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    Rosa canina

    Requests: If you need specific information on this remedy - e.g. a proving or a case info on toxicology or whatsoever, please post a message in the Request area www.homeovision.org/forum/ so that all users may contribute.


    REMEDY ABBREV.

    Ros-ca.

    MASTER PROVER

    1) Andreas N. Bjørndal, Karine Haukaa, Norway

    2) Dr. U.Schmutzer, Austria

    YEAR

    1) 20032) 1999 ?

    PROVING METHOD

    1) classical

    2) single blind trial

    PLACEBO?

    1) yes

    2) no placebo given

    BLINDING?

    1) remedy unknown to the 17 provers

    2) unknown

    PHARMACY OF REMEDY IN PROVING

    1) Helios

    2) Dr. H.Feigl, Austria, source for the remedy was wort, leaf and fruit

    Description of the substance

    A homeopathic drug proving- now termed a homeopathic pathogenetic trial- of Rosa canina, the Dog rose

    Eine homöopathische Arzneimittelprüfung (AMSE) von Rosa canina, der Hagebutte, Hundsrose

     

    Proving 1) available as book and in Reference Works

    Proving 2) available currently only in German

    Proving 2) published in the Austrian journal Documenta Homoeopathica No.20

     

     

    ROSA CANINA

    Die Hundsrose

    Die Ros’ ist ohn’ Warum
    Sie blühet weil sie blühet
    Sie acht nicht ihrer selbst,
    fragt nicht ob man sie siehet
    Angelus Silesius

     

    „… Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich …
    Antoine de Saint-Exupéry, „Der kleine Prinz“

     

    Jan Scholten berichtet über das Rosenthema beim Seminar in Wien im Mai 2000:

    • Enttäuschte Liebe zwischen Mann und Frau
    • Angst zuviel zu geben
    • Dornen, um manches abzuwehren

    Dieser Aufsatz soll die Hundsrose, Rosa canina, als homöopathische Arznei näherbringen. Mit einer Arzneimittel- Selbsterfahrung, die wir im Arbeitskreis von Dr. Helmar Feigl in Amstetten durchgeführt haben und einigen Arznei- Anwendungen an Kranken möchte ich versuchen, mich dem Arzneimittelbild als Gesamtheit anzunähern.

     

    Die Sumerer begannen Rosen zu züchten wegen ihrer Duftstoffe. Eine schon geprüfte und klinisch bewährte Rosenart Rosa damascena gehört zu den erstgezüchteten Hybridenrosen.

     

    Rosa canina, die Hundsrose, ist die Wildrosenart, die bei uns am häufigsten vorkommt. Die Blüten sind klein, ungefüllt und blühen nur kurze Zeit im Frühjahr, sie tragen im Herbst die Hagebutten. Die Wildrosen sind zäh und anpassungsfähig, widerstehen Schädlingen und Krankheiten. Männliche Staubgefäße und der weibliche Stempel sind in der Rosenblüte gemeinsam angelegt, die Rose bedarf anscheinend keines Zeugungsaktes. Vielleicht hat diese biologische Tatsache mit der Symbolkraft für Jungfräulichkeit und Reinheit zu tun.

     

    Die Rosaceae gliedern sich in vier Unterfamilien:

    1. Spiraeoide: Sanquisorba (großer Wiesenknopf)
      Sorbus aucuparia (Eberesche)
      Sorbus domestica (Speierling)
      Agrimonia (Odermening)
    2. Rosoidae: Rosa canina (Hundsrose)
      Fragaria (Erdbeere)
      Alchemilla (Frauenmantel)
      Potentilla aurea (Goldfingerkraut)
      Geum urbanum (Nelkenwurz)
    3. Maloidae: Crataegus (Weißdorn)
      Pyrus com. (Sauerbirne)
    4. Prunoidae: Prunus spinosa (Schlehe)
      Prunus laurocerasus (Kirschlorbeer)

    Die chemischen Inhaltsstoffe der vier Pflanzengruppen sind unterschiedlich und bringen uns näher an die Natur der Störung dieser Arzneien heran: Sorbitol, Ellagsäure, Tormentol, cyanogene Verbindungen, Fruchtsäuren, Bernsteinsäure, ätherische Öle.

