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    Salvia officinalis

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    REMEDY ABBREV.

    Salv.

    MASTER PROVER

    Dr. R.Flick, Dr. Walter Glueck, OEGHM, Austria

    YEAR

    2004

    PROVING METHOD

    single blind trial

    PLACEBO?

    no placebo given

    BLINDING?

    remedy unknown to the 6 provers, the substance was revealed after 10 days

    PHARMACY OF REMEDY IN PROVING

    Mag. Robert Münz, Remedia Pharmacy, Austria

    Description of the substance

    A homeopathic drug proving- now termed a homeopathic pathogenetic trial- of Salvia officinalis, the common sage

    Eine homöopathische Arzneimittelprüfung von Salvia officinalis, dem gewöhnlichen Salbei

     

    Proving document currently available only in German

    Published in the Austrian journal Documenta Homoeopathica No.26

     

    Salvia officinalis

    Arzneimittelselbsterfahrung (AMSE)

    Salbei (Salvia) ist eine Gattung der Lippenblütengewächse (Lamiaceae), die über 920 Arten in aller Welt umfasst. Wir verstehen unter Salbei in erster Linie den in Küche und Medizin wichtigen Küchen- oder Heilsalbei, Salvia officinalis.
    Der Name Salbei geht in den meisten europäischen Sprachen auf lat. salvia zurück. Dies ist wahrscheinlich eine Ableitung von salvere – retten, bewahren – was sich auf den medizinischen Wert der Pflanze beziehen dürfte. Dieselbe Herkunft des Namens haben englisch sage, niederländisch salie, französisch sauge, litauisch šalavijas und polnisch szalwia.
    Die Blütenfarbe variiert von weiß bis blau, violett, pink und rot. Rotblühende Arten ohne Gelenkmechanismus sind üblicherweise vogelbestäubt, etwa in Südamerika von Kolibris. Blau und violett blühende Arten mit Gelenkmechanismus werden meist von Bienen oder Hummeln bestäubt.
    Die als Gewürz verwendeten Arten der Gattung Salvia stammen aus dem Mittelmeerraum und Kleinasien.
    Das ätherische Öl (1 bis 2.5%) ist in den Salbeiarten unterschiedlich zusammengesetzt. Dalmatinischer Salbei (S. officinalis ssp. minor) enthält Thujon (35 bis 60%), 1,8-Cineol (15%), Kampfer (18%), Borneol (16%), Bornylester, ?-Pinen und Salven.

    Was wir von Salvia officinalis bisher wissen
    Es gibt keine Arzneimittelprüfung von Salvia officinalis. In Heilkräuterbüchern wird er bei Halsweh und Bronchitis als Tee oder Gurgellösung empfohlen. Er soll sich besonders bei chronischem Husten mit starker Schwäche und Nachtschweiß bewährt haben.

    Aus Richard Willfort, „Gesundheit durch Heilkräuter“: „Aus gebirgigen Standorten Südeuropas stammend, wird der Salbei bei uns häufig in Gärten gepflanzt. Er ist frostempfindlich. An den Anbau stellt er keine besonderen Erfordernisse. Eine wind- und frostgeschützte Lage und kalkhältiger Boden lassen ihn üppig gedeihen. Er wurde im Mittelalter von Mönchen in unsere Gegend gebracht und verbreitete sich rasch. Um 1680 erschien ein 400 Seiten starkes Buch über die Heilwirkungen des Salbeis.“
    „Der Salbei ist in erster Linie ein schweißregulierendes Heilmittel, das bei stark schwitzenden Personen schweißhemmend, bei wenig schwitzenden schweißtreibend wirkt. Der Salbeitee ist nicht nur ein sehr gutes Naturmittel bei übermäßigen Schweißen in der Pubertätszeit und in den Wechseljahren der Frauen, es ist auch eines der besten Mittel gegen das Nachtschweißen der Schwindsüchtigen.
    Salbei wirkt blutreinigend und führt nicht nur den Schleim der Atmungsorgane aus, sondern wirkt auch schleimabführend bei Magenverschleimung, wodurch der vielfach verlorene Appetit wiederkommt.“

    Auch seine entzündungswidrige Kraft bei Entzündungen des Darms, des Magens, von Leber, Galle und Harnwegen wird beschrieben, ebenso soll der Weißfluss durch Spülungen mit Salbeitee zum Abklingen gebracht werden können.
    Weiters wirkt der Salbei gegen Rheumatismus, Gicht und nervöse Störungen. Er soll auch beim Abstillen durch Reduktion des Milchflusses wirksam sein. Unter gewissen Umständen wirke er sich positiv bei Neigung zu Fehlgeburten aus.

    Beschreibungen der homöopathischen Wirkung befinden sich bei Boericke und Clarke.

    Boericke, Materia Medica:
    Verringert übermäßiges Schwitzen, wenn der Blutkreislauf geschwächt ist; von geringerem Nutzen bei Phthisis mit Nachtschweißen und erstickendem Kitzelhusten. Galaktorrhoe. Wirkt tonisierend auf die Haut.
    Atemwege: Kitzelhusten, besonders bei Schwindsucht.
    Haut: Weich, erschlafft, bei geschwächtem Blutkreislauf und kalten Extremitäten. Schwächende Schweiße.
    Vergleichsarzneien: Phel., Tub.

    Clarke:
    Husten, kitzelnder. Nachtschweiß. Phthisis.

    Im „Homoeopathic Recorder“ (zitiert nach Clarke) (XII., S. 408) wird ein Artikel aus der „Leipziger populäre Zeitschrift für Homöopathie“ vom August 1897 über den Gebrauch von Salbei als Gurgelmittel bei Halsentzündung übersetzt, und als Mundspülung bei Erkrankungen des Zahnfleisches, aber besonders bei Erkrankungen der Atmungsorgane.

