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    Piper methysticum

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    REMEDY ABBREV.

    Pip-m.

    MASTER PROVER

    Dr. G. Schild, OEGHM, Austria

    YEAR

    1988

    PROVING METHOD

    single blind trial

    PLACEBO?

    no placebo given

    BLINDING?

    remedy unknown to the 6 provers

    PHARMACY OF REMEDY IN PROVING

    Mag. Heidemarie Brunner, Austria

    Description of the substance

    A homeopathic drug proving- now termed a homeopathic pathogenetic trial- of Piper methysticum, Kava Kava

    Eine homöopathische Arzneimittelprüfung von Piper methysticum, Kava Kava

     

    Proving document currently available only in German

    Published in the Austrian journal Documenta Homoeopathica No.19

     

     

    Piper methysticum

    Eine Arzneimittelselbsterfahrung (AMSE)

     

    Piper methysticum ist unter dem Namen Kava-Kava als alte Kulturdroge im südpazifischen Raum in Verwendung. Von dort – genauer von den Fidschi-Inseln – hat eine Kollegin eine kleine Menge dieser Droge als „Reise-Souvenir“ mitgebracht, mit der Absicht, sie im Rahmen einer Arzneimittelselbsterfahrung homöopathisch zu prüfen.

    Bei der Ausgangssubstanz handelte es sich um getrocknetes Pulver aus Holz und Wurzel der Kava-Kava. Daraus wurde von Mag. Heidemarie Brunner mit 62%igem Äthanol zunächst die Urtinktur bereitet und diese mittels Handverschüttelung nach der Mehrglasmethode zur Prüfpotenz C30 weiterverarbeitet. Frau Mag. Brunner verdanken wir den Hinweis, daß laut HAB von Dr. Willmar Schwabe, Leipzig 1934, Piper methysticum (Kavawurzel) aus dem frischen Wurzelstock mit daranhängenden Wurzeln bereitet wird. Dem veränderten Ausgangsmaterial einer getrockneten Droge gemäß verlief die Herstellung nach der Vorschrift 4a des amtlich geltenden Österreichischen Arzneibuches, Homöopathischer Teil. Die genaue Beschreibung der Herstellung liegt in der Apotheke Zum weißen Engel, A-2070 Retz auf, welche die Arznei zur Verfügung stellte. Allen sei hiermit herzlich gedankt.

     

    Die Arzneimittelselbsterfahrung wurde unter der Leitung von Dr. Gerhard Schild im Mai und Juni 1988 durchgeführt; es nahmen daran 6 Probanden (2 weiblich, 4 männlich) teil. Die Prüfanordnung war einfachblind; es wurde kein Placebo verabreicht.

     

    Herkunft

    Piper methysticum (Rauschpfeffer, Kava, Avapfeffer) ist ein 2–3m hoher Strauch mit langgestielten, rundlichen, eiförmigen Blättern, der auf den polynesischen Inseln beheimatet ist. Er gehört zur Familie der Piperaceae (Pfeffergewächse). Aus dem großen, stark verästelten, außen graubraun und innen gelblich-weißen Wurzelstock wird das Kavabier, ein berauschendes Getränk hergestellt. Der Name stammt aus dem Griechischen: (methysis) = Trunkenheit, bzw. mequsiz (methyskomai) = sich betäuben; piper = Pfeffer.

    Der Wurzelstock schmeckt zusammenziehend bitter und enthält kokainartig wirkendes Kavaharz und kristallisierbares Kavain (Methysticin). Auf vielen australischen und polynesischen Inseln kauen Knaben und Mädchen das Material ohne den Saft zu verschlucken, und speien den Brei in ein Holzgefäß, worin er mit Wasser verdünnt wird. Die nach einiger Zeit von den Fasern gesonderte Flüssigkeit wird bei Festlichkeiten und als Vorbereitung zu rituellen Zusammenkünften getrunken. So ist Kava mit dem sozialen, religiösen und politischen Leben der Südseeinsulaner innig verwachsen.

     

    Toxikologie

    In mäßiger Dosierung genossen erzeugt Kava eine angenehme entspannte Stimmung, die mit erhöhter geistiger Vitalität und Frische einhergeht. Jegliche Müdigkeit verschwindet, die Schmerzempfindlichkeit wird stark reduziert, ängstliche Verspannung löst sich.