     

    Inhaltsstoffe der Rosa canina: Ellagsäure, Tormentol, Vitamin C, ätherische Öle.

    Die Herstellung der Arznei Rosa canina erfolgt bei verschiedenen Firmen unterschiedlich: aus der Frucht oder aus frischen Blütenblättern.

     

    Rosa canina wird bei Clarke als Mittel für Harnbeschwerden beschrieben. Burnett führte eine Arzneimittelprüfung durch und stellte als einziges Symptom erhöhten Harnfluß fest.

     

    Wir, acht homöopathische ÄrztInnen, verrieben im Arbeitskreis mit Dr. Helmar Feigl in Amstetten Blatt, Hagebutte und Wurzel einer Hundsrose bis zur C4. Zwei Wochen später verschüttelte Dr. Feigl in unserer Anwesenheit die Arznei zur C30. Während der Verreibung empfanden alle acht Probanden extremes Schwächegefühl mit Schüttelfrost. Danach, über vier Wochen, wiederkehrend: Jucken, Kribbeln und Brennen im Schleimhautbereich von Nase, Rachen, Trachea, Jucken und Brennen in den Augen und Kältegefühl am Rücken.

     

    Seit der Verreibung raucht Proband 9 nicht mehr, obwohl er gar nicht vorgehabt hatte, das Zigarettenrauchen bleiben zu lassen.

     

    Drei Monate später führten wir eine Arzneimittelselbsterfahrung durch mit C30 Globuli, dreimal fünf pro Tag, bis zum Auftreten von Symptomen, höchstens drei Tage. Wir waren neun Probanden, drei Männer (3, 8, 9) und sechs Frauen (1, 2, 4, 5, 6, 7) im Alter von 30 bis 60 Jahren.

     

    Prüfsymptome der Rosa canina

    Geist und Gemüt

     

    Extreme Müdigkeit mit Kältegefühl (7/1 bis 28, 8/1 bis 5)
    Ich bin müde, das ist schön angenehm (2/3 bis 15)
    Müdigkeit total, mit Kältegefühl, muß mich tagsüber hinlegen (3/5, 12, 14)
    Müdigkeit extrem mit Schüttelfrost, bin zu nichts fähig, zwingt mich zum Schlafen (6, 7,8)

     

    Fühle mich nervös und fahrig wie nach starkem Kaffe, gleichzeitig unkonzentriert, traurig und bedrückt, wie wenn ein Schleier meine Vitalität zudecken würde, wie eine welke Blume, habe Schwierigkeiten im mitmenschlichem Kontakt, Bedürfnis meinen Rücken einzuigeln, ein Spaziergang und ein liebevolles Gespräch helfen (8/2)
    Ausgeglichene Stimmung in der Partnerschaft, Libido vermehrt (5/2 bis 20)
    Nach einem klärenden Gespräch mit meinem Mann fühle ich mich sehr wohl in der Partnerschaft (6)
    Mein Mann sagt, ich wirke seit der Arzneieinnahme sehr erotisch (2)

     

    Allgemeinsymptome

     

    Schlaf

    Einschlafen macht Schwierigkeiten, bin so „fahrig“ (8/2, 3)

    Bin bis zwei Uhr nachts wach, kann wegen Unruhe nicht einschlafen (7/5 bis 10)

     

    Libido

    Verstärkt

     

    Wärme, Kälte

    Schüttelfrost (7/1 bis 5)
    Kälteschauer am ganzen Körper (2, 3, 4, 5/1 bis 10)
    Kältegefühl am Rücken (siehe Rücken)

    Starke Kälteempfindlichkeit (8/1 bis 14)
    Wärme bessert, Kälte verschlimmert
    Während der Verreibung empfanden alle acht Probanden extremes Schwächegefühl mit Schüttelfrost, wir mußten die Heizung stärker einstellen

     

    Diurese

    Vermehrt bei starkem Durst (1/7–16 und 7/3–12)

     