    Der kitzelnde Husten von Schwindsüchtigen und die Nachtschweiße wurden von Gaben zwischen 20 und 40 Tropfen in einem Teelöffel Wasser völlig beseitigt.

    Der Übersetzer des Homoeopathic Recorders fügt folgenden Fall hinzu: Frau X. hatte seit drei Wochen einen Reizhusten, der auf einen Anfall von Pneumonie folgte. Da die Reizung besonders stark war, gab er ihr, frisch aus dem Garten, etwas Salbei zu kauen, und die Reizung war sofort gelindert.

    Die homöopathische Selbsterfahrung

    An der AMSE nahmen vier weibliche und zwei männliche Probanden teil. Sie wurde anlässlich eines von der ÖGHM (Österreichische Gesellschaft für homöopathische Medizin) veranstalteten Seminars zum Thema Arzneimittelselbsterfahrung im November 2004 durchgeführt.
    Von 20 Phiolen enthielten 18 Verum der C30 und 2 Placebo. Der Prüfungsleitung war die gewählte Arznei bekannt. Der Verteilungsschlüssel wurde erst nach der Ausarbeitung geöffnet. Alle Probanden hatten Verum erhalten.
    Die Probanden nahmen die Arznei dreimal täglich ein bis zum Auftreten von markanten Symptomen. Die Anzahl von 15 Einnahmen sollte auf keinen Fall überschritten werden.
    Die Bekanntgabe der Arznei erfolgte am zehnten Tag im Rahmen des Seminars. Danach wurde mehrere Wochen weiter beobachtet. Eine Probandin entwickelte deutliche, heftige und Wochen andauernde Symptome, deren Auswirkungen am 67. Tag mit einer Gabe Sulphur C200 antidotiert wurden. Die übrigen Probanden reagierten schwach und nicht anhaltend. Eine Probandin (Nr. 15) entschloss sich, keine homöopathische Arznei einzunehmen. Sie trank drei Wochen lang jeden Tag einen Liter Salbeitee.

    Ausgangssubstanz
    Die Arznei wurde von Mag. Robert Müntz aus einer Verreibung der Blätter hergestellt und kostenlos zur Verfügung gestellt. Sie wurde bis zur C3 nach §270 Organon verrieben und dann flüssig weiter bis C30 verarbeitet. An dieser Stelle sei dem Hersteller herzlich gedankt. Die Originalarznei ist zu beziehen über Remedia, Hauptstraße 2, A–7000 Eisenstadt, Tel. 0043/2682/62 654 66.

    Probanden
    • Proband 4, 45 Jahre, Arzt, 15 Einnahmen
    • Probandin 8, 49 Jahre, Ärztin, 8 Einnahmen
    • Probandin 12, 40 Jahre, Ärztin, 12 Einnahmen
    • Probandin 14, 38 Jahre, weibl., 5 Einnahmen
    • Probandin 15, 46 Jahre, weibl., tägl. 1l Salbeitee durch 21 Tage
    • Proband 16, 53 Jahre, männl., 4 Einnahmen

    Legende
    Die erste Zahl in der Klammer nach dem Symptom gibt die Nummer des Probanden an, die zweite Zahl nach dem Schrägstrich den Tag, an dem das Symptom erstmals auftrat. Mit „+“ hinzugefügte weitere Zahlen geben weitere Tage des Auftretens des Symptoms an. Mit „–“ hinzugefügte Zahlen nach der Tageszahl weisen darauf hin, dass ein Symptom vom Tag A bis zum Tag B beobachtet wurde. Fehlt nach dem „–“ die zweite Zahl, so trat das Symptom mehrmals auf, ohne dass die exakte Dauer aus dem Protokoll ersichtlich war. Da bei Probandin 8 viele Symptome auftraten, die über Wochen und Monate anhielten, kann bei den vielen Symptomen das exakte Ende nicht angeführt werden.
    GS bedeutet geheiltes Symptom
    VS steht für verändertes Symptom, das dem Probanden zwar bekannt ist, jedoch in Intensität, Dauer, Auslösung oder Lokalisation verändert auftrat.
    E bedeutet, dass das Symptom innerhalb einer Stunde nach der Einnahme aufgetreten ist.