    Bei Überdosierung entsteht ein dem Alkoholrausch ähnlicher Zustand mit Gangunsicherheit, Schweregefühl in den unteren Extremitäten, eingeschränktem Bewußtsein bis hin zu einem stuporösen, einige Stunden andauernden Schlaf. Intoxikationszeichen können auch erhöhte Reizbarkeit, Geräuschüberempfindlichkeit und ein großer Bewegungsdrang trotz schwerer Koordinationsstörungen sein.

    Kavabier über Jahre hinweg in zu großen Mengen genossen führt zu Marasmus, geistigem Abbau und zu ichthyosiformen Hauterscheinungen, die auch als lepraartig beschrieben werden (Tendenz zu Ulzeration, keine Entzündungszeichen). Erste genaue Beschreibungen dieser Hautveränderungen stammen von Expeditionsteilnehmern unter Kapitän James Cook (1772–1775).

     

    Klinische Pharmakologie

    In der Volksmedizin wurde und wird Piper methysticum als schweiß- und harntreibendes Mittel bei Reizzuständen der Blase und Harnwege und auch bei Gonorrhoe eingesetzt. Weitere Anwendungsgebiete sind u.a. Rheuma, Gicht, Asthma, Tuberkulose und Schlaflosigkeit. Weiters wurde eine fungistatische Wirkung gegen Trichophyten-Arten nachgewiesen.

    Im offiziellen österreichischen Arzneimittelverzeichnis (Austria Codex®) findet man diverse Präparate, die Kavain als arzneilich wirksamen Bestandteil enthalten; Kavaform Kapseln®, Kavasedan Kapseln®, Kavavit Kapseln®, Largon Kapseln®. Als Anwendungsgebiete werden angeführt: nervöse Angst,- Spannungs- und Unruhezustände, Erregungszustände; vegetative Dystonie; psychische Streßsituationen, Gefühl der Überforderung, Konzentrationsstörung.

    Aus der pharmazeutischen Forschung sind folgende pharmakodynamische Eigenschaften von Piper methysticum bekannt: Kavapyrone (pflanzlicher Wirkstoffkomplex der Kava-Wurzel) wirken streßabschirmend und ausgleichend. Angriffspunkt im Zentralnervensystem ist das limbische System. In klinischen Untersuchungen wurden psycho-pharmakologische Wirkungen wie emotionale und muskuläre Entspannung, affektive Stabilisierung, Anregung von Denk- und Handlungsbereitschaft und Steigerung des Konzentrationsvermögens nachgewiesen.

    Mezger berichtet über die endanästhetische Wirkung des Kavain, wodurch es zu peripherer Gefäßdilatation und Volumsvergrößerung des Kapillarnetzes kommt. Er weist auf positive Resultate in der Behandlung von Zerebralsklerose hin.

     

    Die wesentlichsten Züge im Arzneimittelbild

    Da das genaue Arzneimittelbild in den verschiedenen Arzneimittellehren nachgelesen werden kann, kommt hier nur ein kurzer Abriß der Hauptwirkbereiche zur Darstellung:

    1. Geistige Erschöpfung. Folge von Überanstrengung. Schläfrigkeit, Schwindel, Schwäche. Lähmungsgefühl in den Armen und Händen; Schwäche und Koordinationsstörung der Beine. Gangunsicherheit, Muskelatonie, Ataxie, Tremor. Mezger empfiehlt es als Mittel für Zerebralsklerose, Altersdepression und M.Parkinson.
    2. Langeweile. Verlangen nach Vergnügen, Tanzen. Heiterkeit, lebhafte Phantasie. Nächtliche Geschäftigkeit. Besserung aller Beschwerden durch Ablenkung.
    3. Schmerzempfindlichkeit. Furcht vor Leiden und Schmerzen. Unerträgliche Schmerzen, die schlimmer werden, wenn der Patient daran denkt und sich bessern durch Ablenkung, Beschäftigung und Lageänderung. Schmerzen nach Herpes Zoster. Kopfschmerzen an verschiedenen Stellen. Daneben findet sich ein Vergrößerungsgefühl der betroffenen Körperteile.
    4. Urogenitaltrakt. Zystis mit Brennen während der Miktion. Gonorrhoe, Urethritis mit Schmerzen nach der Ejakulation. Schmerzen im rechten Hoden.
    5. Gastrointestinaltrakt. Gieriger Appetit, hastiges Essen. Saures Aufstoßen nachts und eine Stunde vor dem Essen. Anhaltender Stuhldrang.
    6. Haut. Ausschläge mit großen Schuppen, die nach dem Abfallen weiße Stellen hinterlassen und eventuell ulzerieren. Ichthyosis, Vitiligo.