    Speisen

    Verlangen nach Äpfeln (3, 4, 5, 6)
    Durst auf kaltes Wasser (1/7–16 und 7/3–12) (siehe Diurese)

     

    Abneigung gegen Zigarettenrauchen

    Ich rauche nicht mehr, obwohl ich das immer gern gemacht habe, hatte eigentlich keinen Grund dafür, aufzuhören (9/Nachbeobachtung sechs Monate)
    Wollte schon länger das Rauchen aufgeben (8/Nachbeobachtung sechs Monate)

     

    Augen

    Jucken in den Augen (6/1–5, 7/1–8, 8/1–8)
    Brennen in den Augen (4/1–4)

    Brennen in den Augen wie durch Rauch, mit Trockenheit der Augen (2/1–9)
    Druckschmerz hinter dem linken Auge (6/1–5)
    Kribbeln hinter dem linken Auge (1/1–2)

     

    Nase

    Jucken in der Nase (1/1–8, 7/1–4)
    Jucken im Nasenloch abwechselnd rechts und links (3/1–4, 8/1–5)

    Kribbeln in der Nase (6/1–3, 5/1–5)
    Brennen in der Nase, begleitet von Brennen der Zungenspitze (2/1–4)
    Schmerzen stechend scharf in der Nase (4/1–8)
    Ziehende Schmerzen in der Nasenwurzel (5/1–4)
    Geruchssinn überempfindlich (1/5–7)

    Eingebildeter stinkender Geruch (7/3–5)
    Eingebildeter stinkender Geruch nach Erbrochenem (4/1–5)
    Niesen ohne Sekret (5/1–4)
    Niesen explosionsartig (8/1–3)

     

    Mund

    Durst mit trockenem Mund (1/7–15, 7/2–10)

    Dumpfes Stechen am lateralen Zungenrand (5/3–8)
    Schleimhäute trocken (6/10–18)

     

    Gesicht

    Ziehender stechender Schmerz über der rechten Augenbraue (4/10–25)
    Über der Nasenwurzel (5/15–24)
    Hitze im Gesicht mit roten Ohren

    Drückender Schmerz zwischen den Augenbrauen (4/7–9)

     

    Hals

    Kratzen im Hals, warme Getränke bessern (4/1–9, 7/5–14, 3/5–9)
    Trockenheit im Hals (1/2–18), 3/3–12)
    Schlucken sticht im linken Ohr (4/2–3)

     

    Brust

    Druck auf der Brust, es fällt mir schwer zu atmen (8/1–4)

    Kitzeln auf der Brust, muß trocken husten, warme Getränke bessern (2/3–7, 5/4–9)
    Brennen auf der Brust (4/3–10)

     

    Abdomen

    Stumpf ziehender Schmerz im Unterbauch, erstreckt sich in die Leisten, schlimmer durch Anspannung der Bauchmuskeln, begleitend Blähungen, die mit zunehmendem Schmerz stärker werden (7/2–5)
    Schmerzen im Unterbauch rechts ziehend (6/2–4)
    Ziehende Schmerzen im Unterbauch, periodisch wiederkehrend (7/3–15)

     

    Haut

    Jucken der Haut im Gesicht, Brust und Rückenbereich (3/1–4)
    Feines Jucken wie ein Haar im Gesicht (4/3–9)

     

    Rücken

    Frost zwischen den Schulterblättern (7/1–21)
    Frösteln rechte Rückenseite (4/1–13)
    Kältegefühl am Rücken (1/1–14, 2/3–20, 5/1–18)

    Frösteln am Rücken nur rechts (3/1)

     

    Träume

    1. Sehe das Gesicht eines Mannes, eingeschlossen in Plexiglas (8)
    2. Das Gesicht eines Pferdes sehe ich, eingeschlossen in Plexiglas (4)
    3. Ich bin in einem Geschäft im unteren Stockwerk und kann nicht in das obere, weil die Tür versperrt ist. (4)
    4. Sehe Frauengestalten, habe eine sinnliche Stimmung, Berührung mit Frauen (2)
    5. Übernachtung mit Personen, gehe im Nachtgewand durch den Saal, wo die anderen übernachten, ich geniere mich darüber (4)
    6. Ich sehe einen Fettbauch, von Fett umgebener Mann lehnt sich zurück, aus dem Bauch beult sich ein Ballon heraus (8)
    7. Die Geburt eines Kindes, es bricht durch den äußeren Muttermund, ich sehe das Gesicht, das schön ist.