    Geist und Gemüt
    1 Gefühl eines inneren „Grants“ (Reizbarkeit), sitzt tief im Inneren, schwer fassbar, nagt und frisst an der Seele. (8/02–)
    2 Aggressiv gestimmt, fährt andere an, dabei dumpfes Gefühl im Kopf, das Denken fällt schwer. (8/02–)
    3 Erzählen ihrer Beschwerden bessert alles schnell und deutlich. (8/12–)
    4 Fühlt sich in ihren Halsschmerzen in die Kindheit zurückversetzt, als sie öfter Anginen hatte. Gefühle der inneren Einsamkeit, Verlassenheit und Traurigkeit aus der Schulzeit tauchen intensiv auf. (8/5)
    5 Fühlt sich wie ein Baby, liegt mit angezogenen Beinen in Seitenlage, dabei ein Gefühl, als würde die Mutter den Po wischen und cremen. (8/12)
    6 Klassische Musik ruft ebenso wie Essen tiefes Glücksgefühl hervor. Sie kann beides aus tiefstem Herzen sinnlich genießen. Der Gedanke an gutes Essen wird als paradiesisch erlebt. Auch das Zubereiten des Essens und die Sorge um die Ernährung der Familie bekommen einen hohen Stellenwert. (8/14–)
    7 Öfters das Gefühl ausgeliefert zu sein, einer plötzlichen Krankheit, einem Schicksal, die sie überfallen, wogegen sie nichts tun kann. Sie fühlt sich auch ihren Gefühlen, ihrem Ärger ausgeliefert. Es läuft schicksalhaft ab. Gefühl, aus ihrer kleinen Welt nicht herauszukommen. Die Außenwelt nimmt sie nicht wahr. Sie macht Angst. (8/18–)
    8 Sie ist verzweifelt und wütend, mit diesem Mann (ihrem Ehemann) verheiratet zu sein. Sie fühlt sich ihm ausgeliefert, hat das Gefühl, von ihm mit in den Abgrund (in eine Katastrophe) gerissen zu werden. (8/18)
    9 Wut und nagender Groll über ihren Mann, ihr Inneres ausfüllend. Will sich scheiden lassen. (8/18)
    10 Empfindet ihren Zustand als unerträglich. Sie sieht keinen Ausweg, glaubt sich nicht helfen zu können. (8/21)
    11 Es ärgert sie, dass alle ihren Zustand sehen können. Sie kann ihn nicht verbergen. (8/18–)
    12 Das Mitleid anderer mit ihrem Zustand ärgert sie. (8/18–)
    13 Große Reizbarkeit abwechselnd mit euphorischer Freude. (8/21–)
    14 Das Schicksal ihrer Kinder ist ihr besonders wichtig. Sie fühlt sich verantwortlich für sie und ihre Entwicklung. Sie würde alles für ihre Kinder tun. Sie konzentriert sich auf das häusliche Leben, die Außenwelt scheint nicht zu existieren. Sie hat keine Lust auszugehen. (8/18–)
    15 Euphorisches Gefühl, fühlt sich wohl, glaubt alles im Griff zu haben. (8/21–)
    16 Panik in einer Menschenmenge beim Einkauf, dabei Übelkeit und Angst, im nächsten Moment zu kollabieren. Sie muss sich auf den Boden setzen. Die von Passanten angebotene Hilfe ist ihr unangenehm und ärgert sie maßlos, weil die Menschen sehen, wie es ihr geht. Die Situation ist ihr peinlich. (8/31)
    17 Wenn sie in der Öffentlichkeit unter Menschen ist, erregt sie fast alles (Mischung von Angst und Ärger). In der Familie und mit vertrauten Personen kann sie sich öffnen. (8/18–)
    18 Nachts nach dem Erwachen um drei Uhr vor Beginn der Menses, die am kommenden Morgen einsetzt, das Gefühl tot zu sein, die gesamte Lebenskraft ziehe sich aus ihr zurück, als ob alles leer wäre. Sie kann sich nicht vorstellen, jemals wieder von diesem Bett aufzustehen. (8/28)
    19 Tiefe Trauer am ersten Tag der Menses (8/29)
    20 Panik, durch die Menstruation zu verbluten, obwohl die Blutung normal stark ist. (8/29)
    21 Mit einer vertrauten Person über ihren Zustand zu sprechen bessert augenblicklich alle körperlichen und seelischen Beschwerden. (8/15–)
    22 Bei der Kleidung zieht es sie stark zu grauen und hellgrün-türkisen Farbtönen. (8/24–)

    Intellekt
    23 Beim Autofahren schlechte Einschätzung von Distanzen; sie hat das Gefühl, nicht nahe genug an parkende Autos heranfahren zu können. Sie hat Angst zu schnell zu fahren und zwischen entgegenkommenden und parkenden Autos eingeklemmt zu werden(12/7-8).

    Schwindel
    23 Starker Schwindel und Hitzegefühl für etwa zwei Minuten, am ersten Tag um 19.00 Uhr, am zweiten Tag um 11.45 Uhr. (14/1–2)

    Kopf
    24 Druckgefühl über dem ganzen Kopf wie von einer eng anliegenden Haube, mit Verlangen ins Freie hinauszugehen, viel besser durch Spazieren im Freien (sonst bei Kopfschmerz Verlangen nach Ruhe und Hinlegen). (E–8/01–18)
    25 Schmerz im Stirnbereich, Hauptpunkt in der Mitte, zieht hinunter zur knöchernen Nase und in die Kieferhöhlen, auch ein Druckgefühl von oben auf die Augen. (8/10–)

    Augen
    26 Jucken linkes Auge (8/01)
    27 Gefühl, der Blick wird klarer (14/2)

    Ohren
    28 Ohren verschlagen, hört nur 50%, wie durch Watte hindurch, viel besser nach dem Essen (8/9–)
    29 Lautes Knacken in den Ohren, danach verschlagene Ohren, kurz offen (8/11)

    Nase
    30 Dünnes, salzig schmeckendes, mildes Nasensekret rinnt plötzlich aus der Nase bis in den Mund. (8/7)
    31 Reichliches, intensiv hellgelbes Sekret (8/10)
    32 Geruchssinn völlig verloren (8/11–)
    33 Sie schnäuzt auffallend laut. (Die Kinder sind entsetzt darüber.) Dabei dröhnt es in ihrem Kopf und knackt in den Schleimhäuten des Pharynx und in den Ohren. (8/14)
    34 Nase total verstopft, bekommt keine Luft beim Versuch, durch die Nase zu atmen, viel besser beim Essen. (8/18–)

    Gesicht
    35 Schmerz der Nasenwurzel, als ob jemand von außen darauf pressen würde, auch die Nasenflügel schmerzen, von dort setzt sich der Druck in die Kieferhöhlen fort (links deutlicher), mit Zahnschmerzen im Oberkiefer. (8/10)
    36 Hitze und Röte des Gesichts mehrfach um 14.00 Uhr (8/13)