    Symptome der Arzneimittelselbsterfahrung

    Prüfer 1 und 4 sind weiblichen, Prüfer 2, 3, 5, 6 männlichen Geschlechts.

     

    Geist und Gemüt

    1

    Innerlich stark angetrieben, aktiv, überdreht, Suche nach Beschäftigung (3/8)
    Reizbar über Kleinigkeiten (3/8)
    Gefühl, Zeit zu vergeuden (1/10)
    Hoffnungslosigkeit (1/11)

    5

    Weinen wenn bemitleidet (1/12)
    Traum: von Haien, die ihre Jungen säugen, welche dann von anderen Haien verschlungen werden (3/14)
    Traum: Tagesgeschehen (aus der Tätigkeit im Spital); die Patienten sind lästig; quälende unruhige Empfindungen und froh über das Aufwachen (4/16)
    Traum: muß weglaufen (weiß aber nicht vor wem oder was); ich werde verfolgt; es geht schwer, weil es bergauf geht (4/4)
    Traum: ich habe in einer Wohnung in Graz meine kleine Tochter besucht (Anm.: der Prüfer hat drei Söhne); diese wurde möglicherweise von einer Studentin aufgezogen; ich konnte mir das alles nicht erklären (2/17)

    10

    Traum: witziger Traum (Inhalt aber nicht erinnerlich); ich erwache durch mein eigenes Lachen (6/20)
    Traum: von Pilzen, angenehm (6/20)

     

    Schwindel

    Drehschwindel nachmittags um 16 Uhr, für ca. ½ Stunde; mit Übelkeit (3/20)
    Drehschwindel morgens um 8 Uhr, nach rechts, für 10–15 sec., dann Abklingen (4/12)
    Schwankschwindel, morgens nach dem Aufstehen, fühlte sich nach links gezogen;

    15

    Augenschließen bessert (4/19, 33)
    Schwindel, als ob auf Leiter stehend (1/3)

     

    Kopf

    Schmerz, Stirn; als ob Pflock quer durch Stirn getrieben wäre; darüber reden bessert (2/11)
    Kopfschmerz, zart, diffus, morgens; eher drückend; steigert sich über den gesamten Tag (6/2)

     

    Augen

    Muskelzuckungen, periorbital rechts, fein; für andere nur schwer zu erkennen (3/17)

     

    Gesicht

    20

    Druckgefühl Kieferhöhle links (bei gleichzeitiger Rhinitis in ca. 1200m Seehöhe) (2/7)
    Starke Schwellung an der Stirn, nach Insektenstich (4/4) (siehe Haut)

     

    Nase

    Sekretion; gelb, cremig-zäh, links mehr als rechts (2/8)
    Sekretion; zitronengelb (2/11)
    Sekretion; retronasal, zäh und schleimig (2/9)

    25

    Sekretion; gelb-grün, Waschen des Gesichtes mit kaltem Wasser bessert (2/15)
    Nasenbluten; links, morgens nach dem Schneuzen und nach dem Mittagessen (1/2)
    Nasenbluten; links, morgens nach dem Aufstehen; Schneuzen bessert deutlich (1/3)
    Nasenbluten; links 0 Uhr 30, Druck auf Nase bessert; links, nachts, mit Übelkeit (siehe Magen) (1/4)

     

    Mund

    Geschmack fast metallisch (2/8)

    30

    Gefühl von Schwellung hinter den Schneidezähnen am Gaumen; am nächsten Tag dort eine Aphtae (2/14 bzw. 15)