     

    Erfahrung mit der klinischen Anwendung der Arznei

    Patientin N., 28 Jahre, Witwe, zwei Kinder

    Diagnose: rezidivierender Harnwegsinfekt, rezidivierende Vaginitis
    N. leidet seit etwa zwei Jahren wiederholt an Brennen, Rötung und Jucken im Urogenitalbereich. Gleichzeitig spürt sie ein Brennen vor dem Harnlassen, zu diesem Zeitpunkt seien im Harn Erythrozyten, Leukozyten und Nitrit nachweisbar. Die Beschwerden entwickeln sich alle sechs Wochen bis zwei Monate und wurden bisher mit Antibiotika und Salben behandelt. Eine Besserung der Symptome erfährt sie durch warme Spülungen, Trinken und Ruhe. Extreme Schwäche und Müdigkeit mit Kältegefühl und Frösteln stehen am Beginn jeder akuten Krankheit.
    Seit einem Jahr ist Frau N. Witwe. Ihr großes Problem ist die Beziehung zur Schwiegermutter. „Eine Frau, die mich nicht tun läßt wie ich will. Sie ist total böse, wenn ich etwas selber machen will. Ich bin gefährdet, ja zu sagen, denn ich habe Angst vor der Schwiegermutter, Angst etwas falsch zu machen und Angst vor Verletzung. Sie kommt und mischt sich immer in unser Leben. Mein Gefühl ist: Ich bin für alles verantwortlich gewesen. Ich reagiere kurz angebunden und bin traurig und zornig.“
    Symptome, die man zur Arzneiwahl heranziehen wird, sind auf der seelischen Ebene die Angst vor Kränkung und Geringschätzung, im Körperlichen das Brennen und die Rötung im Urogenitalbereich und das Brennen in der Harnröhre vor dem Harnlassen.
    Daß akute Erkrankungen mit einer solchen Schwäche und einem intensiven Kältegefühl mit deutlicher Besserung durch Wärme einhergehen, läßt mich an Rosa canina denken.
    Ich empfehle der Patientin bei Krankheitsbeginn dreimal täglich Rosa canina C30, jeweils fünf Globuli zu nehmen, über höchstens drei Tage.
    Nach fünf Monaten ruft mich die Patientin an, sie habe das zweimal gemacht und beide Male den Ausbruch der Krankheit verhindern können: In der Folge (weitere fünf Monate) sind die Beschwerden nicht mehr aufgetreten.

     