    Mund
    37 Kitzeln im Rachen (E–8/1)
    38 Geschmackssinn völlig verloren (erst nach Antidotierung mit Sulfur wieder zurückgekommen) (8/11–)
    39 Riss im Zahnfleisch oberhalb des linken oberen Eckzahnes, blutet nicht, schmerzt kaum (12/10–12)
    40 Druckgefühl auf der linken Seite des Zungengrunds (12/13)
    41 Drei kleine Aphthen im Unterkiefer (etwa 1mm groß) im Bereich des rechten Eckzahns treten auf, gerötet, leicht schmerzhaft, brennend, besser nach Schlaf. Spülungen mit Salbeitee (!) helfen nicht. (12/27–33)
    42 Zahnfleischentzündung im Bereich des linken Unterkiefers, brennt; der Zahn schmerzt, besser durch Schlaf, schlimmer bei Druck. (12/38–40)
    43 Geschmacksempfindung bitter und Zusammenziehen auf der Zunge sowie ein Aufstellen der Haare an den Oberarmen. Danach lässt sich der Speichel nur mit Widerstand schlucken, dauert einige Stunden an. Hitzegefühl am hinteren Gaumen für einige Sekunden, Ziehen im rechten Ohr („wie bei Mittelohrentzündung“), leichtes Krampfen in den Bronchien für eine halbe Stunde, leichtes Pulsieren des Brustkorbs für einige Minuten, Schluckbeschwerden für etwa fünf Stunden. (14/E)
    44 Schales Gefühl am Gaumen, schaler Geschmack im Mund beim Lutschen (14/E-2)
    45 Zahnfleischbluten und Durchfall ab dem zweiten Tag, danach verbunden mit Erkältungssymptomen wie Schleim in Rachen und Stirnhöhle und Nase (15/2–4), Zahnfleischbluten häufig wiederkehrend bis etwa drei Wochen nach Prüfungsbeginn. (VS)

    Hals
    46 Ständiger Zwang zu schlucken, um den Hustenreiz zu erleichtern. (8/03–)
    47 Ziehender Schmerz in beiden Halsseiten, Schlucken schmerzhaft in der Tonsillengegend, besser durch Essen; Trinken (warm) bessert nicht, Sprechen verschlimmert, „wie bei beginnender Angina tonsillaris“, Schmerz zieht in den linken Kieferwinkel, schmerzlose weiche Schwellung der Lymphknoten in beiden Kieferwinkeln, mehr links. (8/5)
    48 Räuspert gelbes dünnes Sekret hoch. (8/7+15+19–25)
    49 Süßlicher Geschmack des geräusperten Sekrets, erregt Brechreiz. (8/20)
    50 Reichlich weißer dicker, schaumiger Schleim im Larynx, der leicht auszuräuspern ist. (8/45–)
    51 Räuspert sich häufig und geräuschvoll, wie alte Raucher. (8/20–)
    52 Brennen im Rachenring, besser durch Schlucken (8/7)
    53 Halsschmerz links in der Nacht, sofortige Besserung beim Liegen auf der linken Seite. (8/8)

    Magen
    54 Verlangen nach Süßspeisen (Strudel, süßer Reis,...) (8/13–)
    55 Unstillbarer Heißhunger auf Butter, wie eine Sucht (8/13–)
    56 Übelkeit, Magenverstimmung und Schlafstörungen – Überdosierung von Tee (15/1–2)

    Abdomen
    57 Feine Stiche in der Lebergegend unter dem Rippenbogen (8/4+13)
    58 Blitzartig auftretende Angst, wie bei einem Schreck, mit plötzlich auftretender und wieder verschwindender Übelkeit mit Brechreiz, im Unterbauch empfunden, teilweise feine Stiche im Darmbereich (8/5)
    59 Tagsüber Durchfall, Bauchschmerz und Übelkeit abends, gefolgt von Winden und plötzlichem unwillkürlichem Stuhlabgang (8/20)
    60 Durchfall, begleitet von Zahnfleischbluten (15/2)
    61 Fallweise weicher Stuhl, bis dreimal täglich (15/3–7)
    62 Druck im Oberbauch (15/9– fallweise –17)

    Rektum und Stuhl
    63 Stuhl mit weißem Schleim bedeckt (8/48–)

    Harnorgane
    64 Plötzlich heftiger Harndrang um 22.30 Uhr, am Weg zur Toilette kann sie den Urin nicht halten. (8/18)

    Genitalia
    65 Menses hellrot (8/29–33)

    Respirationstrakt
    66 Stimmverlust beim Erwachen um 3.00 Uhr, mit Schmerz im Hals und der Luftröhre. (8/4)
    67 Heiserkeit nachts nach dem Erwachen, am Tag kann sie wieder normal reden. (8/5)
    68 Heiserkeit tagsüber, besser durch Reden. (8/8–)
    69 Hustenreiz geht von der Thymusgegend und tiefer unten in der Trachea aus, besser durch Essen, dabei Zwang, ständig zu schlucken. (8/03–)
    70 Plötzlich heftige Hustenanfälle mit Brechwürgen, dauern einige Minuten, dabei starker Tränenfluss. (8/4–20)
    71 Hustenreiz von Stelle im Kehlkopf links ausgehend, kommt plötzlich und heftig, aus der Tiefe, mit Tränenfluss. (8/8+10)
    72 Hustenreiz, trocken vom Hals, mehrmals tagsüber. (16/2–5)

    Brust
    73 Feines Stechen im Mittellappen der rechten Lunge (8/4)
    74 Spannungsgefühl im Rippenbereich, wie ein Mieder (erinnert an die Pneumonien vor einem und vor sechs Jahren) (8/9+15+25)
    75 Stechender Schmerz in der rechten Lunge, besser nach und schon während des Essens (ein wegen der Beschwerden durchgeführtes Lungenröntgen sowie die Leukozytenzahl, Blutsenkung und CRP waren im Rahmen der Norm). (8/25)
    76 Leichte Enge, Krampfgefühl der Bronchien den ganzen Abend, dabei sehr müde (14/1–2)

    Rücken
    77 Erwacht um 4.30 Uhr mit Rückenschmerzen rechts entlang der Wirbelsäule, ziehen von der mittleren Brustwirbelsäule zum Kopf. Gleichzeitig ein wundes Gefühl in Bronchien und Hals, „als ob die Atemwege eine einzige große Wunde“ wären. Anfangs kann sie sich kaum bewegen. Durch Herumgehen Besserung. (Erinnert an die Rückenverspannungen während der Pneumonien) (8/15–17+25)
    78 Schmerz rechts der mittleren Brustwirbelsäule, der durch die Lunge sticht, sowie zum Hals und zum rechten Ohr. (25)
    79 Abends plötzlich Schmerz lumbal, schlimmer beim Aufstehen aus dem Bett am nächsten Morgen, kann das rechte Bein für kurze Zeit nicht bewegen. (8/24)