     

    Rachen

    Globusgefühl über den ganzen Tag (3/21, 22)
    Globusgefühl; nur beim Schlucken, gering schmerzhaft (3/23)
    Engegefühl im Pharynx; so als würde dieser (und nicht der gesamte Hals) von außen eingeschnürt; Schlucken schmerzhaft, Flüssiges besser als Festes (3/25)

     

    Magen

    Übelkeit um 14 Uhr für ca. 1 Stunde (3/5, 6)

    35

    Übelkeit um 16 Uhr (3/6)
    Übelkeit durch Wassertrinken gebessert (3/6)
    Übelkeit nachts bei Nasenbluten (1/4)
    Schmerz, nagend, vormittags; mit Mittagessen weg (3/16)
    Durst; erhöht, in kleinen Schlucken (3/5, 11)

     

    Rectum

    40

    Hämorrhoidalschmerz, nach dem Stuhl für ca. 1 Stunde (3/4)
    Hämorrhoidalschmerz (äußerer) größer als üblich (5/7)
    Stuhl häufiger als (3x täglich), normale Konsistenz (5/7)

     

    Blase

    [Harndrang vermehrt (3/5)]

     

    Genitale; männlich

    Nebenhoden links, abends, schmerzhaft auf Berührung (2/13)

    45

    Ejakulat mit blutigen Schlieren (2/14)

     

    Brust

    Schmerz, stechend in Musc. pectoralis major links; wie mit einer Nadel; ausstrahlend bis in die linke Hand, mit Schwächegefühl in der Hand, (Dieses Symptom aus der Vorbeobachtungszeit ist verschwunden) (3/12)
    Gefühl, Herz könnte zu schlagen aufhören; abends schlimmer (bei Erschöpfung) (2/12)
    Schmerz, brennend; am Rippenbogen rechts medioclavicular; Druck bessert (5/2)
    Engegefühl; aus Pharynx „abgerutscht“; Schmerz beim Schlucken von Heißem schlimmer (siehe Rachen) (3/26)

     

    Rücken

    50

    Lumbalschmerz; beim Erheben vom Sessel schlimmer; Drehbewegung des Oberkörpers verschlimmert (4/10)
    Lumbalschmerz; im Sitzen und Stehen beschwerdefrei (4/11)

     

    Extremitäten

    Hämatom; rechtes Daumenendglied, unklarer Genese, leicht druckschmerzhaft (3/1)
    Gang unsicher; mehrmals gestoplert, überknöchelt (3/18, 19)
    Kraftlosigkeit beider Arme, bei Schwindel (1/3)

    55

    Schweregefühl Arm rechts, wie Blei (2/3)
    Taubes, kribbeliges Gefühl am Unterarm rechts innen (ovaler Bezirk mit ca. 20cm im Durchmesser (2/3)
    Kribbeln in der Schulter links, mit Hitzegefühl; ausstrahlend bis in die Finger (5/1)
    Schultergelenk links wie eingeschlafen; Gefühl das Gelenk zu rotieren, was aber keine Besserung bringt (5/5)
    Wärmegefühl in beiden unteren Extremitäten mit „angenehmen Pulsationen“, zusammen mit bekanntem Kopfschmerz (6/1)

    60

    Schmerz in Schulter links; stechend, ziehend (5/5)
    Schmerz im Oberarm rechts; ventral, cranial; stechend, scharf, wie durch eingeklemmten Nerv, vergeht von selbst im Laufe des Tages (1/16)
    Schmerz im Daumengrundgelenk rechts; Streckung schmerzhaft und nicht ganz möglich; Gefühl von Stauchung (Trauma nicht erinnerlich) (2/22)
    Knieschmerz rechts; ziehend, drückend; Bewegung bessert (6/8)
    Schmerz in beiden Waden; krampfartig; vormittags (3/13)

    65

    Ausschlag; Papeln beider Unterarme (nach Pflanzenumtopfung?) (1/3)
    Ausschlag, schuppend und induriert, am 3. Finger links an der Basis der Mittelphalanx (3/23, 24)
    Ausschlag am linken Knie; rote Flecken klein umschrieben; nachmittags; abends wieder verschwunden (1/3)