    Patient S., 33 Jahre, verheiratet, kinderlos

    Diagnose: chronisch rezidivierende Sinusitis, Entzündung nach Fremdknochenmarktransplantation bei akuter lymphatischer Leukämie
    Patient S. war im Sommer 1997 stationär wegen Hochdosischemotherapie und anschließender Fremdspenderknochenmarktransplantation bei akuter lymphatischer Leukämie. Die Beurteilung 1999 erfolgte als komplette Remission.
    Herr S. steht seit September 1999 in homöopathischer Behandlung wegen rezidivierender Infekte der Nasennebenhöhlen (NNH). „Schon während der ersten Knochenmarkspenderinfusion spürte ich die ersten NNH-Infektanzeichen, als sei das eine Krankheit, die mir der Spender mitgegeben hätte,“ erzählte S. Bisher erhielt er eine schulmedizinische Therapie vom Facharzt. Der Patient erkrankte immer häufiger, jetzt sogar schon einmal im Monat. In der kalten und auch in der warmen Jahreszeit, war dann mindestens eine Woche arbeitsunfähig und hatte jetzt Angst um seinen Arbeitsplatz.
    Die Krankheit beginnt mit extremer Schwäche und Müdigkeit begleitet von Frösteln am ganzen Körper. Gleichzeitig spürt er ziehende Schmerzen über der Nasenwurzel und ständiges Halskratzen. „Nicht wegen der körperlichen Beschwerden, sondern weil ich mich total schwach fühle, muß ich in den Krankenstand“, erklärt der Patient. Gelegentlich begleitet die Krankheit Fieber bis 39° mit heißem Kopf und kalten Extremitäten.
    Allgemein bessert Wärme seine Beschwerden. Die Röntgenaufnahmen zu diesem Zeitpunkt zeigen wiederholt eine Verschattung der Nasennebenhöhlen.
    Er erkältet sich über die Füße.
    Nachts belasten den Patienten Wadenkrämpfe.
    Herr S. leidet unter Schlafstörung wegen Unruhe und Gedankenzustromes. Er löst berufliche Aufgabenstellungen gerne nachts, weil er dann Zeit zum Denken hat.
    Über seine Persönlichkeit berichtet S.: ich bin aggressiv oder schlucke. Als junger Mann raufte ich sofort beim geringsten Anlaß. Seit meiner Krankheit bin ich überaus sanft geworden. „Die Krankheit hindert mich an meiner interessanten Arbeit, ich bin Elektriker,“ erklärt der Patient. „Meine Mutter ist ein absoluter Problemfall, ich bin von ihr immer wieder verdroschen worden, ich war der Prellbock, ich sollte perfekt sein, ich möchte keinen Tag mehr Kind sein, es war nur Angst und Schrecken“, erzählt Herr S.
    3. 9. 99 Arznei: Chininum sulfuricum Q6

    Rubriken:

    • Schwäche bei akuten Krankheiten
    • Reizbarkeit
    • Schlafstörung durch Gedankenzustrom
    • Theorien aufstellen, nachts
    • Wärme bessert
    • Wadenkrämpfe nachts
    • Zunge trocken
    • Extremitäten, Kälte im Fieber

    Kontrolle am 12. 11. 99
    Keine Wadenkrämpfe mehr,
    Keine Besserung der Schlafstörung, der Infektanfälligkeit
    Neues Symptom: Juckreiz der Haut ohne Hautausschläge bei Hitze
    Patient erzählt jetzt erst, er habe Probleme mit seiner Frau. Seit seiner Krankheit sei sie während seiner viele Krankenhausaufenthalte eigene Wege gegangen.

    Einige Symptome zur Arzneiwahl:

    • extreme Schwäche bei akuten Krankheiten
    • Kältegefühl mit Schwäche
    • Wärme bessert
    • Folge von Kränkung
    • Folge von Geringschätzung
    • Schmerzen über der Nasenwurzel
    • Trockenheit der Zunge
    • Juckreiz der Haut bei Hitze – neues Symptom

    Arznei: Rosa canina C30 dreimal fünf, bis zur Besserung, maximal drei Tage, zu Beginn jeder Krankheit.
    Mit der Arznei Rosa canina C30 konnte die Infektanfälligkeit vermindert und die Dauer der Erkrankung verkürzt werden.
    April und Mai 2000 wurde Rosa canina C200 dreimal fünf Globuli verabreicht, seither keine Sinusitisbeschwerden.

     