    Extremitäten
    80 Heiße Handflächen und Fußsohlen (8/50–)
    81 Verspannung der rechten Schulter eine Stunde nach dem Aufstehen. Nach einem Tag Verspannung der linken Schulter. Schmerzen strahlen in den linken Arm (außen) zum kleinen Finger. Gegen Abend Ziehen von der Schulter in den Nacken und Hinterkopf. Rücken extrem verspannt mit schmerzhaftem Punkt zwischen den Schulterblättern. Dabei den ganzen Tag Atembeschwerden, steigern sich mit Zunahme der Schmerzen. (15/5–8) Besserung durch Rhus tox C12.

    Schweiß
    82 Schweißausbruch am Oberkörper und im Gesicht mit Röte des Gesichts bei geringer Anstrengung (8/5–28)
    83 Schweißausbrüche nachts ab 4.00 Uhr bis morgens mit Hitzegefühl im Gesicht, mit Angst wieder eine Pneumonie zu bekommen. Nach dem Aufstehen sind alle Symptome verschwunden, beim Gehen spürt sie ihre Kraft zurückkommen. (8/10+13)
    84 Schweiß nach Mitternacht am Oberkörper (sonst nur bei Krankheiten) (16/5–7)

    Haut
    85 Erwacht zwischen 3 und 4 Uhr mit Jucken und Hitzegefühl am linken Innenknöchel, das sich über den Körper ausbreitet, besser durch Kratzen, Abdecken und Schlaf, schlimmer durch Zudecken, dauert den folgenden Tag an. (12/02–05)
    86 Erwacht zwischen 4 und 5 Uhr mit Juckreiz der Kopfhaut, Kratzen bessert, auch Schlaf. (12/02)

    Allgemeinsymptome
    87 Hitzegefühl im Oberkörper und Kopf während der Schweißausbrüche tagsüber, Gefühl sie brenne innerlich. (8/12)
    88 Inneres Frösteln, vor allem in Finger- und Zehenspitzen. Es scheint von dort auszugehen. Die Zehen schmerzen dabei. (8/12)
    89 Frösteln und Hitze wechseln ab. (8/12–)
    90 Müdigkeit, besser beim Gehen im Freien. (8/02)
    91 Morgendliche Erschöpfung, besser durch Gehen. (8/10)
    92 Punktförmiges Kribbeln (wie ein elektrischer Schlag) an wechselnden Stellen, dauert jedes Mal etwa eine Sekunde, wandert über den Körper. (12/03–4)
    93 Allgemeine Schwäche, besonders abends. (14/1–2)
    94 Schwächegefühl zu verschiedenen Zeiten. (16/4–6)
    95 Besserung durch Gehen. (E–8/01–)
    96 Essen bessert alle Beschwerden. (8/5–)

    Auffallende Veränderungen einiger Probandinnen

    Probandin 8 reagierte schnell, heftig und anhaltend. Besonders auffallend war ihr Gemütszustand, geprägt von tiefem Groll in unterschiedlichen Situationen und dem Gefühl, einem Menschen, einer Situation oder sich selbst hilflos ausgeliefert zu sein. Lange hielten bronchiale Sekretion, Geruchs- und Geschmacksverlust und Stirnkopfschmerz an. Sie hatte in den Jahren vor der AMSE zwei Mal eine Pneumonie erlitten. In der Nachbeobachtungszeit traten ähnliche Symptome wie zu jener Zeit auf, die sie beeinträchtigten, sodass sie fürchtete, neuerlich zu erkranken. Die durchgeführten Untersuchungen waren in der Norm. Es traten Schweißausbrüche bei geringer Anstrengung mit Röte und Hitze des Gesichts auf. Alle Beschwerden besserten sich durch Essen, Gehen und Sprechen über ihren Zustand mit vertrauten Personen. Da viele Symptome zwei Monate lang anhielten und beeinträchtigten, wurde am 67. Tag durch eine einmalige Gabe von 3 Globuli Sulphur C200 (Remedia) antidotiert. Daraufhin kehrten Geruchs- und Geschmacksinn zurück und die Stimmung besserte sich rasch.
    Probandin 12 reagierte relativ schnell, aber nicht so heftig. Einige Symptome traten erst nach mehreren Wochen auf. Die Probandin fühlte sich ausgeglichen. Ihre Träume waren aufwühlend und bedrohlich. Mehrmals träumte sie, von Psychopathen verfolgt zu werden oder ausgeliefert zu sein. In den Monaten nach der AMSE traten nicht wie üblich Halsschmerzen und Beschwerden der Nasennebenhöhlen auf (fragliche Heilwirkung). Die Probandin nimmt orale Kontrazep-tiva.

    Träume
    Es wurden in der Auswahl der Träume nur jene berücksichtigt, die den ProbandInnen ungewöhnlich erschienen oder sehr intensiv waren.

