiger, lang anhaltender Erektion (6/1).
    Traum (Im Traum Telefonanruf – Anrufer spricht mit undeutlicher, krächzender verzerrter Stimme) (7/1).
    Träume von leerer Ordination mit Finanzängsten (9/3).
    Traum vergessen, hat aber mit Hilflosigkeit zu tun gehabt (9/5).

    320

    Traum einer sehr alten Liebesgeschichte (11/9).
    Traum, von einem Hotel, nicht gut erinnerlich (12/2).
    Traum: Ich lebe in einer Höhle, in ihr löst sich ein riesiger, runder Felsblock und rollt dröhnend in der Höhle hin und her mit abnehmender Amplitude, bis er schließlich in der Mitte der Höhle zum Stillstand kommt – für mich ist das ein beeindruckendes Schauspiel, spüre so etwas wie eine mächtige Ausgleichs-/Pendelbewegung (13/7).
    Traum: Ich komme in ein Fitneß- und Massagecenter, mein Bruder ist auch da, es fällt mir auf, daß das Institut nur von Asiaten betrieben wird, es werden auch Infusionen verabreicht. Anfangs habe ich an die Kräftigung durch die Infusionen geglaubt, doch langsam kommt mir die Idee: „Die werden um die Preise so billig wie möglich zu halten, keine Medikamente in die Infusionen gegeben haben.“ (13/9)
    Traum: Bin mit einem Fahrrad und einem Kinderdreirad unterwegs. Betrete ein Geschäft und lasse beide davor zurück. Als ich wieder herauskomme, ist das Dreirad verschwunden (14).

    325

    Traum: „Entdecke“ ein unbekanntes Stadtviertel, betrete ein altes Haus, das als Museum eingerichtet ist (sehr dunkle Räume, gediegen eingerichtet, Stimmung gemütlich-geborgen bis leicht unheimlich), trage selbst eine altertümliche Tracht mit Schnallenschuhen, Kniebundhosen – vornehm-bürgerlich (14).

     

    Frost, Hitze, Schweiß

    Kälte in den Zehen in einem warmen Raum beim Sitzen (nach zwei Vierteln Rotwein), am frühen Abend – ungewöhnlich (1/6).
    Ungewöhnliches Hitzeempfinden nachmittags (2/2).
    Frieren morgens (2/8).
    Sehr kälteempfindlich den ganzen Tag über – heiß Baden am Abend tut gut (3/3).

    330

    Gefühl von Fieber und Wärme – nicht objektivierbar (4/4).
    Schwitzen reichlich bei geringster Anstrengung (vor allem Gesicht und Oberkörper) (4/5–7).
    Frieren den ganzen Tag über (5/2).
    Kältegefühl abends (10/während der Einnahmezeit).
    Heftiges Schwitzen bei Anstrengung (11/5).

    335

    Ständiges Frieren – mich friert gewöhnlich immer, aber jetzt noch schlimmer (12/7ff).
    Schweiß riecht „komisch“ während der Periode – sonst nie. (12/7)
    Schweißgeruch einen Tag vor Periodenblutung unter der Axilla ekelig (12/22).
    Frieren die letzten beiden Tage, gehe um 17 Uhr freiwillig ins Bett, anschließend aber wieder aufgestanden (13/4).
    Kältegefühl und Frösteln ab ca. 19 Uhr bis zum Schlafen gehen, kann mich erst im Bett erwärmen, besonders betroffen Hände, Füße und Nasenrücken (15/3).

    340

    Frösteln ab 20 Uhr, das erst im Bett vergeht (15/18).
    Frösteln nach 13 Uhr, als ob eine Verkühlung im Anmarsch wäre, etwas besser durch warmes Zudecken (16/5).
    Allgemeines Frösteln (16/7).
    Schweiß in der Achsel vermehrt – muffiger Geruch, der auch durch Waschen nicht wegzubringen ist (16/13ff).
    Frieren mit Schweiß (16/13ff).