    Patientin H., 16 Jahre, Schülerin

    Diagnose: Fieberschübe mit Reizhusten und gelegentlich Schnupfen, alle zwei Wochen
    Seit Mitte Jänner 2000 leidet die Patientin wiederholt an Fieberschüben, alle zwei Wochen, die nur ein oder zwei Tage dauern. Die Krankheit beginnt mit extremer Müdigkeit und Kältegefühl der Füße, Nase und Oberarme, ein Schüttelfrost läuft den Rücken hinunter. Außerdem brennt die Haut bei jeder Berührung. Gelegentlich niest sie mit gelblicher Absonderung und spürt ein Kitzeln im Hals, das zum Husten reizt, Wärme bessert.
    Sie träumt wiederholt, sie sei als einzige der Familie zur Hochzeit ihres Cousins nicht eingeladen und kränkt sich darüber.
    Sie hat ein starkes Verlangen nach Äpfeln.
    Eine stationäre Durchuntersuchung im Krankenhaus ergibt erhöhte Entzündungszeichen, die Patientin wird ohne Therapie entlassen.
    Erste homöopathische Behandlung am 21. 2. 2000
    Symptome:
    Beginn jedes Fieberschubes mit extremer Schwäche
    Schüttelfrost läuft den Rücken hinunter
    Verlangen nach Äpfeln
    Wiederholter Traum: sie wird nicht eingeladen, und kränkt sich darüber
    Haut brennt bei Berührung während der Fieberschübe
    Heißer Kopf bei Fieber mit Kälte der Extremitäten
    Reizhusten
    Niesen mit gelblicher Absonderung
    Wärme bessert
    Arznei: Rosa canina C200
    Zweitordination am 25. 4. 2000
    Keine Fieberschübe mehr
    Wiederauftreten eines alten Hautausschlages, der vor Jahren mit Cortison behandelt wurde: Bläschen, brennend, juckend, gelbe Kruste
    Lokalisation in und um die rechte Augenbraue
    Arznei: Rosa canina M
    Anruf Mitte Mai 2000: Abklingen des Exanthems, keine Fieberschübe

     

    Patientin C., 12 Jahre, Schülerin

    Diagnose: Vasomotorische Rhinitis, Hausstaubmilbenallergie
    C. leidet seit einem halben Jahr an allergischem Schnupfen mit Niesen, Kitzeln am Gaumen und im Larynx mit Hustenreiz.
    Die Schule beginnt um acht Uhr. C.: „Ich bin immer schon um sieben da. Wenn ich nicht in der Schule wäre, kämen sie nicht aus ohne mich.“ „Sie fühlt sich verantwortlich für Fragen ihrer Mitschüler, das wird ihr zuviel“, sagt ihre Mutter.
    Sie leidet unter einer Einschlafstörung durch Gedankenzustrom, sie weint beim Einschlafen und sagt, es habe nichts mit den Eltern zu tun.
    Behandlungsbeginn am 22. 3. 2000
    Symptome:
    Schlafstörung mit Gedankenzustrom, weint beim Einschlafen
    Niesen, Kitzeln am Gaumen und im Larynx
    Hustenreiz
    Arznei: Rosa canina C200
    Kontrollordination am 26 .5. 2000
    Verstärkt gehustet
    Augenjucken
    Jucken in den Ohren
    Hautausschlag: Rötung juckend in den Ellenbeugen
    Extremes Verlangen nach Wärme (Hitzeperiode im Mai!)
    Besser: Schlaf
    Heilung der Sonnenallergie
    Arznei: Rosa canina M
    Anruf Mitte Juni:
    Eindeutige Besserung, keine Beschwerden außer gelegentlichem Niesen

     

    Themen der Rosa canina

    • Sich mit jemandem vertraut machen und dafür Verantwortung tragen
    • Voller Sorgen um andere
    • Ist bereit zu geben, weit über die Kräfte hinaus (das Geben übersteigt die geistig-seelischen Kräfte, die Mitte ist überschritten, es macht krank)
    • Sich dabei vergessen (es ist nicht bloß ein „Zuviel von sich geben“, sondern soviel gegeben haben, daß es mich krank macht)
    • Folge von Kränkung
    • Folge von Geringschätzung

    Allgemeinsymptome

    Kälteschauer am ganzen Körper
    Wärme bessert
    Vermehrter Durst auf kaltes Wasser

     

    Weiterführende Literatur

    • Cheers, Gordon: Botanica. Das ABC der Pflanzen. Könemann Verlag, Köln 1998
    • Frohne, Dietrich, Jensen, Uwe: Systematik des Pflanzenreiches. 5. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1998
    • Lardon-Kattenbusch, Claudia: Vom Zauber der Rosen. Leib und Seele, Zürich 1995
    • Schroyens, Frederik (Hrsg.): Synthesis Repertorium Homoeopathicum Syntheticum. Hahnemanninstitut, Greifenberg 1993