     

    Schlaf

    Schlaf; unruhig (1/4)
    Erwachen; häufig (3/4)

    70

    Erwachen; häufig mit Problemewälzen (4/9)
    Erwachen; häufig, mit Gedanken an den Alltag (6/15)
    Erwachen; früh (3/4, 8–10)

     

    Haut

    Starke Schwellungen nach Insektenstich, an der Stirn (4/4) (siehe Gesicht)

     

    Allgemeines

    Müdigkeit; bleiern, vormittags um ca. 9 Uhr (3/9, 10)
    Müdigkeit; stark, morgens (4/9)

    75

    Müdigkeit, Abgeschlagenheit, abends schlimmer (2/12)
    Müdigkeit; durch Hitze (4/22)
    Hitzegefühl im gesamten Körper (6/1)
    Hitzegefühl im gesamten Körper, außer Kopf (6/3)
    Kälteempfindlichkeit erhöht (1/14)

     

    Zusammenfassung der auffallenden Symptome

    Bekanntes und Neues:
    Wie bereits eingangs erwähnt, zeigte sich bei einigen Symptomen eine deutliche Übereinstimmung mit bekannten Symptomen aus dem Arzneimittelbild von Piper methysticum. Ich verweise hier zum Beispiel auf die zahlreichen Schwindelsymptome, die immerhin bei drei der sechs Prüfer aufgetreten sind. Das Symptom von Proband 4: (Schwank-) Schwindel besser durch Schließen der Augen findet sogar Entsprechung in einer kleinen Repertoriumsrubrik, in der Piper methysticum zweiwertig enthalten ist. Das ist insofern bemerkenswert, als Piper methysticum im Repertorium vergleichsweise nicht sehr häufig vertreten ist.

    Auch das vom Arzneimittelbild bekannte Schwäche- und Schweregefühl in den Armen sowie Gangunsicherheit wurden durch die Arzneimittelselbsterfahrung voll bestätigt. Ebenso findet sich das Symptom „Schmerz im Daumengrundgelenk“ in den Arzneimittellehren wieder. Das Geistes- und Gemütsbild von Piper methysticum findet eine schöne Entsprechung im Symptom von Proband 3 „Innerlich stark angetrieben, aktiv, überdreht, Suche nach Beschäftigung“.

    Unter den Symptomen, welche die Arzneimittelselbsterfahrung zum bestehenden Arzneimittelbild neu hinzugewonnen hat, möchte ich die Konkommitanz von Nasenbluten mit gleichzeitiger Übelkeit (Proband 1) sowie das blutige Ejakulat (Proband 2) als besonders eigentümlich hervorheben.

    Abschließend möchte ich noch einen Traum wiedergeben, den Mag. Brunner hatte, als sie mit der Potenzierung der Prüfarznei beschäftigt war: „Ich hatte ein großes Seminar zu organisieren, zu dem mehrere hundert Leute erscheinen. Edward Whitmont, der große Homöopath und Psychoanalytiker, ist als Ehrengast eingeladen. Während des Einführungsvortrages, den ein österreichischer homöopathischer Arzt hält, merke ich mit Entsetzen, daß das Thema total verfehlt wurde, daß hier eine Art Kasperltheater gemacht wird, fremdländisch gekleidete Schauspieler treten auf (vielleicht aus Polynesien oder den Fidji-Inseln?). Ich geniere mich, fühle mich blamiert und bin gleichzeitig verwundert, wie so etwas passieren konnte, wo ich doch die Hauptverantwortliche für dieses Seminar bin. Die Zuhörer merken diese sonderbaren Vorgänge aber anscheinend nicht und fühlen sich alle sehr wohl.“

     

    Literatur

    • Boericke W.: Homöopathische Mittel und ihre Wirkungen; Materia Medica mit therapeutischem Index, Verlag Grundlagen und Praxis, Leer 1986
    • Clarke, J.H.: Dictionary of Practical Materia Medica, Bd. 1, B. Jain Publishers, New Delhi, 1988
    • Mezger J.: Gesichtete homöopathische Arzneimittellehre, Bd. II, Haug Verlag 1981
    • Zandvoort R.: Complete Repertory