    Probandin 8
    Sie betrachtet ihr Spiegelbild auf einer Wasseroberfläche. Sie sieht sich ganz klar. Danach steht sie selbst wie eine Wasserpflanze bis zum Bauch im Wasser und wird durch das Wasser heftig hin- und her bewegt. Fühlt sich nicht ganz wohl dabei, weil sie von der Bewegung erfasst wird. (1)
    Sie ist in einem Lokal. Viele Menschen sitzen an den Tischen und reden miteinander. Da betritt ein Mann den Raum. Sie weiß, dass er ein Psychopath ist, im Stande jemanden zu töten. Er geht zu den Leuten an den Tischen, die ihn zurückweisen können. Nun kommt er zu ihr, beginnt sie zu berühren. Sie ist voller Angst, fühlt sich ihm ausgeliefert, in einer ausweglosen Situation. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, es ist unausweichlich. Sie erwacht in Panik. (12)
    Im Mittelalter fährt sie mit Adeligen und Kardinälen in einem riesigen Boot auf einer Wasserstraße durch eine italienische Stadt. Mit an Bord ist der Papst, der im Sterben liegt. Ihr Schicksal ist mit jenem des Papstes verbunden.
    Ihre Aufgabe ist, Geld von einem Sack in einen anderen zu zählen, dabei muss ihr Geist klar sein. Sie darf keine unreinen Gedanken haben. Sie zählt bis 5000. Bei dieser Marke verwandelt sich das Geld in Gold. Sie erkennt, dass diese Verwandlung durch die reinen Gedanken bewirkt wurde und entdeckt darin die alte alchemistische Sehnsucht, Gold zu erzeugen. Sie ist fasziniert von der Schönheit und dem Glanz des Goldes.
    Der gesundheitliche Zustand des Papstes ist sehr schlecht. Ein Kardinal sagt liebevoll zu ihm: „Bruder, Du musst keine philosophischen Abhandlungen mehr schreiben. Stirb einfach als Mensch!“ Sie ist ergriffen und von großer Liebe zu Papst und Kardinal erfüllt.
    Nun ist die Reihe an den Adeligen, das Geld zu zählen. P. kennt deren Habgier und betrachtet das Geschehen mit Misstrauen. Sie schärft ihnen ein, nur klare Gedanken zu haben. Sie beginnen zu zählen, und es klappt gut. Bei 3500 stirbt der Papst. Das Geldzählen ist damit beendet. Es geht nichts mehr. (24)

    Probandin 12
    Ein psychopathischer Patient verfolgt sie im psychiatrischen Krankenhaus. Sie versucht zu entkommen, wird aber immer wieder von ihm eingeholt. Sie fühlt sich bedroht. (3)
    Sie ist mit ihrer Familie auf Urlaub in Tunesien. Sie fahren mit einem kleinen Schiff, wobei sie ständig Angst hat, ihre Töchter könnten bei starkem Seegang über Bord gehen. (3) – Bemerkung: Gefährdung ihrer Kinder kennt sie aus ihren Träumen.
    Sie fährt in der U-Bahn. Es sind viele Menschen um sie. Sie ist in Eile, um den Anschlusszug zu erreichen. Sie muss sich einen Weg durch die Menschenmassen bahnen und hat das Gefühl, verfolgt zu werden. Sie fühlt sich in höchster Alarmbereitschaft. (11)
    Sie befindet sich in einem Bahnhof. Ihre Großtante ruft an und erzählt, dass sie soeben in der Kassenhalle dieses Bahnhofs erschossen wurde. P. eilt dorthin und sieht ihre Tante (von einem Irren) erstochen auf dem Boden liegen. Die Situation ist ihr unerklärlich. Sie forscht nach und erfährt, dass die Rettung die Tante nicht mitgenommen hat, da das nächstgelegene Spital Aufnahmesperre hat. Ihre Empörung ist groß. Sie versteht das alles nicht, auch wie eine eben Verstorbene sie anrufen konnte.

    Probandin 15
    Ein Unfall ohne Folgen, der mir verschwommen in Erinnerung geblieben ist. Keine Angst dabei. Anschließend habe ich einen wissenschaftlichen Crashtest durchgeführt, indem ich mit dem Wagen gegen eine Wand gerast bin. Der Wagen war Schrott. Meine Gefühle: Überraschung, keine Angst, keine Verletzungen. Aufgewacht mit zufriedenem Gefühl, die Angst überwunden zu haben.

    Zusammenfassende Betrachtungen
    Die meisten Symptome stammen von Probandin 8. Den starken Bezug der Arznei zu Hals- und Atemwegen bis hin zu Symptomen einer Pneumonie, der aus der Phytotherapie bekannt ist, wurde von dieser Prüferin eindrucksvoll bestätigt. Bemerkenswert und bisher bei Salvia nicht bekannt ist die Besserung aller Beschwerden auf körperlicher und psychischer Ebene durch Essen, durch Reden über den eigenen Zustand und durch Gehen. Auch die Neigung zu starken Schweißen trat auf. Die in der Phytotherapie postulierte schweißunterdrückende Wirkung konnte nicht beobachtet werden.
    In den Träumen treten Themen wie Verfolgung, Bedrohung und Gefährdung bis hin zu versuchtem oder gelungenem Mord mehrmals auf. Der spirituelle Traum der Probandin 8 über den Tod des Papstes steht isoliert da. Wir können nicht einschätzen, ob sich in diesem Traum Elemente der Arznei finden oder er ein individuelles Erlebnis der Probandin darstellt.
    Gemessen an der geringen Anzahl von sechs Probanden kann das Ergebnis von 96 deutlichen Symptomen als zufrieden stellend betrachtet werden.

    Repertorisation

    Geist und Gemüt
    – auszugehen, Abneigung
    – Beschwerden durch – Verlegenheit
    – Entfernungen – falsche Einschätzung von
    – Erzählen der Symptome – amel.
    – froh – abwechselnd mit – Traurigkeit
    – Furcht – bemerken; man würde seinen Zustand
    – Furcht – Menschenmenge; in einer
    – Furcht – Tod; vor dem – Menses – während
    – Furcht – Tod; vor dem – Verbluten, durch
    – Gespräche – amel.
    – glückseliges Gefühl – Essen, durch
    – glückseliges Gefühl – Musik, durch Hören klassischer
    – Hilflosigkeit; Gefühl der
    – Hochgefühl
    – Sorgen; voller – Ernährung, um die
    – Sorgen; voller – Verwandte, um
    – Sprechen – amel. die Beschwerden
    – Traurigkeit – Menses – während
    – Traurigkeit – Menses – während – ersten Tag; am
    – Trost – agg.
    – verlassen zu sein; Gefühl
    – Wahnideen – Babies – ein Baby zu sein
    – Wahnideen – Einfluß; er stehe unter einem mächtigen
    – Wahnideen – Leere; von
    – Wahnideen – tot – er selbst sei
    – Zorn – tief sitzend