     

    Haut

    345

    Haut trocken, weißlich, Einrisse an den Gelenksfalten (1/nahezu vom Beginn der Prüfung an bis zu ca. vier Wochen nach der letzten Einnahme).
    Hautjucken, wie einzelne Insektenstiche – beide Fußrücken, Ober- und Unterarme (2/8).
    Hautjucken, muß kratzen bis es blutet (2/6–9).
    Juckreiz an verschiedensten Stellen des Körper ohne Hauterscheinungen (2/8).
    Haut schmerzend – Gegend der Spina iliaca ant. superior und in der rechten Glutäalregion (13/8).

     

    Allgemeine Symptome

    350

    Verlangen nach frischer Luft (ungewöhnlich häufiges Lüften) nachmittags (2/2).
    Müdigkeit nachmittags (gönne mir eine halbe Stunde Schlaf) (2/8).
    Bewegung tut gut – kann den ganzen Nachmittag nicht still sitzen, turne und tanze herum (2/10).
    Todmüde abends (3/1).
    Müdigkeit nachmittags 15–1530 Uhr (Augen fallen zu, ich kann mich kaum aufrecht halten) (3/3–7).

    355

    Müdigkeit um 15 Uhr – mußte in der Ordination aufstehen, um nicht unter den Schreibtisch zu fallen (3/5). (Diese Müdigkeit hielt bis 20 Tage nach der Einnahme an, d.h. bis 3/27.)
    Plötzlicher Anfall von Müdigkeit, ich fühle mich ihr völlig ausgeliefert, nach 30 bis 45 Minuten ist sie wieder – Gott sei Dank – vorbei. (3/5).
    Energieabfall am Nachmittag, eine Viertelstunde hinlegen tut sehr gut (3/8).
    Verlangen nach frischer Luft mit Besserung im Freien, Beklemmung in Gebäuden (4/4).
    Unruhe, kann nicht sitzen, essen, schlafen (5/1).

    360

    Keine Lust zur Bewegung, fühle mich wie ein mit Wasser vollgesogener Stein (5/6).
    Kräftiger Spaziergang bessert (5/8).
    Abneigung gegen Duschen (5/4).
    Erschöpfung – Besserung gegen 18 Uhr (6/3).
    Sehr wach nachmittags (6/4).

    365

    Zigaretten schmecken nicht so gut wie sonst (7/7).
    Durst vermehrt (7/3).
    Alkohol wird problemlos vertragen (im Gegensatz zu sonst) (7/8).
    Unwiderstehliches Verlangen nach Zigaretten, überlege ernsthaft, welche zu kaufen, obwohl ich seit Jahren nicht geraucht habe (9/3).
    Nachmittag alles sehr gespannt (8/3).

    370

    Müdigkeit den ganzen Tag über, kurz hinlegen bessert (9/2-6).
    Gefühl der Schwere und Aufgedunsenheit (10/gesamte Einnahmezeit).
    Gewichtszunahme – unerklärlich bei einer schlanken Prüferin (12) mehr als vier Kilogramm – wird als sehr unangenehm erlebt – trotzdem psychisches Wohlbefinden – siehe auch dort.
    Ständige Müdigkeit (12/ganze Einnahmezeit plus).
    Gefühl des Pulsierens des ganzen Körpers, wie eventuell nach zu viel Kaffee – habe aber keinen getrunken (13/1).

    375

    Schmerzen wandernd (13/14, 15, 16).
    Schmerzen wie eine tiefe Muskelquetschung (13/14f).
    Abends Besserung (16/2).

     

    Abschluß

    Diese Arzneierfahrung ist selbstverständlich ein Beginn mit einer nahezu unbekannten Arznei. Ich ersuche alle, die mit dieser Arznei Erfahrungen haben, mir diese mitzuteilen – besonders würden mich Krankengeschichten zu dieser Arznei interessieren – da wir alle wissen, daß es notwendig ist, Symptome, die bei einer Arzneimittelprüfung aufgetreten sind, durch Heilanzeigen zu bestätigen, um zu einem korrekten Arzneimittelbild zu kommen.