    Kopf
    Schwindel – Hitze – Gefühl von Hitze; mit
    Kopf – Kappe; Gefühl einer über den Schädel gezogenen
    – Schmerz – drückend – Kappe; wie durch eine
    – Schmerz – Gehen – Freien; im – amel.
    – Schmerz – Hinterkopf – drückend
    – Schmerz – Stirn – erstreckt sich zu – Auge
    – Schmerz – Stirn – erstreckt sich zu – Auge – drückend
    – Schmerz – Stirn – erstreckt sich zu – Nase
    – Schmerz – Stirn – erstreckt sich zu – Nase – drückend
    – Schmerz – Stirn – erstreckt sich zu – Nebenhöhlen

    Augen
    – Jucken
    – Jucken – links
    – Tränenfluss – Husten, mit

    Ohren
    – Verstopfungsgefühl
    – Verstopfungsgefühl – Essen, amel. nach

    Nase
    – Absonderung – dünn
    – Absonderung – gelb
    – Absonderung – mild, bland
    – Absonderung – reichlich
    – Absonderung – salzig
    – Geruch, Geruchssinn – verloren
    – Schmerz – drückend
    – Schmerz – erstreckt sich zu – Kieferhöhle
    – Schmerz – Nasenflügel
    – Schmerz – Nasenwurzel
    – Schmerz – Nasenwurzel – drückend
    – Schnäuzen der – laut
    – Verstopfung
    – Verstopfung – Essen, nach dem – amel.

    Gesicht
    – Farbe – rot
    – Farbe – rot – nachmittags
    – Farbe – rot – nachmittags – 14 h
    – Farbe – rot – Schweiß; beim
    – Hitze
    – Hitze – nachmittags
    – Hitze – nachmittags – 14 h

    Mund
    – Aphthen
    – Aphthen – brennend
    – Bluten – Zahnfleisch
    – Bluten – Zahnfleisch – begleitet von – Durchfall
    – Entzündung – Zahnfleisch
    – Entzündung – Zahnfleisch – Schlaf, amel. nach
    – Geschmack – bitter
    – Geschmack – Geschmacksverlust
    – Geschmack – schal
    – Hitze – Gaumen – weicher Gaumen
    – rissig
    – rissig – Zahnfleisch
    – Schmerz – Zunge
    – Schmerz – Zunge – drückend
    – Schmerz – Zunge – unter der
    – Schmerz – Zunge – unter der – drückend

    Innerer Hals
    – Entzündung – Rachen
    – Kitzeln
    – Schlucken – schwierig – Speichel
    – Schlucken; ständige Neigung zu
    – Schmerz – links
    – Schmerz – nachts
    – Schmerz – brennend
    – Schmerz – Essen – amel.
    – Schmerz – Schlucken – amel.
    – Schmerz – Sprechen – agg.
    – Schmerz – wund schmerzend
    – Schmerz – ziehend

    Äußerer Hals
    – Schwellung – Halsdrüsen
    – Schwellung – Halsdrüsen – links

    Magen
    – Übelkeit – abends
    – Übelkeit – plötzlich
    – Würgen – Husten, mit

    Abdomen
    – Angst im Abdomen
    – Schmerz – stechend; fein
    – Schmerz – Hypochondrien – drückend
    – Schmerz – Leber – stechend

    Rectum
    – Diarrhoe – tagsüber

    Stuhl
    – schleimig – bedeckt von Schleim
    – weich

    Blase
    – Urinieren – Harndrang – heftig
    – Urinieren – Harndrang – plötzlich

    Weibliche Genitalia
    – Menses – hellrot

    Kehlkopf und Trachea
    – Räuspern, Freimachen des Kehlkopfes
    – Räuspern, Freimachen des Kehlkopfes – laut
    – Räuspern, Freimachen des Kehlkopfes – unablässig
    – Schleim – Kehlkopf
    – Schleim – Kehlkopf – dick
    – Schleim – Kehlkopf – süßlich
    – Stimme – heiser, Heiserkeit – nachts
    – Stimme – heiser, Heiserkeit – Erwachen, beim
    – Stimme – heiser, Heiserkeit – Sprechen – amel.
    – Stimme – verloren – nachts

    Atmung
    – Atemnot, Dyspnoe, erschwertes Atmen – begleitet von – Rücken;
    Schmerz im

    Husten
    – erstickend
    – Essen – amel.
    – heftig
    – Hustenreiz – Hals; im inneren
    – Hustenreiz – Kehlkopf; im
    – Hustenreiz – Kehlkopf; im – heftig
    – Hustenreiz – Kehlkopf; im – links
    – Hustenreiz – Trachea; in der
    – Kitzelhusten, durch Kitzeln
    – plötzlich
    – trocken
    – trocken – tagsüber

    Auswurf
    – Geschmack – süßlich
    – schaumig

    Brust
    – Schmerz – stechend; fein
    – Schmerz – Lungen – rechts
    – Schmerz – Lungen – rechts – mittlerer Teil
    – Schmerz – Lungen – rechts – stechend
    – Schmerz – Lungen – Essen amel.
    – Schmerz – Lungen – Stechen – Essen amel.
    – Schmerz – Lungen – wund schmerzend
    – Schweiß – nachts
    – Zusammenschnürung
    – Zusammenschnürung – abends
    – Zusammenschnürung – Kleidung zu eng; Gefühl, als wäre die
    – Zusammenschnürung – Panzerhemd; wie durch ein
    – Zusammenschnürung – Lungen

    Rücken
    – Schmerz – Dorsalregion – rechts
    – Schmerz – Dorsalregion – nachts
    – Schmerz – Dorsalregion – Gehen; beim – amel.
    – Schmerz – Dorsalregion – stechend
    – Schmerz – Dorsalregion – erstreckt sich zu – Hals
    – Schmerz – Dorsalregion – erstreckt sich zu – Hinterkopf
    – Schmerz – Dorsalregion – erstreckt sich zu – Lungen
    – Schmerz – Dorsalregion – erstreckt sich zu – Ohr, rechts
    – Schmerz – Dorsalregion – Schulterblätter – zwischen den
    – Schmerz – Lumbalregion
    – Schmerz – Lumbalregion – Aufstehen – Bett; vom – agg.

    Extremitäten
    – Hitze – Füße – Fußsohlen
    – Hitze – Hände – Handflächen
    – Jucken – Knöchel – links
    – Kälte – Finger – Fingerspitzen
    – Kälte – Zehen – schmerzhaft
    – Kälte – Zehen – Zehenspitzen
    – Schmerz – Schultern – links
    – Schmerz – Schultern – links – erstreckt sich zu – Hals; zum äußeren
    – Schmerz – Schultern – links – erstreckt sich zu – Hand

    Schweiß
    – nachts (22 – 6 h) – Mitternacht – nach – 4 h
    – Anstrengung – agg. – geringe Anstrengung
    – Reichlich – schwächend
    – Schlaf – im – agg.

    Haut
    – Jucken – Kratzen – amel.
    – Jucken – Schlaf – amel.
    – Jucken – Warmwerden – Bett; im – agg.

    Träume
    – bedroht zu werden
    – Drohungen, Androhungen, Bedrohung
    – Geld
    – Geld – zählen, zu
    – Mord
    – Mördern; von
    – Tod – Papstes; des
    – Unfälle
    – verfolgt zu werden

    Allgemeines
    – Seite – links
    – Essen – nach – amel.
    – Gehen – amel.
    – Kälte – Hitze und Kälte
    – Liegen – Seite, auf der – schmerzhaften, auf der – amel.
    – Schmerz – brennend
    – Schmerz – drückend – innen; nach
    – Schwäche – abends
    – Schwäche – Gehen, beim – amel.
    – Schwäche – Gehen, beim – Freien, im – amel.
    – Speisen und Getränke – Butter – Verlangen
    – Speisen und Getränke – Süßigkeiten – Verlangen

    Eine Salvia-Kasuistik von Walter Glück:
    Achtjähriger Bub, Ordination am 11.1.2006
    Seit vier Tagen leidet er an Schnupfen mit wenig Absonderung. Schon am ersten Tag gesellt sich dazu ein lockerer, tiefer Husten, vor allem tagsüber. Der Husten folgt zwei bis fünf Mal hintereinander und klingt bellend, das Kind ist dadurch nicht gestört. Seit gestern erwacht er in der Nacht durch den Husten und schwitzt dabei. Anschließend leicht erhöhte Temperatur bis 37,8 Grad. Heute bei der Konsultation ist das Kind blass und schwach. Der Husten scheint aus der Brust zu kommen und klingt hart und bellend, ohne Auswurf. Die Mutter meint, seit gestern sei ihr Kind sehr schwach. Der Husten scheint aus der Brust zu kommen und klingt hart und bellend, ohne Auswurf. Die Mutter meint, seit gestern sei ihr Kind sehr schwach, vor allem nach dem Husten. Der Bub hat keinen Durst und wenig Appetit.
    Das nächtliche Schwitzen und die Schwäche nach dem Husten sind Hinweise auf Salvia. Der Mangel an anderen Symptomen lässt keine differenzialdiagnostischen Überlegungen aufkommen, höchstens auf Eupatorium purpureum, das nicht unbedingt die Schwäche hat. Salvia C30, eine Dosis an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, bessert den Zustand innerhalb von zwei Tagen deutlich.

    Zum Schluss empfehlen wir die folgenden Anwendungen von Salbei in der Küche:
    Italiener nehmen Salbei vor allem zu Fleisch. Besonders Kalbfleisch gewinnt durch dieses intensive Würzkraut. Ein berühmtes, auf Salbei beruhendes Gericht ist Saltimbocca alla romana: Kalbschnitzel, die zusammen mit würzigem Rohschinken (prosciutto crudo) und frischem Salbei gebraten und mit Marsala gelöscht werden, einem sizilianischen aufgespriteten Weißwein.
    In brauner Butter gebratene Salbeiblätter eignen sich als schnell zubereitete, nicht gerade kalorienarme Sauce zu Pasta, besonders zu Gnocchi.
    In Deutschland sind Salbeiküchlein ein klassisches Gebäck für die Kirchweih, was auf ihren angeblichen Schutz vor Rausch zurückgeht.

    Literatur:
    Barthel - Dt. J. H., Bd. 15/4, 1996, Barthel&Barthel Verlag
    Boericke, W.: Handbuch der Homöopathischen Materia Medica, Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 1999
    Clarke, J. H.: Der neue Clarke. Eine Enzyklopädie für den homöopathischen Praktiker. Stefanovic Verlag, Bielefeld 1990
    Hahnemann, S.: Organon der Heilkunst, 6. Auflage, Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 1987
    Kneipp, S.: Codizill zu meinem Testament. Verlag d. Jos. Köselschen Buchhandlung. Kempten 1897
    Sherr, J.: The Dynamics and Methodology of Homoeopathic Provings. Dynamis Books. London 1994
    Willfort, R.: Gesundheit durch Heilkräuter. Rudolf Trauner Verlag, Linz 1959

    Anschriften der Verfasser:

    Dr. Reinhard Flick, A–1070 Wien, Neustiftgasse 64
    E-Mail: ord@flick-ord.at
    Dr. Walter Glück, A–2500 Baden, Erzherzog-Wilhelm-Ring 13
    E-Mail: walter.glueck@chello.at